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Split: Welpenaufzucht

80 Antworten5'823 AufrufeGestartet von Kiss ·

Ces
#61
Zum Thema Katzen: Jessie ist auf einem Bauernhof geboren und hat dort ihre ersten 3 Monate verbracht, bis wir sie holen konnten. Auf dem Bauernhof gab es nebst den Katzen auch Hühner, Kaninchen usw. Die Katzen sind von Anfang an mit den Hunden zusammen gewesen, sind durch ihren Stall gelaufen etc. Als wir Jessie abholten, sind mir fast die Augen aus dem Kopf gefallen, als ich sah, wie Jessie mit der einen Katze gespielt und sogar gerauft hatte. Im Hinblick auf unsere nicht hundegwohnten, 8 jährigen Kater, war mir dann etwas flau im Magen.
Nun hat Jessie doch ziemlichen Jagdtrieb. Wenn sie dürfte würde sie von Mäusen über Eichhörnchen bis zu Rehen alles jagen, was sich bewegt. Mit einer Ausnahme: Katzen! Es spielt dabei keine Rolle, ob das fremde, sich bewegende oder still sitzende Katzen sind. Einmal war auf einer Wiese eine Katze am Mausen. Jessie ist darauf zugestürmt, die Katze ergriff die Flucht. Jessie hat der nicht mal hinterher geschaut, sondern sich mit dem Mausloch beschäftigt. Solche und ähnliche Szenen haben wir mit ihr schon ganz viele erlebt. Bei Katzen würde ich für Jessie bedenkenlos die Hand ins Feuer legen.
Aber obwohl auf dem Bauernhof, wo sie aufgewachsen ist, auch Kaninchen waren und die Hunde sehr oft Ninchen schauen waren, bin ich überzeugt, dass Jessie ohne zu zögern einen Hasen sofort jagen und auch töten würde, würde sie jemals einen in freier Wildbahn sehen.

Fazit: ich denke bei der Sozialisierung/Prägung auf jagdbare "Mittiere" kommt es sehr darauf an, wie stark die Hunde mit den anderen Tieren interagieren konnten. Nur mal zeigen reicht meiner Meinung nach nicht, um sagen zu können, der Hund sei mit Katzen sozialisiert. Der Hund muss die Möglichkeit haben, quasi eine Beziehung zu dem anderen Tier aufzubauen.
Oder was meint Ihr?

Lg, Ces

Jasy
#62
@Adi: Es ist richtig, dass Welpen bereits sehr früh erste Jagdsequenzen üben, aber dies noch ganz sinnfrei im Spiel.

Das eigentlichen Jagdinteresse erwacht erst viel später und das jagdliche Können, muss dann, um es sinnvoll und energiesparend umsetzen zu können, trainiert werden.

Und nicht alles, was der Welpe kennengelernt, ist während seines gesamten Lebens als gut abgespeichert. Wir erleben es bei unseren Welpenstunden z.B. sehr oft, dass der grosse Stofftieger, wenn überhaupt, nur kurz verunsichert, dann aber nur schnell beschnüffel wird. Im Junghundealter wird dieses riesen Tier mit seinen stechenden Augen dann auf einmal ungeheuer gefährlich auch für solche Hunde, die ihn als Welpe nicht beachtet haben.

Und das ist ja auch richtig so, denn während der kleine Welpe sich noch ganz darauf verlassen kann, dass seine Mutter/sein Rudel aufpasst, muss er diese Aufgabe irgendwann selbst übernehmen. Das erste Mal z.B. dann wenn er den Höhlenbereich verlässt, später wenn er mit auf die Jagd geht oder gar das Rudel verlässt, um sein eigenes zu gründen. Und wer dann nicht aufpasst ist, läuft schnell Gefahr, dass er sich das letzte Mal unvorsichtig verhalten hat.

Und bezüglich jagdbaren Objekten: Ich war mit Jason regelmässig im Tierpark und hier konnte man sehr gut beobachten, wie sich im Laufe der Zeit seine Wahrnehmung bezüglich der einzelnen Tierarten veränderte. Während am Anfang vorallem die Hasen und Meerschweinchen interessant waren und die Affen und Hirschen nicht einmal beachtet wurden, verlagerte sich innerhalb der ersten beiden Jahre das Interesse. D.h. Meerschweinchen und Hasen werden heute kaum mehr beachtet, selbst wenn sie im Käfig herumhoppeln, Hirschen und Rehe sind auch nicht mehr spannend. Aber die Äffchen, die als letztes sein Interesse geweckt haben, wären heute noch spannend. Auch hier findet eine Entwicklung statt.

Von dem her, denke ich, dass in der Welpenzeit zwar bei sehr vielen Sachen der Grundstein gelegt wird. Was aber daraus wird, zeigt die weitere Entwicklung sowie die Möglichkeiten, die der Hund geboten bekommt (neben der genetischen Veranlagung welcher der entsprechende Hund mitbringt)

Moni

Goliath
#63
Hi @ all

Ich habe meine HP hunde-verhalten.info aktualisiert.

Da kann nun jeder nachlesen, welche Ausbildung ich habe (nicht protzig gemeint, aber anscheinend ist das hier ein Thema).

Leider kann ich nicht auf alle Fragen/Bemerkungen ect. eingehen, da es sehr zeitintensiv wäre. Ich habe mit meinem posting nicht so ne Welle veranstalten wollen, sondern eigentlich nur eine Zusammenfassung zum lesen. Wer mit einzelnen Sachen was anfangen kann, OK, wer nicht, auch OK.

Keinesfalls wollte ich irgendjemandem inkompetenz unterstellen!

Lest doch meine Signatur!

Quellenangabe:

Es ist eine kleine Zusammenfassung über das Thema Welpen von vielen und verschiedenen Kursen, welche ich belegt hatte.

Referenten waren:

Esther Schalke, Tieruni Hannover

Celina Del Amo, Buchautorin, Tierärztin Fachrichtung Verhalten

David Appleby MSc, CCAP, Pet Behavioural Centre Worcestershire

ect.

Die Referentenliste seht Ihr auf der HP unter Ausbildung ganz unten.

Ich betone nochmals, dass ich niemandem irgendetwas unterstellen wollte, nicht protzen und nicht zicken.

Falls es dennoch so rüberkam, entschuldige ich mich.

Ich hoffe, dies genügt nun als Erklärung.

Für weitere Fragen ect. Bitte per PN. Aber versteht bitte, dass ich hier kein Schulungsprogramm oder ne unendliche Diskussion per Tastatur führen kann, da ich nicht als Einzelperson mit 10 verschiedenen Personen diskutieren kann.

Seht es doch einfach als das an, als was es gedacht war: Etwas lesen, sich das rausziehen, was einem passt, den Rest vergessen.

Greetz Adi :thanks:

Crispy
#64
Vielleicht liest Du Dir die Bedeutung des Wortes Forum noch einmal durch.

Und warum sollten wir von Dir ein Schulungsprogramm erwarten? Ich denke das tut hier keiner und die Wenigstens würden das auch annehmen.

Für mich persönlich entziehst Du Dich wieder allen Fragen. Kompetenz (die Du ja für Dich in Anspruch nimmst) strahlt das nicht aus. Ein kompetenter Hundetrainer sollte sich doch auch den Fragen von mehr als einer Person stellen können und seine Ausbildungsweise erklären können. Und abschreiben was andere Hundetrainer so in ihren Büchern und Seminaren weitergeben ist ja keine Kunst. Diese Dinge aber in eigene Worte fassen und dann auch damit argumentieren können, das ist das was zählt. Und eben nicht nur in der praktischen Arbeit.

Schade, ich dachte Du lässt Andere an Deinem Wissen etwas teilhaben, denn DAS ist ja Sinn eines Forums. Der Austausch mit verschiedenen Leuten.


Gruss Wendy, wieder darin bestätigt das Papier geduldig ist :-)

Pixel-Paws
#65
@crispy
danke, gleicher meinung. finds recht daneben und überheblich, ehrlich gesagt.

AnoukLaura
#66
Ich verstehe Crispy voll und ganz.

Da lob ich mir Anita Balser im Polar-Chat-Forum, die nimmt sich die Zeit und geht auf einzelne Fragen gezielt ein.

Schade, finds ein interessantes Thema!

LG, Patricia

Goliath
#67
@ die letzten 3 poster

Ich drücke es mal so aus:

"wenn ich Euch einen Blumenstrauss Rosen überbringen würde, dann käme prompt ne Reklamation, die Blumen haben ja Dornen!"

[QUOTE='Crispy]Und abschreiben was andere Hundetrainer so in ihren Büchern und Seminaren weitergeben ist ja keine Kunst.
[/QUOTE]Jemandem Sachen unterstellen, welche nicht der Wahrheit entsprechen, iss auch keine Kunst.....

Ich kann und will nicht mit 30 verschiedenen Leuten gleichzeitig diskutieren. Die Zeit widme ich lieber meinen Hunden!

Greetz Adi

Findus
#68
tja Adi, dann sollte man sich auch nicht in einem Forum anmelden...

denn genau das ist der Sinn eines solchen... die Diskussion und der Austausch mit mehreren Leuten gleichzeitig...

Goliath
#69
@Lisette

Brilliant formuliert, nur, wie gesagt, nicht wenn sich alle auf mich einschiessen.

Hier geht es ja gar nicht mehr darum, wie und was ich antworte, sondern um mehr "Zickennahrung"

Pixel-Paws
#70
das ist eine reine unterstellung und entspricht nicht der wahrheit! es waren ernst gemeinte und wie ich finde auch wichtige und angebrachte fragen die in keinster weise zickig gestellt wurden!

aber gut, scheint als wäre das ganze viel luft um nichts. auch gut. natürliche selektion sozusagen. :escape:

Frau_D.
#71
Langsam... Jeder kann sich in einem Forum anmelden und dort tun, was er will, solange es regelkonform ist. Niemand MUSS diskutieren. Und man kann auch niemanden dazu zwingen zu antworten. Und was ich hier wirklich ungern lese, sind Unterstellungen, die ohne Nachweis einfach in den Thread gestellt werden. Wie jemand seine Aktivität im Forum gestaltet, ist NUR ihm überlassen! Akzeptiert das bitte.

Wenn Adi das von ihm Zusammengestellte nicht diskutieren möchte, dann möchte er das nicht. Diskutiert ohne ihn weiter - und zwar ohne Seitenhiebe! Wo ist das Problem? Schreibt, warum ihr es anders seht und wo ihr Anregungen gefunden habt. Das klappt doch sonst auch immer? :huh:

@Goliath: Ich sehe das Problem in deiner Art der Formulierung - sie läd förmlich zum Nachfragen ein. Und dabei bin ich mir garnicht mal so sicher, ob das von dir Zusammengetragene (die Quellen, inspirierenden Personen, Vorträge & Co. sind mir da erstmal egal) so 'absolutistisch' gemeint ist, wie es geschrieben wurde. Ich kann mir vorstellen, dass einzelne Punkte in der Realität auch für dich viel verhandelbarer sind, als der Text es vermuten lässt.

Pixel-Paws
#72
ich finds einfach nicht ok, wenn jemand eine diskusion beginnt und wenn dann kleine gegenwindchen kommen, sofort unterstellt, die hätten keine ahnung, jeden abtut und sich schlussendlich aus der affäre zieht mit den worten, dass er keine lust hätte zu diskutieren und sein "fachwissen" sozusagen gratis preis zu geben.

aber ok. ist natürlich klar, dass man keinen dazu zwingen kann, ich finde aber, derjenige sollte fürs nächste mal wissen, dass das so nicht auf etwas gutes hinaus läuft.

Goliath
#73
[QUOTE='Pixel-Paws]ich finds einfach nicht ok, wenn jemand eine diskusion beginnt und wenn dann kleine gegenwindchen kommen,
[/QUOTE]Ich habe keine Diskussion begonnen, sondern etwas zum Thema Welpenaufzucht gepostet....

Goliath
#74
[QUOTE='Frau_D.]Ich kann mir vorstellen, dass einzelne Punkte in der Realität auch für dich viel verhandelbarer sind, als der Text es vermuten lässt.
[/QUOTE]Absolut!!!! Aber, wie gesagt, ich kann nicht in einer Zusammenfassung ne ganze Doktorarbeit abliefern!!!

Und nochmals, die Zusammenfassung war nur als post gemeint, nicht als Theorie zum diskutieren.... nehmt das raus, was ihr wollt, und lehnt das ab , was ihr wollt.

Greetz Adi

Lilli
#75
Ich find es schade, dass man darüber nicht gelassen und
sachlich diskutieren kann.


Dies gilt für beide Seiten!


Das Thema wäre nämlich sehr interessant und auch andere
Ansichten (aus dem reichen Erfahrungsschatz von langjährigen Züchtern, wie auch
aus neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen) können eine Bereicherung sein und
weitere, interessante Blickwinkel eröffnen.


Ich habe das Züchterseminar von Celina del Amo auch besucht und
finde die Zusammenfassung von Goliath (welche sicher sehr zeitintensiv war) super formuliert und die wichtigen Elemente des Seminares auf den Punkt gebracht.

Stefan
#76
Ich schliesse mich Lilli an :escape:

Silvie
#77
@Ywe: du hast natürlich recht- ich habe mich da etwas unklar ausgedrückt.
Bei meinen ist die Reizschwelle ganz klar, wenn das Tier flieht- wenn das Wild z.B in einem eingezäunten Gehege ist, und sich völlig ruhig verhält, ist es nicht wirklich "interessant"- sobald es aber anfangen würde sich schnell zu bewegen, dann würden sie sicher hinterher wollen.

Und ich würde für meine niemals die Hand ins Feuer legen- wenn ich Katzen oder Nager halten würde, wären diese immer strikt getrennt.

sighthound
#78
silvie, besuche uns mal und du wirst sehen; das ist nicht nötig... ;)

Ywe
#79
Silvie, ich habe dich schon richtig verstanden, ich sehe das genau so wie du. Viele sehen oder können den natürlichen Tötungs- und Jagdinstinkt ihres Hundes nicht richtig sehen/lesen, dazu gehört viel eigenes Beobachten und auch Erfahrungen, am besten in einem bestehenden Hunderudel. Hunde die meist in der Stadt und einzeln an der Leine ausgeführt werden, zeigen selbstverständlich kein gleichermassen artgerechtes und natürliches Verhalten. Ich meine, der Wolf als Urahn lässt sich noch lange nicht verleugnen und das ist auch gut so. Und wir halten immer noch Tiere, auch wenn diese schon lange des Menschen Freunde oder Familienmitglieder sind.

Silvie
#80
@Conny: ich komme gerne, aber nicht weil ich daran zweifle das es bei dir funktioniert- ich will mal diese Hundeklappe sehen, und Nacho & Gareth vermissen deine Mädels ;)

Ich glaube einfach nicht, das es mit jedem Hund so unkompliziert und gefahrenlos möglich ist mit potentiellen Beutetieren zusammen zu leben.

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