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Berni's Nachwuchs ist da ...

309 Antworten45'544 AufrufeGestartet von Berni ·

Zusammenfassung der Erfahrungen: Schweizer Hunderassen — was Mitglieder in diesem und weiteren Themen berichten.

Bonsaiwolf
#81
Berni, da hast du der Kleinen sicher einen Gefallen getan, auch wenn es schmerzt, einen Welpen gehen zu lassen. Ich finde es super, dass du die zwei untersuchen lässt und es nicht einfach mit einem Schulterzucken abtust (es gibt genug solcher Züchter).

Herniksy
#82
Danke für deine Berichte, auch wenn du leider nicht nur Positives berichten kannst...


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Berni
#83
Danke für deine Berichte, auch wenn du leider nicht nur Positives berichten kannst...
So ist es nun mal in der Hundezucht - mal geht alles gut und ein andermal eben nicht ganz, Wer züchtet ist immer mit Leben und Tod, Freude und Leid konfrontiert und man lernt, wie klein die Schwelle zwischen Leben und Tod ist.
lennybold
#84
Erstmal herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs, Knutscher an die Muddi für die gute Arbeit und gute Besserung an deinen Mann!

Und oh mann, schade dass es zwei nicht geschafft haben.. :-(
Aber du hast es probiert und es hat leider nicht sollen sein. Tut mir Leid! :-(


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Herniksy
#85
Ja so ist das. Hermes' Züchterin hat Ähnliches erlebt wie du. Das ist wohl einfach die Natur...


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Berni
#86
14. Juli: Heute sind die Welpen eine Woche alt. Vor dem Mittag kann ich meinen Mann wieder aus dem Spital abholen, es geht ihm relativ gut, muss sich aber noch gut 2 Wochen schonen - aber schonen muss er erst noch lernen.

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Mittlerweile hat sich bei uns alles gut eingespielt. Wir haben vom 4x täglich Schöppeln auf 3x täglich gewechselt, bei Mama Orla ist inzwischen auch die Milchproduktion besser in Gang gekommen. Ich schöppele die Kleinen morgens, nach dem Mittag, und kurz vor Mitternacht, bevor ich zu Bett gehe. Dazwischen ist Orla zuständig für die Fütterung ihrer Sprösslinge.

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Nach unserem Abendessen schreit plötzlich ein Welpe Zeter Mordio los. Ich schaue nach, ob einer der Kleinen irgendwo festklemmt. Mutter Orla ist bereits vor Ort und versucht die Kleine mit Bäuchlein lecken zu beruhigen, aber es hilft nicht, das kleine Schreibaby schreit weiter. Ich nehme sie hoch und versuche ihr den Bauch sanft zu massieren, sie schreit weiter. Ich mache ihr eine wärmende Bettflasche, sie schreit weiter. Nun koche ich ihr einen Fencheltee, der sollte gegen Koliken helfen. Während ich den Tee zubereite schreit und schreit die Kleine. Mein Mann kümmert sich mittlerweile um sie und versucht, sie mit sanfter Massage zu beruhigen. Sie schreit wieder los, und Orla kommt angerannt und stupst ihn energisch weg. Sie versucht die Kleine mit ihrer Zungenmassage zu beruhigen. Als auch das misslingt, schaut sie zu meinem Mann, als wollte sie sagen: „ich habe mein Bestes getan, probier’s du nochmals …“.

Auch der Tee bringt keine Erleichterung, die Kleine schreit schon über eine Stunde lang durch. Mal wieder wähle ich die Notrufnummer der Klinik, ich erhalte sofort einen Termin und kann gleich losfahren. Auch unterwegs schreit‘s und schreit‘s – es geht einem durch Mark und Bein, die Kleine muss ganz böse Bauchschmerzen haben.

Wir sind grade die einzigen Notfallpatienten und kommen darum grad dran. Nach einem kurzen Vorgespräch und dem Untersuch, Temperatur ok, erhält die Kleine eine schmerzlindernde und krampflösende Spritze, danach können wir wieder nach Hause. Schon jetzt ist die Kleine spürbar leiser und entspannter.

Kurz vor 10 sind wir wieder zu Hause. Auf geht’s, die letzte Flaschenrunde des Tages wartet auf die Kleinen. Flaschenkinder und Teilzeit-Flaschenkinder sind einfach gefährdeter für Koliken. Oftmals trinken die Kleinen zu gierig und schlucken dann zuviel Luft. Auf der letzten Trinkrunde trinken alle brav ihr Fläschen, auch unser Schreikind. Kurz vor Mitternacht ist die Flaschenrunde fertig und mein Dienst endet, Zeit für’s Bett. Nachts hat Mutter Orla Dienst.

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An solchen Tagen fragt mich mein Mann, warum züchtest du eigentlich? Wir könnten uns doch ganz einfach so ca. alle 10 Jahre wieder irgendwo einen neuen Barry holen und hätten keinen Stress ....

Ja warum? Wie begann das eigentlich?

Denn eigentlich war das gar nie meine Absicht, ich wollte doch bloss einen gesunden, gut erzogenen Familienhund. Und weil es mich wundernahm, wie gesund die Gelenke unseres Hundes sind, liess ich ihn röntgen. Und als dann das bestmögliche Resultat vorlag, nahm es mich wunder, wie denn unser Hund wohl an einer Körung abschneiden würde. Und als dann an der Körung der Körrichter zum versammelten Publikum sagte: "solche Hunde brauchen wir für unsere Zucht!" da gab mir das schon etwas zu denken, und daraufhin wurde ich auch immer wieder von anderen Bernhardinerleuten gefragt, ob ich denn nicht endlich mit meiner Hündin züchten wolle. Doch ich musste erst mal alle meine Ängste und Bedenken, ob ich denn dazu wohl geeignet sei und ob ich das auch wirklich wollte zur Seite legen. Darum dauerte es vom Augenblick der Körung bis zu unserem ersten Wurf beinahe 2 Jahre.

Meine Motivation Bernhardiner zu züchten ist vor allem, diese schöne Rasse gebrauchsfähig zu erhalten, ohne ungesunde Übertypisierung, und dafür zu sorgen, dass Bernhardiner auch als gesunde Rasse wahrgenommen werden. Und nicht zu vergessen, schliesslich ist der Bernhardiner ein Stück Schweizer Kulturgut, dem wir Sorge tragen müssen, und es kann nicht sein, dass ausländische Züchter diese Rasse krank züchten, nicht dass der Bernhardiner bei den Qualzuchten landet

Andromeda
#87
So süss die kleinen, einfach zum knutschen :love:

Wie viele Würfe hattest du eigentlich schon?

Guest
#88
Die Kleinen lassen dir schon keine Ruhe :eng
Hatte kurz einen Schreck gekriegt beim lesen! Bin froh, dass es nichts schlimmes war *phu*

Wirst du dir eigentlich eine Hündin aus dem Wurf behalten?

labinchen
#89
Ganz herzliche Gratulation zum grossen Wurf!


Ich finde es toll, dass du uns Einblicke in deine Züchterinnen-Tätigkeit gibst, und dies noch mit Fotos :thumbsup: , und lese gerne mit.


Oh, das muss schrecklich sein, wenn ein Welpe derart lange schreit :( . Beim Lesen dachte ich schon, Orla wolle ihn dann erlösen ... :unsure: . Zum Glück wart ihr da und konntet den Welpen behandeln lassen.
Da fällt mir dazu ein, dass ich meine Welpen/Junghunden immer ein paar Mal zu schreienden Menschenbabys führe und ihnen signalisiere, dass sie in der Situation NICHTS tun sollen, ich bestätige/belohne sie für kleinste Entspannungszeichen in der Nähe des Schreibabys.

Berni
#90
... Wie viele Würfe hattest du eigentlich schon?
Das ist mein 5. Wurf, unsere ersten Bernhardiner wurden am 5. Januar bereits 9 Jahre alt.

... Wirst du dir eigentlich eine Hündin aus dem Wurf behalten?
Ja ich habe die Absicht - mal langsam meinem Liebsten eine Kleine häufig zum Knuddeln unterjubeln, so dass sie dann zu seinem Liebling mutiert :D . Und ich darf ihm nicht erzählen, dass ich bereits jetzt zuwenig Hündinnen habe.

... Da fällt mir dazu ein, dass ich meine Welpen/Junghunden immer ein paar Mal zu schreienden Menschenbabys führe und ihnen signalisiere, dass sie in der Situation NICHTS tun sollen, ich bestätige/belohne sie für kleinste Entspannungszeichen in der Nähe des Schreibabys.
Ja das ist auch sehr wichtig, nur bei einer Zuchthündin ist die Situation auch eine ganz andere, schliesslich ist das ihr Job, sich um ihren Nachwuchs zu kümmern. Als Orlas Welpen noch nicht da war, war unsere Schwiegertochter mit unserem Enkelkind zu Besuch. Als die Kleine zu schreien begann wurde Orla ganz aufgeregt, macht doch etwas, dass die Kleine endlich ruhig wird.
Ganz interessant: Am Wochenende war das Enkelkind wieder hier und als sie da wieder kurz losschrie, kümmerte sich Orla überhaupt nicht mehr um das schreiende Menschenbaby, sie hat schliesslich genug zu tun mit ihren eigenen ;-) .

labinchen
#91
Ja, klar, die Mutterhündin hat einen Job und MUSS sich um ihr schreiendes Baby Sorgen machen. Schön finde ich, wie Orla schliesslich EUCH um Mithilfe gebeten hat:

... Sie versucht die Kleine mit ihrer Zungenmassage zu beruhigen. Als auch das misslingt, schaut sie zu meinem Mann, als wollte sie sagen: „ich habe mein Bestes getan, probier’s du nochmals …“....
Guest
#92
die sind einfach nur zuckersüss:love:

Nadja und Patenhunde
#93
Danke für Deine Berichte und Fotos, Berni.
Ich liebe Wurftagebücher :love: und ich hoffe sehr für Euch, dass Du nun nur noch schönes berichten kannst *daumendrück* ...

balu06
#94
Ach die Kleinen mit ihren spitzen Krallen und den rosa Schnäuzchen sind halt schon süss :rolleyes: . Und gleich in der ersten Woche soo viel Aufregung - da sind sicher schon einige der nötigen Nerven verbraucht worden ... Hoffe, die kommenden Wochen werden etwas weniger turbulent und freue mich schon auf deine weiteren Berichte.

Berni
#95
Ach die Kleinen mit ihren spitzen Krallen .....
16. Juli: Die spitzen Krallen werden immer wieder mit der Nagelfeile gekürzt.
Die ersten 2 Welpen haben die 1-Kg-Grenze erreicht oder knapp überschritten. Um Blähungen und Koliken zu vermeiden wird die Welpenmilch inzwischen mit Fencheltee angerührt.

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Die Analyse des ersten spontan verstorbenen Welpen ist gekommen. Es wurden keine Missbildungen festgestellt. Der kleine verstorbene Welpe hatte eine multiple Infektion mit Eschericia Coli-Bakterien (diese Bakterien gehören zu unserem Alltag, gesunde Lebewesen werden mit ihnen fertig), die zu einer Blutvergiftung führte. Sein Immunsystem war noch zuwenig ausgereift.

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17. Juli: Auch die Analyse des eingeschläferten Mädchens ist da. Auch bei ihr wurden keine Missbildungen gefunden, dafür Koli-Bakterien, wo keine sein sollten – auch ihr Immunsystem wurde mit diesen Bakterien nicht fertig. So kleine Welpen erhalten ihre Abwehrstoffe noch nur über die Muttermilch, ich kann da präventiv leider noch gar nicht eingreifen. Aber für Orla habe ich mir Anima-Strath geholt, damit sie wenigstens nach ihrem Kaiserschnitt und der Säugezeit genügend gestärkt ist.

Mal wieder Zeit für Welpenmanicure. Mutter Orlas Bauch dankt es, wenn die Krallen der Kleinen nicht so spitz sind, sondern von der Nagelfeile gut gekürzt und schön abgerundet werden.

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19. Juli: Die Antibiotikas für Orla und die Welpen sind bei mir eingetroffen, anzuwenden nur bei Bedarf, falls irgendeiner meiner 4-beinigen Bande plötzlich erkranken sollte -so bin ich gewappnet und kann sofort handeln.

Bei den ersten Welpen öffnen sich die Augen, und die ersten machen ihre Gehversuche.

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Guest
#96
Jö, die werden immer süüüüsser!! Schön werden alle munterer und lebendiger.

"Gut" das die Untersuchung der Welpen kein anderes gesundheitliches Problem ergaben. Gut ist irgendwie das falsche Wort... Leider fällt mir kein passenderes ein, ich hoffe du weisst, wie ich es meine.



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Sassy
#97
Blöde Bakterien :( aber der Rest der Truppe scheint ja fit zu sein :thumbsup: nicht mehr lange und dann gibt es action im Bernihaus :D

Yve
#98
Süsse Babyfotos ...schmelz...auf den Fotos scheint es so, dass einige der kleinen Würmchen eher 2farbig und dunkel gefärbt sind? Kommen die helleren Fellflecken erst später, wenn sie grösser geworden sind zum Vorschein? Sorry, ist evtl ne blöde Frage, aber ich hab davon null Ahnung, wie man sicher merkt :blush:

Berni
#99
..... nicht mehr lange und dann gibt es action im Bernihaus
Ja darauf kannst du Gift nehmen - und hoffentlich erfreulichere Action, wie in der ersten Lebenswoche. 9 Wuffels wird garantiert immer was einfallen, Mutter Orla wird sich dann die Schlitzohren schon vornehmen, die hat auch ihre letzte 11er Bande vor zwei Jahren gut erzogen :) .

..... Die Kleinen Würmer entwickeln sich langsam zu Hunden, gefällt mir
Ja die Kleinen entwickeln sich von kleinen Ratten über kleine Häschen und demnächst werden es dann Hunde, sobald sie sicherer auf alllen 4 Beinen unterwegs sind.

Süsse Babyfotos ...schmelz...auf den Fotos scheint es so, dass einige der kleinen Würmchen eher 2farbig und dunkel gefärbt sind? Kommen die helleren Fellflecken erst später, wenn sie grösser geworden sind zum Vorschein? Sorry, ist evtl ne blöde Frage, aber ich hab davon null Ahnung, wie man sicher merkt :blush:
Keine dumme Frage, zuerst wenn die Bernis geboren werden, ist ihr Fell zwar mit der späteren Fellzeichnung bereits eingefärbt, zuerst nur schwarz-weiss, je grösser die Kleinen werden, desto mehr kommt dann die spätere Farbe. Das ganz typische Berni-Rot-Braun kommt dann erst so richtig zum Vorschein, wenn sich das Welpenfell verliert.
21. Juli: Die ersten 2 Wochen sind geschafft. Aus den Pfündern sind Doppelpfünder und fast 3-fach-Pfünder geworden. Allen 9 geht’s gut – es wird Zeit für die erste Wurmkur. An 3 aufeinander folgenden Tagen erhalten die Kleinen gemäss ihrem Gewicht etwas von der feinen Wurmpaste. Auch Mutter Orla wird gleich mit entwurmt, allerdings mit Tabletten, das geht bei ihrer Grösse und ihrem Gewicht besser.

Hier noch Fotos von heute

alle 4 Buben

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und alle unsere 5 Mädchen

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Herniksy
#100
Ach, jetzt muss ich dann aufhören hier rein zu schauen. ;) Sonst laufe ich Gefahr, zu einer Berni-Welpen-Diebin zu werden... :D


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