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Narkose

30 Antworten2'380 AufrufeGestartet von Hiascha ·

HiaschaThemenstart
#1
Hiascha wurde heute am Vorderbein ein "Chnubel" wegoperiert. Wen es interessiert: Es handelte sich zum Glück nur um eine Talgdrüse, die im letzten halben Jahr immer grösser wurde und Hiascha begann zu stören.

Wir hatten um zwei einen Termin, wo er schlafengelegt wurde. Bereits ein paar Sekunden nach der Spritze liess er den Kopf hängen und die Beine glitten ihm weg. Bei den Operationen, die er früher hatte (Zehen kaputt und Kastration) ging das immer länger, meine ich. Liegt es daran, dass er nicht mehr der jüngste ist, oder gibt es mittlerweile andere Mittel? Ich meine im Kopf zu haben, dass der TA mir, er gebe ihm eine "schnelle" Narkose. Das tönte für mich so, dass der Hund schnell wieder wach ist.

Ab 15.30 Uhr könne ich ihn wieder holen. Es wurde dann 17 Uhr. Einerseits weil ich noch so viel Arbeit im Büro hatte und andererseits, weil ich wollte, dass er noch ein bisschen länger unter tierärztlicher Kontrolle ist und er sicher wach ist, wenn ich ihn mit nach Hause nehme. Die Geschichte von Desis Lisa kam mir immer wieder in den Sinn...

Als ich ihn um 17 Uhr holen kam, lag Hiascha in der Kammer, wo sie röntgen und die Käfige haben am Boden. Als er mich sah, wedelte er, rappelte sich mühsam auf und wankte dann zu mir. Beim Stehen senkte er den Kopf immer wieder auf den Boden. Wo der Ausgang war, wusste er aber noch sehr gut.  

Er lief ziemlich schwankend zum Auto und in die Wohnung. Die Treppe hoch liess er sich tragen. Als mir jedoch beim Schlüssel rausholen ein Guezli auf den Boden fiel, lief er sofort hinterher, schoss übers Ziel hinaus, kippte, rappelte sich wieder auf und suchte dann wie ein Besoffener nach dem Guezli. Der Appetit ist also noch da. :-D

Jetzt liegt er seit fast zwei Stunden im Wohnzimmer, hebt manchmal den Kopf und lässt dann gleich wieder der Schwerkraft seinen Lauf nehmen. Gerade ist er von seinem Sessel runtergesprungen und es sah schon ziemlich normal aus. Andererseits kommt er noch nicht in die Küche, wenn ich Koche oder die Katzen füttere, was nicht normal ist.

Die nächsten 7 Tage bekommt er Onisor gegen Schmerzen und Entzündungen.

Mein Ex hat mich jetzt grad verunsichert. Er sagte mir, dass sein junger Mali bei seiner Narkose vor ein paar Monaten ein Gegenmittel gespritzt bekam und er beim Abholen schon wieder purlimunter war. Ob Hiascha auch etwas gespritzt bekam, weiss ich nicht. Er ist jedenfalls alles andere als purlimunter.

Was ist normal nach einer Narkose?

Welche Narkosenformen gibt es?

Jovia
#2
Luna wurde ja im Dezember auch operiert. Sie wurde morgens um knapp nach 8 Uhr operiert und ich habe sie um ca 13.30 Uhr abgeholt. Sie war noch recht benommen, schwankte leicht beim laufen und hat auch nichts gefressen. Es dauerte auch zu Hause noch eine ganze Weile bis sie sich erholt hatte.

Das war Luna um ca. 15.00 Uhr...

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tabasco
#3
So wie du das beschreibst, war es bei Tabasco vor zwei Jahren bei der Entfernung eines Knubbels auch. Schnelles Einschlafen aber ganz mühsames langwieriges Erwachen. Ich sass mehr als eine Stunde bei ihm in der Aufwachstation, und er winselte, wollte aufstehen, konnte aber nicht, und der Kopf wollte erst recht nicht in der Höhe bleiben. Er war den ganzen Rest des Tages ausser Gefecht.

Bei der letzten Narkose für ein CT wehrte er sich dafür mit aller Kraft gegen das Einschlafen. Es dauerte etliche Minuten, bis er wirklich weg war. Dafür war das Aufwachen nicht so extrem.

Soviel ich weiss, bekam er beide Male dasselbe Narkosemittel.

Gute Besserung dem Armen!

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Nina30
bearbeitet #4
Rocky hat auch schon ein paar Narkosen, bei einer bekam er auch eine Spritze danach, damit er schneller wach werden sollte, aber es war eher das Gegenteil....er brauchte sehr lange bis er wieder da war...

Bei den anderen Narkosen ohne diese Spritze war er viel schneller wieder fit...

Ina
bearbeitet #5
Wahrscheinlich bekam er Medetomidin (Domitor) und evtl. kombiniert mit Butorphanol....gibt verschiedene Kombis.

Das Domitor sollte man Antagonisieren mit Antisedan...das wurde wahrscheinlich nicht gemacht. Am besten fragst du Morgen direkt in der Praxis nach. Wir geben IMMER Antisedan.

Es gibt zig verschiedene Narkosen... Bei älteren Hunden arbeite ich lieber ohne Medetomidin. Spricht aber auch nichts dagegen wenn der ältere Hund noch fit ist und keine Kreislaufkrankheiten hat.

sighthound
#6
windhunde zb. darf man nicht auf diese art aufwecken, deshalb dauert es halt länger bis die narkose dann ganz nachgelassen hat. es ist schonender denke ich mal.

ich habe einmal erlebt wie man einen mix "aufgeweckt" hat und der schoss wie ne rakete los und das hätte arg nach hinten losgehen können.

je nach eingriff ist die narkose aber eine andere, eine leichte oder bei grösseren eingriffen eben eine tiefere.

Elvira B.
#7
Geli hatte ja auch schon mehrere Narkosen und sie schlief unterschiedlich schnell ein :wink: nach den Narkosen war sie immer recht benommen und jetzt bei der Letzten vor 14 Tagen, war sie in Decken eingepackt, wie es sich gehört, als ich sie abgeholt habe.

Ich hab sie morgens 8.15 Uhr abgegeben, also sie wurde nochmals untersucht und bekam dann die Einschlafspritze, da ist sie auch recht schnell eingeschlafen, 12.00 Uhr konnte ich sie wieder abholen, sie war noch den ganzen Nachmittag noch recht benommen.

Ich lasse generell keine Tiere wieder wach spritzen, das belastet den Kreislauf unnütz :wink:

Alles gute für Hiascha

Hiascha
#8
Das Domitor sollte man Antagonisieren mit Antisedan...das wurde wahrscheinlich nicht gemacht. Am besten fragst du Morgen direkt in der Praxis nach. Wir geben IMMER Antisedan.
Warum macht ihr das immer?

Vorhin war ich mit ihm draussen, da ich das Gefühl hatte, dass er muss. Er trabte die Strassen entlang, ohne zu pinkeln. Als er endlich eine Stelle gefunden hatte, die ihm gefiel (sonst gefällt ihm jede Stelle), hob er das Bein, knickte dann aber ein und liess sein Vorhaben bleiben. Ich lief noch ein bisschen weiter in der Hoffnung, dass er es nochmals versucht. Er hat aber scheinbar beschlossen, dass er es bleiben lässt, wenn er nicht wie ein echter Kerl markieren kann. :roll:  Also Spaziergang für nichts. Ich versuche es später nochmals. :trommel

Danke für eure Erfahrungsberichte. Das beruhigt mich grad sehr.

dsire
#9
Als ich bei Pallina die Kreuzbänder röntgen musste bekam sie eine Vollnarkose. Um 8.00 musste sie nüchtern beim TA sein, um 12.30 holte ich sie noch ziemlich bedusselt nach Hause. Sie schlief zuhause gute 2h weiter und wachte dann nach und nach auf, gegen 18.00 hab ich sie rausgetragen und sie machte ihr Pipi und lief ein paar Schritte, gegen 20.00 war sie wieder mehr oder weniger fit.

Als ich Lisa auf HD röntgen lies nahm ich sie halbwach nach Hause, sie war ansprechbar aber mochte noch nicht laufen. Zuhause wollte sie dann selbst aus dem Auto springen, ich trug sie dann rein weil sie noch ganz wackelig war, aber sie wollte bereits ihr Balli nehmen und spielen- ja das war typisch für sie!

Bis sie ende November wieder in Narkose gelegt wurde... Sie kam zwar zu sich und erwachte langsam, aber es ging alles sehr schnell.

Ich glaube nicht das die Narkose schuld war...

Ich hatte schon immer respekt vor Narkosen und werde es immer haben.

Jovia
#10
Warum macht ihr das immer?

Vorhin war ich mit ihm draussen, da ich das Gefühl hatte, dass er muss. Er trabte die Strassen entlang, ohne zu pinkeln. Als er endlich eine Stelle gefunden hatte, die ihm gefiel (sonst gefällt ihm jede Stelle), hob er das Bein, knickte dann aber ein und liess sein Vorhaben bleiben. Ich lief noch ein bisschen weiter in der Hoffnung, dass er es nochmals versucht. Er hat aber scheinbar beschlossen, dass er es bleiben lässt, wenn er nicht wie ein echter Kerl markieren kann. :roll: Also Spaziergang für nichts. Ich versuche es später nochmals. :trommel

Danke für eure Erfahrungsberichte. Das beruhigt mich grad sehr.
Ah ja, bei Luna dauerte es auch länger bis sie wieder pinkelte.

Gute Besserung kleiner Hiascha!

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tabasco
#11
Tabasco als Häufig-und-gern-Pinkler liess sich fürs erste Bisi auch Zeit. Und er kippte dabei prompt gleich noch seitwärts um...

Landei
#12
Luna hat nach der Kastration den ganzen Nachmittag verschlafen und ich habe sie am Abend auch noch nicht gefüttert, sie hatte nur Wasser zur Verfügung, auch davon nahm sie ganz wenig...ich ging Abends nur ganz kurz mit ihr in den Garten, sie hat aber nichts gemacht und erst am anderen Tag war sie wieder fitter....

Guest
#13
Molossoiden Hunden soll man auch keine "Aufweck-Spritze" geben, noch besser wäre anscheinend eine Inhalationsnarkose. Belle war nach der Kastra auch noch ziemlich wackelig auf den Beinen. Ich hab sie einfach regelmässig geweckt und zum aufstehen animiert, damit der Kreislauf n bisschen in Schwung kommt.

mezzo
#14
Aufwach-Spritzen hat es bei meinem TA noch nie gegeben, er behält die Hunde auch recht lange da nach Narkosen, gibt sie nur mit, wenn sie wieder einige Schritte laufen können. Einmal habe ich es erlebt, dass ein Hund sehr gegen die Narkosespritze gekämpft hat, sonst lief es immer sehr ruhig ab. Sehr schnell ging es nie, da mein TA die Sedierung sehr langsam setzt. Ob Inhalationsnarkose oder nur die Spritze, da habe ich nachher keinen grossen Unterschied gemerkt, die Hunde waren groggy für den Rest des Tages. Gepinkelt und was gefressen haben aber alle. Nur bei oberflächlichen Sedierungen ging die Erholung deutlichschneller.

Meily
#15
Keks war nach der Kastra Narkose ein Häufchen Elend. Er war den ganzen Tag wackelig auf den Beinen, leicht orientierungslos und hat nur geschlafen. Das erste mal im Leben, dass er nicht fressen wollte. Auch kein Kleines Leckerchen. Das erste Pipi war dann spät Abends ohne Bein heben. Seit der Kastra setzt er sich eigentlich sowieso hin zum pinkeln.

Rusty
bearbeitet #16
Rusty hatte ja nun schon etliche Narkosen in seinem kurzen Leben. Die letzten beiden (sind ca. ein Jahr auseinander) verliefen leider nicht gut.

Bei der einen vor ca. 2 Jahren wollte er 3 Tage lang nicht mehr richtig. Er hat ständig gezittert und war überhaupt nicht fit. Nach 4 Tagen wurde es dann ein bischen besser. Hab dazu auch hier im Forum geschrieben.

Die letzte vor einem Jahr war noch schlimmer. Der TA meinte er gäbe ihm dieses Mal etwas Anderes da er die letzte so schlecht vertragen hatte. Ich sass beim Aufwachen eine volle Stunde neben einem jaulenden weinenden Hund. Er war so laut dass die Praxishilfe nicht mal mehr telefonieren konnte. Das ging dann auch auf dem Nachhauseweg (Fahrzeit 1.5 Stunden) so weiter. Der absolute Horror. Ich hoffe er braucht nie mehr eine Narkose.

Scheinbar gibt es Homöopatische Mittel die man den Hunden nach der Narkose geben kann damit das Gift schneller aus dem Körper geht. Wie die heissen weiss vielleicht Disthen. Ausserdem nehme ich immer eine warme Decke mit da die Hunde oft extrem frieren.

Disthen
#17
Tut mir leid, werde die Mittel hier aus gutem Grund nicht nennen. Denn gerade wenn ein Tier Mühe hat mit den Narkosemitteln, dann ist das eine gefährliche Gratwanderung. Nicht vergessen: Homöopathie ist Gleiches mit Gleichem behandeln, damit der Körper angeregt wird mehr zu tun dagegen. Läuft der Körper eh schon am Limit, dann ist man nah an der Grenze einer Überforderung und gerade bei der Entgiftung ist das sehr heikel, da evtl. ein Organ einfach dann mal totale Überforderung melden kann! Sowas gehört vom Profi individuell begleitet!

Man darf einfach nie vergessen, dass Lebewesen total unterschiedlich auf diese Narkose mittel generell reagieren. Dann kommt immer noch der Faktor aktuelle Verfassung körperlich wie psychisch hinzu. Deshalb ist es nicht nur vom Mittel abhängig, sondern auch die anderen Faktoren spielen mit.

Meine Tiere sind alle total unterschiedlich in der Narkose und auch in der Verarbeitung. Aischa, die ist extrem schnell weg, braucht sehr wenig Mittel und ist nachher ein Häufchen Elend und man muss wirklich neben ihr liegen, damit sie in Ruhe ihren Rausch ausschläft. Caja verträgt die Narkosemittel "normal", ist aber beim Rausch ausschlafen eher unruhig, tigert wieder herum, obwohl sie wankt und will keine Nähe von mir, dafür klebt sie die Tage danach an mir. Mambo mein Kater ist der Horror, der sträubt sich dermassen gegen die Wirkung der Mittel, dass er kaum "klein" zu kriegen ist. Entsprechend braucht der einen Hammer und deshalb hat er dann extrem lange beim Aufwachen. Meine Joya seelig war "überempfindlich" gegen Narkosemittel. Dies haben wir nur durch einen Zufall bemerkt, zum Glück noch vor ihrer Kastra. Die durfte nie eine normale Dosis haben, sondern es musste ganz sorgfältig dosiert werden. Der TA meinte, der reiche eine Kaninchen-Dosis.

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Hiascha
#18
Hiaschi geht es heute schon deutlich besser. Appetit ist normal gross und er läuft und rennt auch wieder normal. Erstaunlicherweise lässt er den Verband in Ruhe. *holzalänge*

Gestern vor dem Schlafengehen war ich nochmals mit ihm draussen. Er lief und lief und lief als wolle er ans Ende der Welt gehen. Ich musste ihn immer mal wieder zurückrufen. Danach trabte er gleich wieder davon. Völlig untypisch für ihn, da er sonst eher der gemütliche Schnüffler ist.

Ich gebe ihm jetzt so eine Kräutermischung, die ich mir an der Hund-Messe habe aufschwatzen lassen, nachdem die Verkäuferin von Hiaschas Schokoladenrausch letzte Woche gehört hat. Diese solle die Gifte ausleiten. Gegen die Narkose-Rückstände hilft das bestimmt auch noch grad.

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Ina
#19
Um die Frage wegen dem Antisedan zu beantworten: Es kann zu einer überschiessenden Reaktion kommen WENN man es nicht richtig macht... wenige Ausnahmen natürlich nicht ausgeschlossen...man sollte eine Narkose immer dem Patienten logischerweise anpassen. Gerade bei Katzen verwenden wir nur die Hälfte des Antisedans...auch muss man immer schauen wie lange die Op/ Narkose bereits dauert. Dann muss man schauen welche Anästhetika/ Analgesie sonst noch verwendet wurden. Für mich ist das für das Tier/Kreislauf ( Bradykardien gerade beim Medetomidin )nicht schonender wenn es ewigs weiter schläft und nicht in die Gänge kommt.

Aber bei grossen/schmerzhaften oder aufwendigeren Operationen wird bei uns eh nicht mit Medetomidin gearbeitet.

labinchen
#20
...
Was ist normal nach einer Narkose?

...
Normal? Keine Ahnung. Jedes Mal ist es anders. Auch beim gleichen Hund.

Endlich gibt Gus jetzt Ruhe und ist eingeschlafen!

Kurz vor 9 Uhr wurde er narkotisiert. Von 10 bis 11.30 war ich bei seinem 'Aufwachen' in der Praxis dabei, geschlafen hat er gar nicht, er jammerte, winselte, heulte die folgenden 5.5 Stunden durch. Warum, ist halt schwierig zu sagen. Schmerzmedis hatte er bekommen.

Zum Pieseln habe ich ihn zwar rausgebracht, aber vergeblich.

Da er ein Labi ist und bestimmt Magengrummeln hatte, habe ich ihm um 13 Uhr einen Viertel des verpassten Zmorge-TroFus gegeben. Da war er ein paar Sekunden ruhig. Um 14 Uhr das Gleiche. Um 14.30 gabs einen Rinderhautknochen und kurzzeitig Ruhe. Und jetzt schläft er endlich.

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