Der alte Hund
146 Antworten91'176 AufrufeGestartet von tabasco ·
haslivet
Dies ist interessant, wenn ich so nachdenke, ist dieses Phänomen bei Hindi auch der Fall... Sie ist deutlich zu dünn, aber am Dienstag auf der Waage war sie 9,7 kg, was eigentlich super wäre. Allerdings habe ich keine Erklärung dafür.
Ein Auszug aus der Ernährungsberatung:
Bei Tieren im höheren Lebensalter lässt generell die Adaptionsfähigkeit nach, was eine
erhöhte Krankheitsbereitschaft zur Folge hat. Organe wie Niere (Kap. 10), Leber
(Kap. 11) und Herz (Kap. 12) sind im Alter funktionell reduziert. Das Risiko für
Stoffwechselerkrankungen wie z.B. Diabetes mellitus (Kap. 14) steigt. Während des
Alterungsprozesses kommt es ebenso zu Veränderungen des Nervensystems, der
immunologischen Abwehr und der endokrinen Organe.
Viele Tierbesitzer möchten das älter werdende Tier möglichst umfassend
unterstützen, wobei die Ernährung für den Tierbesitzer einen zunehmend hohen
Stellenwert einnimmt. Eingetretene Alterserscheinungen können durch
Fütterungsmaßnahmen nicht wieder rückgängig gemacht werden. Ein maßgeblicher
Faktor für ein „längeres Leben“ ist eine bedarfsdeckende Energieaufnahme. Eine
lebenslange maßvolle Ernährung mit kontrollierter Energieaufnahme kann die
Lebensdauer deutlich verlängern.
5.1 Fütterungspraxis bei älteren Tieren
Ältere Tiere haben spezielle Bedürfnisse, die bei der Rationszusammenstellung
berücksichtig werden müssen. An ältere Hunde und Katzen können spezielle
Fertigprodukte für Senioren verfüttert werden. Alternativ kann der Tierbesitzer die
Rationen selbst kochen oder beide Fütterungsvarianten kombinieren. Für die
verschiedenen Fütterungsmöglichkeiten sind bestimmte Ernährungsprinzipien für
Senioren in Bezug auf Energiezufuhr und Aufnahme von Nährstoffen zu beachten.
5.1.1 Energiereduzierung
Zur Prophylaxe von Übergewicht und den daraus folgenden Beschwerden am
Bewegungsapparat (z.B. Arthrose) oder Störungen des Herz-Kreislauf-Systems sollte
die Energiezufuhr reduziert werden.
Hunde
Im höheren Lebensalter kommt es bei Hunden zu einer Abnahme der Aktivität und
zu längeren Schlafperioden. Die Muskelmasse im Körper nimmt ab und der
Fettanteil steigt. Zur Vorbeugung von Übergewicht ist es daher bei den meisten
älteren Hunden notwendig, die Energiezufuhr um 20–25 % zu reduzieren. Bei
großwüchsigen Hunden (ab ca. 30 kg) kann die Energieaufnahme bereits ab dem 6.
bis 7. Lebensjahr auf 80 % des Bedarfs adulter Hunde reduziert werden, bei
kleinwüchsigen Hunden (< 10 kg) wird die Energieaufnahme in der Regel ab dem 9.
bis 10. Lebensjahr angepasst. Der Zeitpunkt der Umstellung ist stark rasseabhängig.
Die Futterration kann auf 2 regelmäßige Mahlzeiten verteilt werden. Gut geeignet sind
spezielle Futtersorten für Senioren, die kalorienreduziert sind und gleichzeitig eine
höhere Nährstoffdichte haben.
PRAXISTIPP
Die Energiezufuhr älterer Hunde reduziert sich um ca. 20–25 %, der Zeitpunkt der Umstellung variiert je nach
Rasse. Körperkondition und Gewicht älterer Tiere müssen regelmäßig kontrolliert werden, um den Energiegehalt
des Futters optimal anpassen zu können.
Katzen
Katzen zeigen im höheren Alter im Vergleich zu Hunden eine stärkere Tendenz zur
Normalgewichtigkeit bis hin zur Untergewichtigkeit. Die Aktivität älterer Katzen
verändert sich nicht wesentlich im Vergleich zu jüngeren erwachsenen Katzen.
Zusammensetzung der Gallensäuren und eine zunehmende Atrophie des
Dünndarmepithels.
PRAXISTIPP
Ältere Katzen haben meist keinen reduzierten Energiebedarf. Für Katzensenioren ist eine hochverdauliche Diät
mit hochwertigen Proteinen angezeigt. Eine regelmäßige Gewichtskontrolle ist jedoch auch bei Katzen die
Voraussetzung für eine optimal angepasste Ration.
haslivet
Guest
Ein Auszug aus der Ernährungsberatung:Analog zu deinem Text habe ich eine Frage/ Anmerkung: Wenn ich bei unseren Windhunden den Energieanteil reduziere, habe ich danach ein Klappergestell zuhause. Warum?
Bei Tieren im höheren Lebensalter lässt generell die Adaptionsfähigkeit nach, was eine
erhöhte Krankheitsbereitschaft zur Folge hat. Organe wie Niere (Kap. 10), Leber
(Kap. 11) und Herz (Kap. 12) sind im Alter funktionell reduziert. Das Risiko für
Stoffwechselerkrankungen wie z.B. Diabetes mellitus (Kap. 14) steigt. Während des
Alterungsprozesses kommt es ebenso zu Veränderungen des Nervensystems, der
immunologischen Abwehr und der endokrinen Organe.
Viele Tierbesitzer möchten das älter werdende Tier möglichst umfassend
unterstützen, wobei die Ernährung für den Tierbesitzer einen zunehmend hohen
Stellenwert einnimmt. Eingetretene Alterserscheinungen können durch
Fütterungsmaßnahmen nicht wieder rückgängig gemacht werden. Ein maßgeblicher
Faktor für ein „längeres Leben“ ist eine bedarfsdeckende Energieaufnahme. Eine
lebenslange maßvolle Ernährung mit kontrollierter Energieaufnahme kann die
Lebensdauer deutlich verlängern.
5.1 Fütterungspraxis bei älteren Tieren
Ältere Tiere haben spezielle Bedürfnisse, die bei der Rationszusammenstellung
berücksichtig werden müssen. An ältere Hunde und Katzen können spezielle
Fertigprodukte für Senioren verfüttert werden. Alternativ kann der Tierbesitzer die
Rationen selbst kochen oder beide Fütterungsvarianten kombinieren. Für die
verschiedenen Fütterungsmöglichkeiten sind bestimmte Ernährungsprinzipien für
Senioren in Bezug auf Energiezufuhr und Aufnahme von Nährstoffen zu beachten.
5.1.1 Energiereduzierung
Zur Prophylaxe von Übergewicht und den daraus folgenden Beschwerden am
Bewegungsapparat (z.B. Arthrose) oder Störungen des Herz-Kreislauf-Systems sollte
die Energiezufuhr reduziert werden.
Hunde
Im höheren Lebensalter kommt es bei Hunden zu einer Abnahme der Aktivität und
zu längeren Schlafperioden. Die Muskelmasse im Körper nimmt ab und der
Fettanteil steigt. Zur Vorbeugung von Übergewicht ist es daher bei den meisten
älteren Hunden notwendig, die Energiezufuhr um 20–25 % zu reduzieren. Bei
großwüchsigen Hunden (ab ca. 30 kg) kann die Energieaufnahme bereits ab dem 6.
bis 7. Lebensjahr auf 80 % des Bedarfs adulter Hunde reduziert werden, bei
kleinwüchsigen Hunden (
bis 10. Lebensjahr angepasst. Der Zeitpunkt der Umstellung ist stark rasseabhängig.
Die Futterration kann auf 2 regelmäßige Mahlzeiten verteilt werden. Gut geeignet sind
spezielle Futtersorten für Senioren, die kalorienreduziert sind und gleichzeitig eine
höhere Nährstoffdichte haben.
PRAXISTIPP
Die Energiezufuhr älterer Hunde reduziert sich um ca. 20–25 %, der Zeitpunkt der Umstellung variiert je nach
Rasse. Körperkondition und Gewicht älterer Tiere müssen regelmäßig kontrolliert werden, um den Energiegehalt
des Futters optimal anpassen zu können.
Katzen
Katzen zeigen im höheren Alter im Vergleich zu Hunden eine stärkere Tendenz zur
Normalgewichtigkeit bis hin zur Untergewichtigkeit. Die Aktivität älterer Katzen
verändert sich nicht wesentlich im Vergleich zu jüngeren erwachsenen Katzen.
Zusammensetzung der Gallensäuren und eine zunehmende Atrophie des
Dünndarmepithels.
PRAXISTIPP
Ältere Katzen haben meist keinen reduzierten Energiebedarf. Für Katzensenioren ist eine hochverdauliche Diät
mit hochwertigen Proteinen angezeigt. Eine regelmäßige Gewichtskontrolle ist jedoch auch bei Katzen die
Voraussetzung für eine optimal angepasste Ration.
tabasco
Auch ich habe gleich noch eine Frage: Kann es denn sein, dass der Körper nur innerlich Fett ansetzt, ohne dass man es auf den Rippen oder sonstwo spürt?
haslivet
Analog zu deinem Text habe ich eine Frage/ Anmerkung: Wenn ich bei unseren Windhunden den Energieanteil reduziere, habe ich danach ein Klappergestell zuhause. Warum?
Ich würde sagen Windhunde sind speziell, auch Irische Wolfshunde, die haben von Natur aus rel. wenig Fett. Da wird sehr schnell Muskelmasse abgebaut. Mein 14 jähriger Aussie ist übrigens auch so, Kondition ohne Ende, kein Fett und Gewichtsverlust wenn ich nicht aufpasse. Er stammt halt aus einer reinen Arbeitslinie und nicht aus dem Showbereich wie die meisten in der CH.
Bei solchen Hunden brauchts meines Erachtens auch im Alter noch rel. viel Eiweiss. Spezialisten fragen.
tabasco
Ich habe bei Tabasco etwas Neues entdeckt, das ich dem älter werden zuschiebe.
Gestern gab es zweimal eine Situation, wo er wie erstarrt und mit gläsernem Blick verharrte.
Einmal war's im stehenden Auto, wo er eventuell ein Geräusch nicht einordnen konnte und gut 10sec. mit ganz leerem Blick absolut regungslos und gespannt da sass. Ich musste ihn mit einer Berührung aus diesem Zustand holen, aufs Ansprechen reagierte er nicht.
Das zweite Mal war später zuhause auf seinem Fenstersessel. Er lag darauf, stand auf und wollte sich drehen, um die Position zu wechseln. Mitten im Drehen verharrte er mit wieder dem starren Blick. Diesmal reagierte er aufs Ansprechen.
Gestern gab es zweimal eine Situation, wo er wie erstarrt und mit gläsernem Blick verharrte.
Einmal war's im stehenden Auto, wo er eventuell ein Geräusch nicht einordnen konnte und gut 10sec. mit ganz leerem Blick absolut regungslos und gespannt da sass. Ich musste ihn mit einer Berührung aus diesem Zustand holen, aufs Ansprechen reagierte er nicht.
Das zweite Mal war später zuhause auf seinem Fenstersessel. Er lag darauf, stand auf und wollte sich drehen, um die Position zu wechseln. Mitten im Drehen verharrte er mit wieder dem starren Blick. Diesmal reagierte er aufs Ansprechen.
sighthound
nastassja hat auch eine erste alterserscheinung oder zumindest die erste die ich wahrnehmen kann. sie knickt manchmal einfach beim laufen mit der hinterhand ein. sie kann es gleich wieder korrigieren ohne wirklich zu stolpern aber es ist auffallend, dass es an häufigkeit zunimmt.
Guest
Hat sie evtl. eine Spondy? Belle hat das wegen dem.
sighthound
ich weiss es nicht. aber sie hat dabei keine Sz, auch sonst nicht, sie springt problemlos ins auto... aber ev. geh ich es dann doch mal zeigen. regulär müssen wir nämlich erst wieder im juli zum TA für die kombi. und da wir ende mai in urlaub fahren und dort dann vermutlich länger unterwegs sein werden als jeweils nur eine gute stunde zweimal am tag... wär es vielleicht nicht schlecht.
Guest
Belle hüpft auch ohne Probleme ins Auto, wenn sie schneller ist als ich. Da würd ich nicht viel drauf geben. Die TA, die die zufällig wegen was anderem entdeckt hatte, kam mit den Bildern ins Behandlungszimmer, schaut Belle an und fragt, hüpft die selbst ins Auto? Ich: ja, wieso?! Sie: schauen sie mal und da seh ich 2 Golfballgrosse Spondys. Ich wünsch euch, das es nichts dergleichen ist, aber sie ist ja auch nicht klein und falls es doch sowas ist, könntest du ihr jetzt schon was geben zum gegensteuern. Belles Reflexe sind glücklicherweise noch gut, die Diagnose bald 4 Jahre her.
sighthound
jo, ich werde es anschauen lassen. sie ist ja noch grösser als belle denke ich, nur leichter...;)
Magi
Bei Laila merkt man auch immer mehr Alterserscheinungen und das gibt mir schon bisschen zu denken.
Heute waren wir wirklich seeehr gemütliche 1 1/4 Stunde unterwegs und sie war doch schon nach der Hälfte eine Klette. Auf dem Teer hört man wie sie ihre Krallen und denke ich muss sie doch anfangen zu schneiden. Sie sieht im dunkeln nicht mehr so recht und sie hört manchmal "Gespenster", bellt also einfach grundlos 2-3 Wuffer.
Dafür ist sie im Gehorsam einfach ein Engel, während sie vor 6-8 Monate doch gern mal auf Durchzug geschalten hat.
Heute waren wir wirklich seeehr gemütliche 1 1/4 Stunde unterwegs und sie war doch schon nach der Hälfte eine Klette. Auf dem Teer hört man wie sie ihre Krallen und denke ich muss sie doch anfangen zu schneiden. Sie sieht im dunkeln nicht mehr so recht und sie hört manchmal "Gespenster", bellt also einfach grundlos 2-3 Wuffer.
Dafür ist sie im Gehorsam einfach ein Engel, während sie vor 6-8 Monate doch gern mal auf Durchzug geschalten hat.
Guest
jo, ich werde es anschauen lassen. sie ist ja noch grösser als belle denke ich, nur leichter... ;)Und wahrscheinlich genauso zäh.....
sighthound
ja sehr zäh... im gegensatz zum dawnie muusi... die war sicher im ersten leben ein mann...lach
1× hilfreich
jessy
Luna hat wohl immer mehr Mühe mit dem Sehen im Dunkeln; sie jagt mir Draussen mittlerweile zeitweise die eigenen Katzen. Also vorallem, wenn eine urplötzlich an ihr vorbeiflitzt und sie dann wohl nur etwas Schwarzes sieht, sehr schwierig.
Auch im Haus schnappt sie mir abends mehr danach - ich versuch jetzt irgendwie, die Katzen von ihr fern zu halten. Ist halt vorallem, wenn sie döst oder schläft und vorallem Thiemo dann mit ihr schmusen möchte.
Ist echt schwierig. Wenn sie mir nämlich eine Katze mal wirklich böse beisst, dann habe ich Angst vor meiner Entscheidung.
Auch im Haus schnappt sie mir abends mehr danach - ich versuch jetzt irgendwie, die Katzen von ihr fern zu halten. Ist halt vorallem, wenn sie döst oder schläft und vorallem Thiemo dann mit ihr schmusen möchte.
Ist echt schwierig. Wenn sie mir nämlich eine Katze mal wirklich böse beisst, dann habe ich Angst vor meiner Entscheidung.
Magi
Was gibt dir das Gefühl, Luna würde sie wirklich bös packen und nicht nur abschnappen?
Musstest du da allgemein schon immer ein Auge drauf halten?
Musstest du da allgemein schon immer ein Auge drauf halten?
jessy
Ich weiss es nicht, ist halt immer noch ein Hund und je nach Situation schnappt sie mehrmals.
Wirklich achten mussten wir uns bisher nicht. Sie schnappt schon seit je her nach den Katzen, wenn sie im Schlaf aus Liebe angerempelt wird und erschrickt. Das mehrt sich nun halt merklich und da sie auch immer wieder alleine zu Hause ist, macht man sich halt seine Gedanken.
Wirklich achten mussten wir uns bisher nicht. Sie schnappt schon seit je her nach den Katzen, wenn sie im Schlaf aus Liebe angerempelt wird und erschrickt. Das mehrt sich nun halt merklich und da sie auch immer wieder alleine zu Hause ist, macht man sich halt seine Gedanken.
Yve
jessy
Ohje, das mag ich mir aber noch nicht eingestehen.. ich schiebs noch als "sie hat bloss nicht mehr so guten gehorsam" vor mir her.
Meinst du, weil sie die Katze mit gutem Gehör beim Dösen hören würde ?
Meinst du, weil sie die Katze mit gutem Gehör beim Dösen hören würde ?
Yve
Ähm, so ähnlich...bei Yella ist mir damals aufgefallen, dass sie vermehrt wegen den Katzen erschrack, weil sie diese nicht mehr hörte oder wahrgenommen hat. Yella hat zwar nie geschnappt, aber erschrack manchmal, wenn eine Katze auf sie drauftrampelte, um mit ihr das Bett zu teilen. Teilweise schien es mir auch, dass Yella deutlich tiefer schlief als früher,was bestimmt auch zu diesem Erschrecken beitrug. (Yella verlor zuerst das Gehör - schuld waren Ohrentropfen zusammen mit nicht sichtbaren Trommelfellschäden, später schwand auch das Sehvermögen...und noch etwas später kam dann eine leichte Desorientierung hinzu. Erstaunlicherweise arrangierte sich Yella geschickt mit diesen Handicaps, so dass es nur uns Angehörigen teilweise auffiel.)
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