... und plötzlich will er nicht mehr spazieren gehen ???
46 Antworten4'572 AufrufeGestartet von Capriasca ·
CapriascaThemenstart
Liebe fories
Seit rund 3 Wochen ist der kleine Clooney nun bei uns und ich habe das Gefühl, es fühlt sich pudelwohl in unserer Familie. Er hat sich wunderbar in unseren Alltag integriert, er ist aufgestellt, frisst (endlich) mit Lust und Wonne - soweit also ein echt lieber Schatz! Inzwischen waren wir bereits zum 3. mal in der Welpenstunde; bis anhin im Einzelunterricht mit kurzen Sequenzen zu Zweit (also ein Welpe mit dabei). Dort lern(t)en wir vorallem den Abruf; sprich: ich lasse ihn mit der Schleppleine zurück, gehe ein Stück weit voraus und rufe ihn zu mir. Das klappt im Grossen und Ganzen eigentlich recht gut - nur: mein Kleiner hat irgendwie Angst, wenn er alleine auf weiter Flur steht :crying: . Er beginnt dann zu zittern und möchte am liebsten zurück zum Auto in seine wohlvertraute Box. Die Hundetrainerin macht es jedesmal super; sie hilft mir, ihn aus dieser Angst heraus zu holen und ihm die Welpenstunde wieder schmackhaft zu machen ...
Nun: seit dem letzten Training hat er plötzlich Angst, wenn ich mit ihm zum Spazieren gehen will. Er weigert sich zu gehen; er bleibt stehen und dreht sich um Richtung Haus. Die Hundetrainerin hat mir empfohlen, ein paar mal auf dem Hundesportplatz-Gelände zu spazieren, damit er mit dieser Gegend vertraut wird und somit seine Angst verliert. Gestern war ich dann mit ihm wieder dort, aber ich kam keinen Schritt weiter - Clooney bleibt stehen und weigert sich, auch nur 1 Schrittchen mit mir mit zu laufen ?( !!! Vorhin ging ich mit ihm gleich neben unserem Haus spazieren, einen Weg, den er inzwischen ja mehr als nur gut kennt - aber er will nach Hause !!!
Was ist da wohl schief gelaufen bei ihm? Vor was mag er nur Angst haben? Setze ich ihn - unbewusst - unter Druck? Kennt ihr solches Verhalten auch? Ich wäre echt dankbar um ein paar wertvolle Tipps und Antworten, der Kleine tut mir langsam richtig leid ...
Vielen Dank im voraus fürs Lesen und für Eure eventuellen Erfahrungsberichte :up
Seit rund 3 Wochen ist der kleine Clooney nun bei uns und ich habe das Gefühl, es fühlt sich pudelwohl in unserer Familie. Er hat sich wunderbar in unseren Alltag integriert, er ist aufgestellt, frisst (endlich) mit Lust und Wonne - soweit also ein echt lieber Schatz! Inzwischen waren wir bereits zum 3. mal in der Welpenstunde; bis anhin im Einzelunterricht mit kurzen Sequenzen zu Zweit (also ein Welpe mit dabei). Dort lern(t)en wir vorallem den Abruf; sprich: ich lasse ihn mit der Schleppleine zurück, gehe ein Stück weit voraus und rufe ihn zu mir. Das klappt im Grossen und Ganzen eigentlich recht gut - nur: mein Kleiner hat irgendwie Angst, wenn er alleine auf weiter Flur steht :crying: . Er beginnt dann zu zittern und möchte am liebsten zurück zum Auto in seine wohlvertraute Box. Die Hundetrainerin macht es jedesmal super; sie hilft mir, ihn aus dieser Angst heraus zu holen und ihm die Welpenstunde wieder schmackhaft zu machen ...
Nun: seit dem letzten Training hat er plötzlich Angst, wenn ich mit ihm zum Spazieren gehen will. Er weigert sich zu gehen; er bleibt stehen und dreht sich um Richtung Haus. Die Hundetrainerin hat mir empfohlen, ein paar mal auf dem Hundesportplatz-Gelände zu spazieren, damit er mit dieser Gegend vertraut wird und somit seine Angst verliert. Gestern war ich dann mit ihm wieder dort, aber ich kam keinen Schritt weiter - Clooney bleibt stehen und weigert sich, auch nur 1 Schrittchen mit mir mit zu laufen ?( !!! Vorhin ging ich mit ihm gleich neben unserem Haus spazieren, einen Weg, den er inzwischen ja mehr als nur gut kennt - aber er will nach Hause !!!
Was ist da wohl schief gelaufen bei ihm? Vor was mag er nur Angst haben? Setze ich ihn - unbewusst - unter Druck? Kennt ihr solches Verhalten auch? Ich wäre echt dankbar um ein paar wertvolle Tipps und Antworten, der Kleine tut mir langsam richtig leid ...
Vielen Dank im voraus fürs Lesen und für Eure eventuellen Erfahrungsberichte :up
Lina
Kenn ein ähnliches Problem bei unserem Ferienhund. Sie ist ein enorm unsicherer, zappeliger Hund und kennt das Spazieren nicht so ganz... Sie kommt meist bis zum Gartentor, dann bockt sie und wehrt sich mit all ihren Mitteln. Ich ignoriere ihr Verhalten und schleppe sie einfach mit und siehe da, meist geht's dann schon nach wenigen Metern..Gott sei dank bin ich sturer als sie ;-) Bei ihr funktioniert's, bei deinem kleinen Baby würd ich diese Methode jetzt wohl eher nicht anwenden.. :)
Vielleicht hilft es, wenn du sie ausnahmsweise trägst und ihr die Umgebung so etwas näher bringst? Oder hast du es schon mit Guddeli legen versucht?..
Vielleicht hilft es, wenn du sie ausnahmsweise trägst und ihr die Umgebung so etwas näher bringst? Oder hast du es schon mit Guddeli legen versucht?..
nati
hallo
mich irritiert etwas die Art und Weise wie ihr das Abrufen übt. Könnte mir gut vorstellen, dass Dein Hund darum nicht mehr mitkommen möchte, weil er denkt, jetzt geht sie dann gleich wieder weg von mir....
Ich hoffe Deine Hundetrainerin hat Dich auch über die verschiedenen Angstphasen beim Hund informiert, gut möglich, dass Dein Cloony gerade eine solche durchmacht.
Ich würde Dir raten, dass Du momentan NICHT vom Hund weg läufst.
Geht er dann mit Dir wenigstens nach draussen? macht vielleicht ein zwei Schritte? dann wäre die passende Belohnung, dass DU mit ihm wieder ins Haus gehst.
Habt ihr einen Garten, den er frei benutzen darf um sein Geschäft zu verrichten? wie verhält er sich da?
Zeigt er das gleiche Verhalten ob Du aus dem Haus gehst oder ob ihr mit dem Auto irgendwohin fahrt?
eine weiter Möglichkeit wäre es, dass Du mit ihm an einenOrt fährst, wo Du Dich gemütlich niederlassen kannst (sitz auf eine Bank oder eine Decke) und bleib vorläufig dort. Beginne dann mal auf zu stehen wenige Schritte in die eine oder andere Richtung zu machen und dann wieder hinsetzten. Falls Dein Hund dann irgendwohin will, gehst Du einfach mit. Alles an der Schleppleine natürlich.
Viel Erfolg
Nati
mich irritiert etwas die Art und Weise wie ihr das Abrufen übt. Könnte mir gut vorstellen, dass Dein Hund darum nicht mehr mitkommen möchte, weil er denkt, jetzt geht sie dann gleich wieder weg von mir....
Ich hoffe Deine Hundetrainerin hat Dich auch über die verschiedenen Angstphasen beim Hund informiert, gut möglich, dass Dein Cloony gerade eine solche durchmacht.
Ich würde Dir raten, dass Du momentan NICHT vom Hund weg läufst.
Geht er dann mit Dir wenigstens nach draussen? macht vielleicht ein zwei Schritte? dann wäre die passende Belohnung, dass DU mit ihm wieder ins Haus gehst.
Habt ihr einen Garten, den er frei benutzen darf um sein Geschäft zu verrichten? wie verhält er sich da?
Zeigt er das gleiche Verhalten ob Du aus dem Haus gehst oder ob ihr mit dem Auto irgendwohin fahrt?
eine weiter Möglichkeit wäre es, dass Du mit ihm an einenOrt fährst, wo Du Dich gemütlich niederlassen kannst (sitz auf eine Bank oder eine Decke) und bleib vorläufig dort. Beginne dann mal auf zu stehen wenige Schritte in die eine oder andere Richtung zu machen und dann wieder hinsetzten. Falls Dein Hund dann irgendwohin will, gehst Du einfach mit. Alles an der Schleppleine natürlich.
Viel Erfolg
Nati
Capriasca
@Nati, vielen Dank für Deinen Tipp ! Ich muss hier vielleicht noch erwähnen, dass für mich das LOSLASSEN auch nicht ganz einfach ist. Clooney's grosser Bruder ist mit knapp 1-jährig unters Auto gekommen und gestorben. Er durfte ohne Leine laufen, sah eine Katze, rannte ihr nach und dann ist's passiert :( . Irgendwie hockt mir die Angst im Nacken, dass dies Clooney auch geschehen könnte. Beim ersten Abruf-Training gingen die Hundetrainerin und ich in den nahegelegenen Wald. Clooney war total überfordert mit der Situation (er bekam vor lauter Angst sogar Durchfall). Wir brachen damals die Übung sofort ab und fuhren zu mir nach Hause, um das Abrufen mit Clooney in unserem Garten zu üben. Er weigerte sich jedoch, noch weiter zu üben ...
Beim zweiten Mal fuhren wir dann an einen andern Ort; auf den offiziellen Hundetrainings-Platz. Dort klappte das Abrufen schon sehr viel besser als damals im Wald; ich hab' dazwischen fleissig mit ihm geübt und es klappte eigentlich recht gut.
Das mit den verschiedenen Angstphasen könnte natürlich sein, davon hat mir die Trainerin nichts erzählt ?( !
Wenn er zu Hause im Garten sein darf, sprintet er fröhlich herum. Eigentlich wollte ich nicht, dass er den Garten zum Versäubern benutzt, inwzischen habe ich meine Meinung diesbezüglich geändert und lasse ihn - da er ja Angst hat zum Spazieren - dort versäubern. Das klappt wunderbar, da fühlt er sich inzwischen auch wohl und geborgen ...
Übrigens: ob wir zum Spazieren mit dem Auto wegfahren oder gleich zu Fuss aus dem Haus gehen, spielt keine Rolle. Er weigert sich in jedem Falle ...
@Lina, nein - zerren will ich ihn tatsächlich nicht. Die Guddies nehme ich immer mit, aber er mag die draussen gar nicht essen ?(
Beim zweiten Mal fuhren wir dann an einen andern Ort; auf den offiziellen Hundetrainings-Platz. Dort klappte das Abrufen schon sehr viel besser als damals im Wald; ich hab' dazwischen fleissig mit ihm geübt und es klappte eigentlich recht gut.
Das mit den verschiedenen Angstphasen könnte natürlich sein, davon hat mir die Trainerin nichts erzählt ?( !
Wenn er zu Hause im Garten sein darf, sprintet er fröhlich herum. Eigentlich wollte ich nicht, dass er den Garten zum Versäubern benutzt, inwzischen habe ich meine Meinung diesbezüglich geändert und lasse ihn - da er ja Angst hat zum Spazieren - dort versäubern. Das klappt wunderbar, da fühlt er sich inzwischen auch wohl und geborgen ...
Übrigens: ob wir zum Spazieren mit dem Auto wegfahren oder gleich zu Fuss aus dem Haus gehen, spielt keine Rolle. Er weigert sich in jedem Falle ...
@Lina, nein - zerren will ich ihn tatsächlich nicht. Die Guddies nehme ich immer mit, aber er mag die draussen gar nicht essen ?(
dsire
Ich denke Clooney gerät hier in typische Angstphasen eines Welpen. Versuche ih da heraus zu holen. Du hast geschrieben das deine HT das ganz toll gemacht hat, dann mach es genau so. Zeig deinem kleinen auch etwas mehr von der Welt. Da wo ihr in den Wald sind und das Training abgebrochen habt weil er Angst hatte- hat er noch nie einen Wald gesehen?
Capriasca
@dsire, vielen Dank für Dein statement ... Aus der Angst heraus holen ist seit ungefähr 3 Tagen fast nicht mehr möglich. Die HT hat mir erklärt, ich dürfe den Kleinen ruhig zwischendurch auf den Arm nehmen und ihm so Wärme und Geborgenheit vermitteln. Das habe ich mit ihm dann auch jeweils gemacht: ihn auf den Arm genommen, nichts gesprochen, nicht gestreichelt sondern einfach nur gehalten und gewartet, bis er wieder ruhig war. Das hat gut funktioniert und wir konnten jeweils wieder weiter arbeiten. Seit ca 3 Tagen will auch das nicht mehr klappen, er kann irgendwie nicht richtig runter fahren ..??? Im erwähnten Wald waren wir vorab sicher 2 - 3 mal, aber halt immer mit der Leine ...
Ich habe mal ein bisschen nach den erwähnten Angstphasen im Netz gestöbert, bin aber noch nicht richtig fündig geworden. Aber ich suche weiter; ich denke, Clooney ist wirklich mitten drin in dieser Phase ...
Ich habe mal ein bisschen nach den erwähnten Angstphasen im Netz gestöbert, bin aber noch nicht richtig fündig geworden. Aber ich suche weiter; ich denke, Clooney ist wirklich mitten drin in dieser Phase ...
nati
Warum sprichst Du den nicht mit ihm oder streichelst ihn, wenn Du ihn auf den Arm nimmst?
Lass Dir und ihm einfach viel Zeit um die Umwelt zu erleben!
Wie Du schreibst ist er ja draussen derart gestresst, dass er nicht mal frisst...
Würde Dur auch Entspannungsübungen ( de findest Du hier oder im www auch viel unter konditionierte Entspannung) empfehlen
Lass Dir und ihm einfach viel Zeit um die Umwelt zu erleben!
Wie Du schreibst ist er ja draussen derart gestresst, dass er nicht mal frisst...
Würde Dur auch Entspannungsübungen ( de findest Du hier oder im www auch viel unter konditionierte Entspannung) empfehlen
Frau_D.
Wie alt ist Clooney jetzt? Ich frage mich nur, weil... Zuhause, Garten, Trainingsplatz, Wald? Finde ich alles sehr viel für einen kleinen, unsicheren Welpen, oder? Ixy fand schon die Welpenschule scheisse - hier hat es ihr völlig ausgereicht, die immer gleichen Runden zu drehen und sich voll darauf zu konzentrieren, dieses Terrain kennenzulernen. Bei Anti war es ähnlich, auch wenn er viel offener und mutiger war.
Beim Abruftraining in der Welpenschule ist Ixy anfangs fast durchgedreht. Schon nach wenigen Schritten musste ich anhalten, weil es sonst zu viel gewesen wäre. Und selbst so wollte sie sich beim zweiten Mal nicht von der Hundetrainerin halten lassen.
Vom ersten Lesen würde ich im ersten Impuls auf Überforderung tippen - kann das sein? Dann würde ich alles soweit wie möglich zurückfahren und das Rausgehen neu und angstfrei aufbauen. Zwei Schritte raus, gleich wieder rein. Zwei Schritte raus, ein paar Minuten rumsitzen, Boden abfummeln, alles interessant finden, wieder rein. usw. Auch in einer Angstphase kann das der richtige Weg sein, um die Phase zu überwinden.
Beim Abruftraining in der Welpenschule ist Ixy anfangs fast durchgedreht. Schon nach wenigen Schritten musste ich anhalten, weil es sonst zu viel gewesen wäre. Und selbst so wollte sie sich beim zweiten Mal nicht von der Hundetrainerin halten lassen.
Vom ersten Lesen würde ich im ersten Impuls auf Überforderung tippen - kann das sein? Dann würde ich alles soweit wie möglich zurückfahren und das Rausgehen neu und angstfrei aufbauen. Zwei Schritte raus, gleich wieder rein. Zwei Schritte raus, ein paar Minuten rumsitzen, Boden abfummeln, alles interessant finden, wieder rein. usw. Auch in einer Angstphase kann das der richtige Weg sein, um die Phase zu überwinden.
Capriasca
@nati, wenn ich mit ihm rede im Sinne von "isch scho guet ..." bestätige ich ihn ja in seiner Angst..? Deshalb nehme ich ihn einfach zu mir und vermittle ihm Wärme, Geborgenheit, Sicherheit ... Nach den Entspannungsübungen werde ich nachher mal suchen; tönt gut und ich denke, es würde Clooney und mir gut tun!
@Frau_D, Clooney wird am Mittwoch 15 Wochen alt. Wegen dem "zu viel": ist es denn nicht so, dass man in den ersten 16 Lebenswochen dem Welpen möglichst viel von "der Welt" zeigen sollte? Tief im Innern hab' ich nämlich schon das Gefühl, das Alles sei eine Überforderung für den Kleinen - er ist ja auch erst seit rund 3 Wochen bei mir und muss sich ja erst einmal mit mir / bei mir ganz sicher fühlen ...
Deine Erfahrungsberichte mit Ixy und Anti haben mich sehr beruhigt; ich dachte echt, es liege zu 100 % an mir :ugly: . Ich werde Clooney's Programm demfall ab sofort auf ein Minimum zurück schrauben und dann gaaaaaanz langsam wieder steigern.
@Frau_D, Clooney wird am Mittwoch 15 Wochen alt. Wegen dem "zu viel": ist es denn nicht so, dass man in den ersten 16 Lebenswochen dem Welpen möglichst viel von "der Welt" zeigen sollte? Tief im Innern hab' ich nämlich schon das Gefühl, das Alles sei eine Überforderung für den Kleinen - er ist ja auch erst seit rund 3 Wochen bei mir und muss sich ja erst einmal mit mir / bei mir ganz sicher fühlen ...
Deine Erfahrungsberichte mit Ixy und Anti haben mich sehr beruhigt; ich dachte echt, es liege zu 100 % an mir :ugly: . Ich werde Clooney's Programm demfall ab sofort auf ein Minimum zurück schrauben und dann gaaaaaanz langsam wieder steigern.
labinchen
Da ich weder dich noch deine Trainerin noch die Rasse deines Hundes kenne, kann ich nur zu Folgendem etwas schreiben:
Da nehme ich sie halt auf den Arm, entferne mich vom Haus und lasse sie die kurze Distanz nach Hause spazieren. So wird die Umgebung auch langsam vertraut.
Das Zuhause, sein Nest, bedeutet ihm halt wirklich die Welt: Wärme, Futter, Geborgenheit, Vertrautheit ... All das findet im neuen Zuhause statt.
Draussen braucht er dich als gelassene, souveräne, ruhige, unaufgeregte Begleiterin. Versuche, dies nicht nur auszustrahlen sondern auch wirklich zu sein.
... Nun: seit dem letzten Training hat er plötzlich Angst, wenn ich mit ihm zum Spazieren gehen will. Er weigert sich zu gehen; er bleibt stehen und dreht sich um Richtung Haus. Die Hundetrainerin hat mir empfohlen, ein paar mal auf dem Hundesportplatz-Gelände zu spazieren, damit er mit dieser Gegend vertraut wird und somit seine Angst verliert. Gestern war ich dann mit ihm wieder dort, aber ich kam keinen Schritt weiter - Clooney bleibt stehen und weigert sich, auch nur 1 Schrittchen mit mir mit zu laufen ?( !!! Vorhin ging ich mit ihm gleich neben unserem Haus spazieren, einen Weg, den er inzwischen ja mehr als nur gut kennt - aber er will nach Hause !! ...Dass Welpen nicht weg vom Haus wollen, das kenne ich von jedem meiner Welpen.
Da nehme ich sie halt auf den Arm, entferne mich vom Haus und lasse sie die kurze Distanz nach Hause spazieren. So wird die Umgebung auch langsam vertraut.
Das Zuhause, sein Nest, bedeutet ihm halt wirklich die Welt: Wärme, Futter, Geborgenheit, Vertrautheit ... All das findet im neuen Zuhause statt.
Draussen braucht er dich als gelassene, souveräne, ruhige, unaufgeregte Begleiterin. Versuche, dies nicht nur auszustrahlen sondern auch wirklich zu sein.
Dumboline
Mein Trainer sagt ganz oft "wie würdest du es denn mit deinem Kind machen?
...ich bin dann immer im Elend, weil ich nämlich keine Kinder und drum keine Ahnung habe....
Aber du hast doch Kinder wenn ich das richtig im Kopf habe? Sind das Angsthasen geworden oder haben sie ein gesundes Selbstvertrauen entwickelt?
Vielleicht musst du einfach auf deinen gesunden Menschenverstand und vor allem deinen Bauch hören und dann passts. Bei deinen Jungs gibt es sicher auch Situationen, da verstehst du ihre Scheu, Angst oder Hemmungen aber du weisst, da müssen sie jetzt einfach durch und du sorgst dafür, dass ihnen dabei nichts passiert. Da handelst du nach deinem Mutterinstinkt und schaust nicht im Internet nach.
Vielleicht ist das auch ein Ansatz bei deinem Hundebaby?
...ich bin dann immer im Elend, weil ich nämlich keine Kinder und drum keine Ahnung habe....
Aber du hast doch Kinder wenn ich das richtig im Kopf habe? Sind das Angsthasen geworden oder haben sie ein gesundes Selbstvertrauen entwickelt?
Vielleicht musst du einfach auf deinen gesunden Menschenverstand und vor allem deinen Bauch hören und dann passts. Bei deinen Jungs gibt es sicher auch Situationen, da verstehst du ihre Scheu, Angst oder Hemmungen aber du weisst, da müssen sie jetzt einfach durch und du sorgst dafür, dass ihnen dabei nichts passiert. Da handelst du nach deinem Mutterinstinkt und schaust nicht im Internet nach.
Vielleicht ist das auch ein Ansatz bei deinem Hundebaby?
Disthen
Denke nicht, dass eine Angstphase das Grundübel ist, sondern Überforderung. Und wenn ich das lese mit bis 16 Wochen möglichst viel gemacht haben, dann stehen mir die Haare zu Berge. Dies trifft überhaupt nicht zu. Vor allem nicht in diesem Ausmass, wie es dann gedacht wird. Ein Hund kann sein Leben lang lernen und nicht jeder Hund hat den selben Stresspegel. Mein Labi kam mit diversen Fehlprägungen von der Züchterin und war total am Anschlag. Zwei Wochen hat der nur geschlafen und war maximum 10 Minuten zum fressen, spielen, versäubern am Stück wach. Mit dem hab ich gar nix gemacht. Als ich das erste Mal in die Welpenstunde kam, wurde ich nach 10 Minuten nach Hause geschickt, er soll wieder weiterschlafen gehen. Dafür hat er dann mit 18 Wochen da noch mitgemacht und ist trotzdem gross und anständig geworden. Also geb dem Kleinen viiiiel Zeit für alles.
Bei Welpen ist es so, dass sie aus dem natürlichen Instinkt heraus verschiedene Territorienkategorien haben. Da ist die Wurfhöhle, dann das Gebiet um diese herum und dann erst das weitere Gebiet. Eine Hündin baut diese Zonen auch sehr langsam auf und zerrt ihre Jungen nicht quer durchs Zeugs für einen Spaziergang. Sie geht irgendwohin, wo sie was lernen sollen und bleibt dort. Und genau zu dem würde ich dir auch raten. Geh erst Mal in den Garten setzt dich für 10 Minuten (das reicht in dem Alter) auf den Boden und lass den Knirps alles erkunden (hat er auch schon gemacht) und sich austoben. Das muss am Anfang im Garten gemacht werden für den Aufbau. Dann setzt du dich vielleicht in 2-3 Tagen vor das Gartentor und lässt ihn da für 10 Minuten alles anschauen. Gar nicht spazieren. Und so gehst du immer ein Stück weiter, soweit es für den Welpen stimmt. Wenn er dann wieder Stress abgebaut hat und vertrauen in dich und deine Umwelt gefasst hat, dann fährst du mit dem Auto irgendwo auf eine Wiese, setzt dich hin und lässt ihn die Welt erkunden und dann geht ihr wieder. Abruftraining kannst du da super aufbauen und so wird er auch nicht von einer fremden Person festgehalten und du läufst davon (finde ich eh einen schlechten Aufbau). Abruftraining kann man auch wunderbar mit Familienmitgliedern üben. Wir sassen jeweils zu dritt ein Stück auseinander auf der Wiese und riefen Hundi abwechselnd ab. Macht Hund einen riesen Spass und so lernt er Abruf ohne Zwang.
Ich rate dir sehr ab, den Hund auf den Arm zu nehmen. Damit erziehst du ihn bzw. er dich dazu, brauch nur bockig zu tun oder zu zittern und dann nimmt sie mich hoch. Bei einem grossen Hund würde dir die Hundetrainerin dies auch nicht empfehlen. Nähe gibst du ihm, wenn du einfach da bist, dann knie zu ihm nieder und schau mit ihm an, was ihm so Angst macht. Er soll ja lernen, mit dieser Welt aus seiner Perspektive umzugehen und nicht aus deiner!
Bei Welpen ist es so, dass sie aus dem natürlichen Instinkt heraus verschiedene Territorienkategorien haben. Da ist die Wurfhöhle, dann das Gebiet um diese herum und dann erst das weitere Gebiet. Eine Hündin baut diese Zonen auch sehr langsam auf und zerrt ihre Jungen nicht quer durchs Zeugs für einen Spaziergang. Sie geht irgendwohin, wo sie was lernen sollen und bleibt dort. Und genau zu dem würde ich dir auch raten. Geh erst Mal in den Garten setzt dich für 10 Minuten (das reicht in dem Alter) auf den Boden und lass den Knirps alles erkunden (hat er auch schon gemacht) und sich austoben. Das muss am Anfang im Garten gemacht werden für den Aufbau. Dann setzt du dich vielleicht in 2-3 Tagen vor das Gartentor und lässt ihn da für 10 Minuten alles anschauen. Gar nicht spazieren. Und so gehst du immer ein Stück weiter, soweit es für den Welpen stimmt. Wenn er dann wieder Stress abgebaut hat und vertrauen in dich und deine Umwelt gefasst hat, dann fährst du mit dem Auto irgendwo auf eine Wiese, setzt dich hin und lässt ihn die Welt erkunden und dann geht ihr wieder. Abruftraining kannst du da super aufbauen und so wird er auch nicht von einer fremden Person festgehalten und du läufst davon (finde ich eh einen schlechten Aufbau). Abruftraining kann man auch wunderbar mit Familienmitgliedern üben. Wir sassen jeweils zu dritt ein Stück auseinander auf der Wiese und riefen Hundi abwechselnd ab. Macht Hund einen riesen Spass und so lernt er Abruf ohne Zwang.
Ich rate dir sehr ab, den Hund auf den Arm zu nehmen. Damit erziehst du ihn bzw. er dich dazu, brauch nur bockig zu tun oder zu zittern und dann nimmt sie mich hoch. Bei einem grossen Hund würde dir die Hundetrainerin dies auch nicht empfehlen. Nähe gibst du ihm, wenn du einfach da bist, dann knie zu ihm nieder und schau mit ihm an, was ihm so Angst macht. Er soll ja lernen, mit dieser Welt aus seiner Perspektive umzugehen und nicht aus deiner!
Capriasca
@labinchen, das mit dem "wegtragen" und nach Hause gehen lassen habe ich in den letzten Tagen automatisch gemacht/machen müssen. Der kleine Kerl kennt den Heimweg sehr gut; da geht es im gestreckten Galopp Richtung Haustüre :D . Aber hast schon Recht: vielleicht strahle ich nicht wirklich DIE Gelassenheit aus - ich erwarte wohl einfach zu viel von Clooney und von mir *shame* ...
@Dumboline, beim ersten Kind war ich ein völliger Angsthase und musste das Loslassen auch gewaltig lernen. Mit den Zwillingen kam in bezug auf Kindererziehung die Gelassenheit gleich mitgeliefert: die Beiden lehrten mich, dass man das Leben auch lockerer anpacken kann :ugly: . Sie sind sehr mutig, sie klettern auf Bäume und kraxeln überall rum - und ich lasse sie machen. Der Erste ist noch jetzt eher ein Vorsichtiger; ich hab' ihm als Kleinkind schlicht zu wenig zugetraut :grumpy: ...
@Dumboline, beim ersten Kind war ich ein völliger Angsthase und musste das Loslassen auch gewaltig lernen. Mit den Zwillingen kam in bezug auf Kindererziehung die Gelassenheit gleich mitgeliefert: die Beiden lehrten mich, dass man das Leben auch lockerer anpacken kann :ugly: . Sie sind sehr mutig, sie klettern auf Bäume und kraxeln überall rum - und ich lasse sie machen. Der Erste ist noch jetzt eher ein Vorsichtiger; ich hab' ihm als Kleinkind schlicht zu wenig zugetraut :grumpy: ...
Capriasca
@Disthen, hab' tausend Dank für Deinen Beitrag !!! Ich bin so froh, solche Geschichten wie jetzt auch die von Deinem Labrador zu hören ... Ich denke, ich habe mich echt zu sehr unter Druck gesetzt - und somit auch Clooney *armer-Kerl* ... Vielleicht werde ich die nächste(n) Welpenstunde einfach mal ausfallen lassen; ihm und mir wieder ein bisschen Zeit einräumen und langsam wieder "Fuss fassen" auf dem Weg, auf dem wir Beide nämlich schon ganz gut unterwegs waren ...
andi+rudel
hallohabe ich falsch gelsesen? das ist doch noch ein welpe und diese leiden unter grossen ängsten/überforderung wenn sie alleine zurück bleiben müssen. damit meine ich nicht den folgetrieb...der ist in dem alter nicht mehr so stark ausgeprägt.
mich irritiert etwas die Art und Weise wie ihr das Abrufen übt. Könnte mir gut vorstellen, dass Dein Hund darum nicht mehr mitkommen möchte, weil er denkt, jetzt geht sie dann gleich wieder weg von mir....
Ich hoffe Deine Hundetrainerin hat Dich auch über die verschiedenen Angstphasen beim Hund informiert, gut möglich, dass Dein Cloony gerade eine solche durchmacht.
Ich würde Dir raten, dass Du momentan NICHT vom Hund weg läufst.
ich finde das nicht verantwortungsvoll solche übungen in dem alter bereits zu machen. für distanztraining ist er (für mich) noch endeutig zu jung. priorität hat wohl dass er dir vertrauen lernt.. und sicher nicht das gegenteil, dass er dich "verliert".
absolut logisch dass er nicht mehr spazieren will.
Capriasca
Ganz ehrlich: tief im Innern hat dieses Abruftraining für mich auch (noch) nicht gestimmt. Der Kleine tat mir sowas von leid, wie er dort stand und nicht verstand, was wir jetzt von ihm wollten. Er hat es dann mit der Zeit zwar recht gut gemacht - aber eben; war wohl doch etwas früh für meinen Schatz :( ! Mich nervt es, dass ich nicht auf mein Gefühl gehört habe und stattdessen darauf vertrau(t)e, dass die HT es sicher richtig macht ?( ...
dsire
Wenn ich mich bei einer Übung in der HuSchu unwohl fühle und es weder für meinen Hund noch für mich stimmt- dann wechsle ich die HuSchu ;-)
Das kommt schon wieder, keine Sorge :solace:
Das kommt schon wieder, keine Sorge :solace:
andi+rudel
Ganz ehrlich: tief im Innern hat dieses Abruftraining für mich auch (noch) nicht gestimmt. Der Kleine tat mir sowas von leid, wie er dort stand und nicht verstand, was wir jetzt von ihm wollten. Er hat es dann mit der Zeit zwar recht gut gemacht - aber eben; war wohl doch etwas früh für meinen Schatz :( ! Mich nervt es, dass ich nicht auf mein Gefühl gehört habe und stattdessen darauf vertrau(t)e, dass die HT es sicher richtig macht ?( ...ja hör auf dein bauchgefühl und brich so ein training besser erst mal ab..
daraus könnte sich unter umständen echte verlustangst entwickeln und dann habt ihr den salat...
sighthound
meine meinung zum thema "bis dann und dann möglichst viel erlebt und gesehen haben". FALSCH!
ein hund lernt sein leben lang. du hast alle zeit der welt, stresse dich um himmels willen nicht so (und damit deinen hund).
mit 15 wochen hat ein hund eigentlich noch folgetrieb. ich würd leine wegmachen (natürlich an einem ort wo es ungefährlich ist) und einfach mal laufen. kommt er nicht, lockst du ihn indem du zb. action machst (rennen, hüpfen, klatschen...). die meisten welpen können da nicht widerstehen. oder in die hocke gehst, ein quietschi benutzt...
dawn war in gewissen phasen auch ängstlich. ich habe dann angefangen mit dem auto ein stück von zuhause wegzufahren (erst nur ganz wenig, so dass sie die gegend schon kannte) und dann nach hause zu laufen. dort blieb sie dann mit jendayi und ich ging mit der grossen nochmals zurück zum auto und holte es wieder. oder du lässt dich von jemandem fahren.
wenn sie merkte es geht nach hause, taute sie auf. nach einigen tagen meist schon, ist es wieder anders. als erwachsene finde ich es wichtig, stets mal neue wege zu gehen. mit den welpen hielt ich mich an einige wenige rundgänge, so dass es ihnen nicht dauernd fremd vorkam.
ich glaube schlicht auch, dass neben einer angstphase sicher auch etwas überforderung da ist. und ich frage mich, wieso man ein erstes abruftraining im wald macht. erstmal muss es in der sicheren umgebung klappen. im wald können dir lauter unangenehme dinge (vor allem unangenehm für deinen hund) in die quere kommen wie andere hunde, vor allem die tutnixe, gelände das einen welpen noch überfordert, plötzlich laute geräusche, walker oder laut schreiende kinder...
ein hund lernt sein leben lang. du hast alle zeit der welt, stresse dich um himmels willen nicht so (und damit deinen hund).
mit 15 wochen hat ein hund eigentlich noch folgetrieb. ich würd leine wegmachen (natürlich an einem ort wo es ungefährlich ist) und einfach mal laufen. kommt er nicht, lockst du ihn indem du zb. action machst (rennen, hüpfen, klatschen...). die meisten welpen können da nicht widerstehen. oder in die hocke gehst, ein quietschi benutzt...
dawn war in gewissen phasen auch ängstlich. ich habe dann angefangen mit dem auto ein stück von zuhause wegzufahren (erst nur ganz wenig, so dass sie die gegend schon kannte) und dann nach hause zu laufen. dort blieb sie dann mit jendayi und ich ging mit der grossen nochmals zurück zum auto und holte es wieder. oder du lässt dich von jemandem fahren.
wenn sie merkte es geht nach hause, taute sie auf. nach einigen tagen meist schon, ist es wieder anders. als erwachsene finde ich es wichtig, stets mal neue wege zu gehen. mit den welpen hielt ich mich an einige wenige rundgänge, so dass es ihnen nicht dauernd fremd vorkam.
ich glaube schlicht auch, dass neben einer angstphase sicher auch etwas überforderung da ist. und ich frage mich, wieso man ein erstes abruftraining im wald macht. erstmal muss es in der sicheren umgebung klappen. im wald können dir lauter unangenehme dinge (vor allem unangenehm für deinen hund) in die quere kommen wie andere hunde, vor allem die tutnixe, gelände das einen welpen noch überfordert, plötzlich laute geräusche, walker oder laut schreiende kinder...
Capriasca
Ich hab' jetzt grad mit der Hundetrainerin telefoniert: sie rät mir und Clooney auch, dass wir Beide jetzt mal zur Ruhe kommen und vorerst alles nur noch mit Spass angehen sollen. Die nächste Welpenstunde haben wir schon mal storniert. Sobald Clooney wieder etwas "auftaut", machen wir weiter - dies dann aber gaaaaanz langsam und schrittchenweise :love: . Hach, ich bin froh dass ich hier mein Anliegen platzieren konnte - mir geht es schon sehr viel besser und ich weiss, dass Clooney und ich es packen werden ...
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