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Welpenschule, ja oder nein?

26 Antworten3'222 AufrufeGestartet von Yasodhara ·

sighthound
#21
@frau D.: ich kenne das andere beispiel: der einzige rüde in dawn wurf brach sich mit 4 wochen den mittelfussknochen und die heilung mit gips, wassertherapie etc. gestaltete sich sehr schwierig, dann hatte er dort keine muskeln mehr... kurz und gut: er konnte nicht zu seinem neuen frauchen ziehen und blieb vorerst bei der züchterin. dort hatte er nur die gesellschaft anderer barsois. fremde hunde lernte er nicht kenne, da er aufgrund seines fusses keine welpengruppe besuchen konnte. spaziergänge finden dort, wenn überhaupt an der leine statt und nicht mit kontakt zu artgenossen. letzten november vor einem jahr dann (er wurde im märz 2009 geboren) konnte er endlich zu einem neuen frauchen ziehen. und diese hielt sich immer schon barsois und lässt sie auch frei laufen. was passierte nun? sobal er einen hund sah, egal wie weit, egal was dazwischen war, war er weg. er wurde deshalb sogar angefahren. dass dann eine schlepp nötig gewesen wäre etc. ist klar aber ein anderes thema. heute lebt er seit 1.5 jahren dort, sie reisen viel, machen sonst viel und er ist problemlos bis auf eines: hundesichtung. sie kriegen es nicht hin, dass er ein normales verhältnis zu andern hunden hat. er flippt aus wenn er welche sieht und lässt sich partout nicht mehr abrufen. es ist ihm auch wurscht wenn andere hunde ihn gar nicht wollen und ihn anschnauzen. er hat nie gelernt, sich dan zurück zu nehmen. sicher der einzige barsoi, den man problemlos 10 m vor dem reh abrufen kann aber keine 200 m in sichtweiter von andern hunden... die besitzerin wünschte, er hätte es mal als welpe lernen können...

ich denke, es kann beides falsch und beides richtig sein. meine hunde haben ein gesundes interesse an andern hunden, finde ich. jendayi interessiert sich nicht dafür, dawn interessiert sich dafür wenn der andere sich lebhaft benimmt und rennen will und nastassja interessiert sich vor allem dafür wenn es ein hübscher, intakter rüde , jedoch nicht aufdringlich , ist. alle drei kann ich aber jederzeit vor andern hunden abrufen.

Anne
#22
Findus, ich würde deine Meinung zum Thema sehr gern lesen! Kannst du die PN oder zumindest deine Meinung öffentlich machen? :)

Bebbina
#23
Kann nur von uns selbst reden: Für uns, Hund wie Besitzer, war es wirklich eine sehr gute Sache. Nach der Spiellektion gab es auch immer noch eine Fragerunde während die Hundis schliefen :-) Unsere Hündin hatte zu Beginn auch Angst vor anderen, erwachsenen Hunden. Das hat sich mit den Welpenstunden sofort gelegt. Wir sind zwar Ersthundehalter, trotzdem würde ich auch mit einem neuen Welpen wieder in eine Spielgruppe. Die Welpenspielstunde die wir besuchten war beim Ehepaar Hertig in Reinach BL. Würde sie sofort weiterempfehlen, leider haben sie aufgehört.

inhii
#24
ohhh, das ist immer so eine Frage.

Ich habe/hatte insgesamt 3 Eurasier.. bei jedem wars anders...wobei alle als Welpe schon kontakt zu eigenen erwachsenen Hunde/also Rudel hatten.

1. Hündin, keine Welpenschule. Sehr sozial und korrekt zu anderen Hunden später. Egal ob klein oder gross usw.

Diuni: Welpenschule gemacht, leider eine schlechte wie ich es heute weiss aber eben es ist zu spät. Dort war 90% einfach Welpis spielen lassen und auch machen lassen. Diuni kam viel drunter, sitzte nur noch in Ecklein, musste sogar sich zur Not verteidigen mit um sich packen, selber durfte man seinen Welpen weder anfassen noch Schutz bieten.. :wall: wie konnte ich nur so doof sein dazumal aber man glaub ja alles was die lieben Hundetrainer so sagen, es wird ja wohl richtig sein... Also Diuni wurde total unterdrückt und war so schon eine schüchterne...

Pyri: Wollte zuerst keine machen, aber dann habe ich ein ,,privaten,, Hundetrainer gefunden, ging eine Lektion zuschauen und genau so stelle ich mir eine ,,gute,, Welpenschule vor. Man macht Bindungsübungen, kleine Übungen und Spiele mit Besitzer, Untergründe usw. usw. gespielt wurde nur am Schluss wenn der ,,Pfuff,, der Hunde draussen war und das nur für 5min. und das alles sehr kontrolliert. Pyri war als Welpe schon sehr selbstsicher und hatte mit anderen Welpen überhaupt keine Probleme...

So in dem Stil würde ich jeder Zeit wieder eine besuchen aber auf Diuni's Erlebnis kann ich echt verzichten- dann eben lieber gar keine Welpenschule.

Bei SH Beispiel mit dem Welpen und dem Bein... das ist natürlich ein Extremfall und das sie den Welpen abgeschirmt hat vor anderen Rassen/Mischlingen ist natürlich echt falsch... Man hätte ihn ja mit ruhigen Hunden trotzdem Kontakt aufnehmen lassen können. So dass der Kleine nicht springt...

shira
#25
Bei der Welpengruppe kommt es sehr darauf an wie sie geführt werden. Ich halte nichts von Welpengruppen die alle Hunde zusammen freilassen und die ganze Stunde über spielen lassen.

Bei uns in der Hundeschule machen wir es so, dass wir jeweils 2 Welpen welche gut harmonieren in einem separaten Teil des Platzes spielen lassen. Die anderen Welpen werden von einer 2. Trainerin betreut und lernen erste Grunderziehungssachen wie Leine laufen, Sitz und Platz usw. natürlich kommt auch die Entspannung nicht zu kurz denn so ein kleiner soll auch lernen dass auf dem Hundeplatz nicht immer Action ist. Denn sonst ist die Erregungslage sehr schnell extrem hoch und die Hunde können sich nicht mehr konzentrieren.



Liebe Grüsse



Manu

Frau_D.
#26
So... ich muss diesen Thread noch einmal ausgraben, weil ich meine Meinung optimiert habe. :D

Was ich jetzt weiss, ist, dass die Welpenschule, in der ich mit Anti war, einfach schlecht war. Mit Ixy gehe ich in eine andere Welpenschule und gewinne - nach einigen Vorbehalten - immer mehr Eindrücke, die mich meine Meinung so umformulieren lassen:

Es braucht eine wirklich gute Hundeschule mit wirklich klugen Trainingspersonen, um eine gute Welpenschule zu organisieren, die jedem (!) Welpen gerecht wird. Dazu braucht es dann noch einen aufmerksamenn Hundehalter - und dann kann der Hundehalter von dieser Erfahrung wirklich profitieren, weil er seinen Hund so gut kennenlernen kann und deutlicher wird, welche Erziehung es benötigt und welche 'Schwachstellen' der Hund hat.

Einzig fürchte ich, dass es einem Ersthundebesitzer unmöglich ist zu erkennen, welche Welpenschule gut ist. Und sich auf die Empfehlungen anderer verlassen? In 99% der Fälle werden auch die ca. alle zehn Jahre einen Welpen grossziehen... Wie viel Ahnung können die schon haben?

Ich sehe in meiner Welpenschule Leute, die den dritten Hund haben und nicht mal eine vernünftige Reihenfolge der Handlungen beim Abruf hinbekommen (Ruf, Ranlocken, am Halsband / Geschirr nehmen, Lecker geben und dabei loben... Stattdessen: Rufen, Lecker aus ausgestrecktem Arm geben und immer noch loben, wenn der Welpe abzischt, während die Trainer im Chor rufen: "Raaaanlocken! Haaaalsband nehmen!"). Ein Graus, wenn ich mir vorstelle, dass darüber erst geredet wird, wenn der Hund fast einjährig ist und den SKN machen muss. Für Hund und Halter.

Aris2010
#27
[QUOTE='Anne]Ich persönlich finde Welpengruppen etwas wichtiges und würde selber auf jeden Fall eine Welpengruppe besuchen. Es ist aber schon so, dass es dabei bessere und schlechtere geben kann, und man sich auch viel verbaut, wenn der Hund dann in so einer "schlechteren" eine ganz doofe Erfahrung macht. Was in dem Alter gelernt wird, bleibt tief verwurzelt, das ist schön, weil wir es für eine gelungene Umweltgewöhnung nutzen können, aber es ist eben auch schwierig, weil eine blöde Situation mitunter reicht, um dem Hund ein ernsthaftes Problem einzubrocken. ABER: Es ist einfach so, dass Hunde lernen müssen, was sie an "Sprache" mit anderen Hunden so zur Verfügung haben, sie müssen merken, dass es verschiedene Rassen gibt, verschiedene Grössen, verschiedene Charaktere. Wenn man das Zuhause bieten kann, weil viele Hunde vorhanden sind im Bekanntenkreis / auf der täglichen Runde, ist das sehr schön, für viele ist das aber nicht so. Ich finde Welpenstunde absolut sinnvoll.

Für mich wäre eine reine WelpenSPIELgruppe ein No-Go. In der Welpenschule sollte es in erster Linie darum gehen, dass der Hund lernt, seinem Menschen zu vertrauen, um Bindungsarbeit und Vertrauen. Es sollte meiner Meinung nach nicht so sein, dass die Welpen etwas rumtollen und dabei halt die Geräte erkunden (im Spiel "erkunden" die Welpen Geräte sowieso nicht konzentriert und aufmerksam, sie realisieren vielleicht nicht einmal, dass sie jetzt über verschiedene Böden gerannt, in einen Bällchenpool gehüpft und über einen Blumentopf gestolpert sind), sondern dass der Mensch kontrolliert mit dem Welpen an verschiedene Dinge herangeht und ihm zeigt, zum Beispiel eben, verschiedene Untergründe, Wackelbrett, Flatterbänder etc pp, Dinge, die später im Alltag dann ohne Wenn und Aber einfach funktionieren sollen.

Sozialspiel soll natürlich auch dazugehören, dann aber bitte ein gut überwachtes in kleinen Gruppen. Mobbing sollte sofort unterbunden werden, stark kontrollierende Hunde sollten in dieser Kontrolle unterbrochen werden.. kurzum, es gehört eine sehr sachverständige Person in dieses Welpengärtchen, die auch wirklich eingreift, merkt, was man laufen lassen kann und was nicht.

Auch erste Gehorsamsübungen können für mich schon absolut dazugehören, mal ein Sitz, auf jeden Fall Abruf, und auch das Leinenlaufen. Es ist auch eine sehr wertvolle Lektion für den kleinen Hund, dass nicht JEDER Hund Spiel bedeutet, sondern dass man auch auf den Menschen konzentriert arbeiten kann, wenn andere Hunde links und rechts sitzen.

Ich würd mir verschiedene Welpenschulen in deiner Umgebung ansehen, jetzt schon, bevor der Hund bei dir ist, am besten mit einer zweiten, wenn möglich hundekundigen Person, schauen wie die Stunden aufgebaut sind, was für Tips gegeben werden, wie gut auf die Kleinen geachtet wird, wie ernst sie genommen werden (eine "Jöööö, hör mal, das süüüüüsse Knurren!" Gruppe kannst du vergessen), und wie wohl du dich da fühlst.
[/QUOTE]Genau so sollte es sein, manchmal wird dass nicht einmal als Welpenspielgruppe genannt, weil eigentlich ist es keine Spielgruppe! Auch ein Welpe kann schon viel lernen, dies zu bedenken finde ich am wichtigsten.

viel spass und freude mit deinem Kleinen

Aris2010

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