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Pferde und Kühe

35 Antworten2'459 AufrufeGestartet von JessesGirl ·

JessesGirlThemenstart
#1
Mitte November kommt bei uns eventuell bald Zuwachs. Da unsere beiden Herren nie Pferde und Kühe kennengelernt haben und die jeweils anbellen, möchte ich dass das bei unserem dritten nicht passiert.

Da ich grösstenteils für die Erziehung zuständig wäre, würde ich ihn gerne von Anfang an alles gewöhnen. Hat jemand hier in der Region Thun Kühe oder Pferde, oder kennt jemanden dergleichen? Ich will den Hund nicht auf "fremde" Tiere loslassen, sondern nur mit Rücksprache des Besitzers.

Wäre super wenn mir da jemand weiterhelfen könnte, eilt aber nicht.

Guest
#2
Beim Schiessstand Gundelsey Allmendingen Trifft man öfters auf Verständnisvolle Reiter. Hatte dort mit meinem damaligen Welpen so eine Begegnung.

Mein Jüngster Bellte diese jeweils auch an. Am meisten Fortschritte hat er gemacht, wenn ich ihn ins Sitz nahm, auf mich Konzentrierte und entsprechend Belohnte. An Pferde hat er sich nun recht gut Gewöhnt. Lasse ihn jedoch nicht wie die anderen ohne Leine Warten.

Kühe sind noch so ein Thema. Da haben auch Wir noch unsere Probleme, da der Spazierweg neben Weiden durchführt. Geht aber auch schon besser.

JessesGirl
#3
Super, vielen Dank für den Tipp :)

Ich würde sowieso nie ohne Leine auf ein Pferd zugehen, egal wie brav der Hund ist. Es gibt immer Pferde die sich erschrecken und dann ist sofort der Hundebesitzer schuld. Ich reite selber auch und hab immer ein mulmiges Gefühl, wenn mir ein Hund entgegenkommt, egal wie ruhig mein Pferd ist.

Guest
#4
Wenn Pferde kommen müssen meine immer zu mir kommen und sich setzen oder Legen. Die Älteren kann ich ohne Leine lassen und auch nachdem uns das Pferd "Verlassen" hat Springt keine Hintennach. Darauf lege ich sehr viel Wert. Junior ist eben ein anderes Kaliber und muss schon deshalb mehr an der Leine/Schleppleine bleiben.

Guest
#5
Du kannst auch mal bei mir vorbei kommen (fahrni)

Wir hätten nur Schafe und Zwergziegen (und Kaninchen, Katzen, Kinder..)
Aber es hat nebenan auch gleich Kühe und Pferde auf der Wiese
(und ein Bauer zum Fragen wäre auch gleich um die Ecke ;) )

JessesGirl
#6
Ui super... Seid ihr mit dem ÖV erreichbar?

Guest
#7
Hätte einen Bus in die Nähe, sind dann halt noch ca. 15min zu Fuss den Berg hoch :D
(kann dich aber auch gut in Thun abholen, wäre keine Sache)

JessesGirl
#8
Das klingt super :) wohne übrigens in Steffisburg, ist noch etwas weniger weit. Mit dem Welpen 15 Minuten bergauf ist eher suboptimal ^^ Ich würde mich sonst bei dir melden wenn es soweit ist, geht das in Ordnung?

Gibt es sonst noch Tipps was Kühe und Pferde betrifft?

Disthen
#9
Wenn ich das richtig verstanden habe, hast du zwei adulte Hunde, die Pferde und Kühe anbellen? Dann ganz ehrlich, nützt es nur wenig, wenn der Welpe diese Tiere kennen lernt. Sobald die zwei älteren Hunde diese anbellen wird auch er dies annehmen. Also sollte die oberste Priorität sein, deinen zwei anderen Hunde dies ganz schnell abzugewöhnen. ;)

JessesGirl
#10
Keine Chance, es den beiden abzugewöhnen... meine Eltern haben da schon einiges versucht, aber das Problem ist dass Jimmy aus Angst bellt... und diese Angst können wir ihm nicht nehmen. Der ältere, der sonst alles anbellt, ist da ruhiger.

Ich werde im ersten Jahr hauptsächlich alleine mit dem Welpen Spaziergänge machen, weil der ja nicht so lange kann/sollte wie die Grossen. Aus diesem Grund möchte ich die Chance ergreifen, ihn zumindest an die Tiere zu gewöhnen und ein Kommando zu finden, dass ihn vom anbellen abhält.

Guest
#11
Weisst Du woher die Angst kommt? Gibt es etwas was der Hund Speziell gerne mag? Damit Du ihn von den Tiere Ablenken könntest.

Kühe wie auch Pferde Sehen den Hunden direkt in die Augen, was viele nicht mögen. Das ist ein Zeichen für Angriff und ein Unsicherer Hund Bellt dann eben.

Ich würde die Begegnung nicht Direkt machen sondern darauf Achten das man Zügig am Objekt vorbei Laufen kann.

Meinem Jüngsten habe ich auch auf die Weise "Geholfen". So nach dem Motto: Die sind Uninteressant.

JessesGirl
#12
Ne keine Ahnung was er mit den Kühen hat, vor allem weil er sonst ein absolut umgänglicher Hund ist der alles und jeden mag...

Klappt das mit dem Zügig vorbeilaufen problemlos?
Wenn ich den Hund gerade frei laufen habe, möchte ich halt dass er nicht "abdriftet" wenn er von weitem ein Pferd sieht, sondern dass er (falls es nicht schnell genug geht) ohne Mucks das Pferd vorbeiziehen lässt.
Deshalb weiss ich nicht, obs besser ist, den Hund die Tiere zu ignorieren zu lassen, oder ihn komplett an sie zu gewöhnen damit auch in unüblichen Situationen nichts passieren kann.

andi+rudel
#13
[QUOTE='mixfan]Ich würde die Begegnung nicht Direkt machen sondern darauf Achten das man Zügig am Objekt vorbei Laufen kann.

Meinem Jüngsten habe ich auch auf die Weise "Geholfen". So nach dem Motto: Die sind Uninteressant.
[/QUOTE]das haben wir bei allen hunden immer so gemacht. wobei wir auch sehr viel dort unterwegs sind, wo kühe und pferde zum "normalbild" der hunde gehören und unsere spaziergänge nunmal genug solcher begegnungen haben.
Guest
#14
Versuche doch mal beim nächsten Spaziergang mit Guddies (den Hund bei Dir)ihn Abzulenken. Er soll Dich Ansehen und nicht das Pferd. Du musst Interessanter sein als alles andere. Evtl. hat er auch ein Lieblingsspielzeug mit dem du ihn auf Dich lenken könntest.

Oder hast Du Hundekumpels die nicht Reagieren? Wäre auch noch Hilfreich.

JessesGirl
#15
Unsere Hunde haben keine Kumpels, Balu hat alle vertrieben ^^

Ich werde es unseren beiden nicht mehr abgewöhnen, ich gehe nie dort spazieren wo die Kühe sind. Da sind nur meine Eltern mit ihnen unterwegs (und die haben wirklich schon alles mögliche versucht)...

Es geht mir mehr um den Welpen der vllt. bald kommt...

Jade
#16
Was genau haben sie denn so versucht?

Jade findet Appenzeller-like Kühe magisch anziehend, Pferde hat sie mir früher gestellt und liess sie nicht mehr vorbei, zum Glück entwischte sie mir nur 2x, die hat da unheimliche Distanzen hingelegt, die sie sonst nie machen würde. Nur bei Pferden und Kühen. Ich lief wo immer es auch ging im Bogen an Kühen und Pferden vorbei, zudem absolvierte ich ein Hütetraing damit sie weiss, Arbeit an Tieren gibts ausschliesslich auf meine Anweisung, sonst sind sie tabu.

Die hält mittlerweise die Klappe und geht auch ohne fixieren dran vorbei. Der Trick mit dem Bogen ist ganz einfach, dauert hald ein wenig. Du machst so viel Abstand, sodass dein Hund nicht bellen muss, idealerweise bellt er kein einziges mal, dann hast du den richtigen Abstand. In winzig kleinen Schriten kannst du dann den Bogen immer kleiner nehmen, dabei bitte auf die Signale deines Hundes achten. Meistens zeigens die einem selbst ob man noch zu nah ist oder ob es ok ist dass man etwas näher dran vorbeiläft. Wenn Hund aber freiwillig näher kommt, lieber den Abstand selbst etwas weit halten. Ist eine sehr gute Art einem ängstlichen Hund zu vermitteln dass das alles gar nicht so böse ist, du es aber akzeptierst dass es ihm zu nah an den Tieren nicht so wohl ist. So vermittelst du deinem Hund dass er bei dir sicher ihst und ihn die bösenTierchen sicher nicht fressen :)

Nicht stehen bleiben, nicht die Tiere angucken lassen und auch nicht davorstehen und versuchen die Tierchen dem Hund schönzufüttern oder irgenwie dran rumzuklickern, auch nicht versuchen mit Leckerli dran vorbeilotsen, dein Hund selbst sollte sich damit auseinandersetzen, ohne dass man selbst ein riesen trara draus macht. Du musst dem Hund vermitteln dass die hald einfach da sind und "Alltagsgegenstand" sind und das kannst du nur mit deinem ignoeriern von Kühen/Pferden rüberbringen so von wegen, die sind hald nun mal da und überhaupt nix besonderes!

Genau so würde ich es dann auch mit dem Welpen handhaben. Es ist wirklich besser den Focus von einem Problem wegzunehmen, als aus einem (noch) nicht vorhandenen Problem ein Problem zu machen.

So hab ich übrigens die Leinenagression von Jade um ein vielfaches abschwächen können. Wir sind noch dran aber der Erfolg kommt mehr und mehr :thumbsup: Sei dir einfach bewusst dass das eine Arbeit von Monaten ist und nicht in wenigen Tagen oder ein paar Wochen erledigt ist.

inhii
#17
Meine Pyri zeigt kommischerweise vor Kühen angst. Obwohl die Welpenstube praktisch neben Kühe war. ;)

Nun haben wir grad bei uns auf der Gassirunde vor 2-3 Tage Kühe bekommen mit Glocken. Sie hatte seit ich sie habe leider nicht so oft Kontakt mit Kühen und die paar Mal waren besser als jetzt. Jetzt bleibt sie stehen, gafft sie doof an, will irgendwie weg und ausweichen aber doch wieder hin. Naja.

ich gehe jetzt 1-2x/Tag dort dran vorbei. Sie ist sowieso an der Leine da am Waldrand und so verlange ich von ihr einfach, dass sie normal vorbeiläuft. Ich lasse sie nicht hin aber sie soll auch nicht so tamtam machen und doof an der Leine rumziehen. Ich mache es in etwa so, als ob und ein Hund ankeifft. Einfach auf mich konzentrieren ,,Fuss,, nehmen und durch. Wenn sie böckelt sage ich ,,nein,, und weiter gehts. Es hat sich schon in den paar ,,Begegnungen,, recht gebessert. Sie will einfach auf der abgewanden Seite von den Kühen bei mir laufen (was sie im Moment auch darf) und dann bleibt sie schön bei mir.

ich denke wenn man ein Geschiss drum macht, hat man nur länger dran bis es besser wird. Wenn sie mal sauber und neutral die Kühe passieren kann, so kann ich dann man schauen ob sie näher hin will aber im Moment hat sie einfach normal weiter zu laufen und mich anzuschauen.

Zum Glück sind es ruhige gelassene Kühe, wohl keine Rindchen mehr die alle her stürmen wenn sie einen Hund sehen. :D brave Kühe. Und ist ja grad gut, habe ich jetzt Übungsobjekte bekommen ;)

JessesGirl
#18
So, ich komme einmal auf das Thema zurück, aber mit einer etwas konkreteren Frage:

Wie gewöhne ich den Hund am Besten an die Pferde?
Ich gehe ja seit vergangenem Herbst 1-2mal die Woche privat bei jemandem ausreiten. Nun würde ich gerne in 2 Wochen den Charlie einmal mit in den Stall nehmen, um ihn an die Pferde zu gewöhnen. Das Ziel wäre, ihn bald einmal mit auf den Ausritt zu nehmen.
Bisher hatte er kaum Erfahrungen mit Pferden, vor den wenigen die er gesehen hat, hatte er Angst.

Für jegliche Tipps, Ideen und Hinweise rund um Hund und Pferde bin ich sehr dankbar :)

Melodie
#19
Ich würde mit ihm und dem Pferd zusammen spazieren gehen. Den Hund nie zu nahe ans Pferd lassen. Immer wenn er zu nahe hin geht, ein "Nein" und "weg da" sagen. Er soll das Pferd akzeptieren, aber auch Respekt davor haben. Dann wenn der Hund das Pferd ignoriert, kannst du ihn auch Frei laufen lassen. Am Anfang wären 2 Personen ideal. Klappt das Abrufen gut und der Hund geht nicht mehr zu nah an die Pferdebeine ran und hält schön Abstand, kann es mit dem Reiten los gehen. Auch da würde ich am Anfang wenn möglich eine Person mit dem Fahrrad mitnehmen, die auf den Hund schaut und nötigenfalls eingreifen kann.
LG

JessesGirl
#20
Vielen Dank schonmal für den Beitrag :)

Ich gehe in 2 Wochen extra mit, wenn die Besitzerin einen Jungen aus der Nachbarschaft auf dem Pferd an der Hand führt. Sie hat 3 Pferde (Freiberger) und ein grosses Pony, alle sind den Umgang mit Hunden gewohnt und erschrecken sich nicht.
Denkt ihr, es hilft wenn ihr Hund auch dabei ist (der ist immer frei) damit Charlie ein bisschen abgucken kann, oder wäre das eher hinderlich?

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