Zum Inhalt springen

Wir lieben die Kleine, aber...

13 Antworten2'017 AufrufeGestartet von Pywi ·

PywiThemenstart
#1
Seit 4 Wochen haben wir Familienzuwachs bekommen. Zu unserer Sheltie-Hündin Yara (10 Monate) hat sich die jetzt 13 Wochen alte Binja gesellt. Ein sehr selbstbewusstes PON Mädchen.

Binja ist knuddelig, süss und mein täglicher Schatten. Alles wäre schön und gut wenn nicht...
ja, wenn die Kleine nicht Scheisse fressen würde.

Unsere Spaziergänge spielten sich in etwa so ab:

Wo gehen wir spazieren? Am besten da, wo es am wenigsten Tretminen hat. Also los gehts.
Nun, die Wege, die gestern noch sauber waren, sind vielleicht heute morgen schon von Hundehalter besucht worden, die ihre Sch** nicht wegräumen. Und Binja findet jeden, aber auch wirklich jeden.

Wir haben einiges versucht. So haben wir so ein Häufchen mit Pfeffer bestreut. Binja hat kurz gekostet, sich die Nase gerieben und dann weitergemacht, als ob nix wäre. IGITT

2 Versuch war, dass wir sie nur noch an der Leine spazierenführten. Aber damit strafen wir uns selber und im Garten findet sich ja auch ab und an ein Häufchen. Sei es das Eigene oder das von Yara, wenn wir gerade nicht aufpassen. IGITT

Der Tierarzt hat uns auch Kapseln gegen Kotfresser gegeben, die haben aber bisher noch nicht gewirkt. SEUFZ

Heute nun hat mir jemand im Chat den Link zu einer Seite gegeben, wo beschrieben ist, wie man gegen diese Unart angehen kann. Gelesen getan.... Dies sah dann so aus:

Mein Schatz und ich nahmen also beide Hunde an die Leine und zogen los. Auf dem Feld durften sie dann frei rumtollen. Natürlich fand Binja sofort ihr erstes Häufchen, welches sie sich einverleiben wollte. Mein Schatz sprang schreiend hinzu und trampelte wie wild um das Häufchen herum, machte Kapriolen und heulte, als wäre der Bezelbub persönlich hinter ihm her. Den Hund beachtete er dabei nicht. Binja guckte blöde und liess von dem Häufchen ab. Dann sprang mein Schatz angeekelt weg und Binja hinterher. Da erhielt sie Streicheleinheiten, Lob und Leckerli. (Igitt Leckerli in ein Stinkemaul).
Die Binja sollte ja merken, dass wir sie vor etwas gefährlichem schützen wollen.
So erscholl immer mal wieder unser Tarzanschrei durch die Gegend. Verdutzte Hunde, Streicheln, Lob, Leckerli. Fazit: Erschöpftes Herrchen und heiseres Frauchen.
Leider hat sie dann doch noch kurz vor unserem Garten so eine Stinkewurst erschnüffelt und gefressen, bevor wir schreien konnten. Scheisse!

Ich werde schon langsam phobisch. Der ganze Hund stinkt und dünstest jetzt diesen Duft auch noch aus.

dsire
#2
Guck mal hier: Hund frisst drausen ständig

Da hats einige Tipps drin!

Idesiree
#3
Schlussendlich musst du halt in den sauren Apfel beissen und sie, solange kein Abbruchsignal verhebet oder ein Markersignal auftrainiert wurde, je nachdem auf welcher Schiene man das Problem angehen will, deinen Hund konsequent an der Leine führen um ihr selbstbelohnendes Verhalten zu verhindern oder aber einen Maulkorb anziehen.

Ja, es ist anstrengend, mühsam und aufwändig den Hund halt eine gute Zeit ausschliesslich an der Leine zu führen, aber Hunde haben ist halt in Gottes Namen nicht nur Entspannung pur....

Einen geeigneten Trainer aufsuchen und mit ihm zusammen das Problem anzugehen wäre sicher auch sinnig.

Wenn du zu Hause halt bei jedem Gang nach draussen sofort aufnimmst hast du da das selbstbelohnende Verhalten auch nicht, alles nur eine Frage der eigenen Konsequenz, dafür hast du dann das Problem sicher auch bald im Griff.
Viel Glück!

sighthound
#4
ich nehme an, ihr habt abgeklärt, dass dem hund nicht irgendetwas fehlt, irgend ein stoff oder so. ich habe noch nie einen hund gehabt, der hundekot frisst und meine sind sonst durchaus auch "unratfresser", zb fuchskot, aber niemals hundekot und schon gar nicht der eigene.

ich würde auch ein hörzeichen lernen, bei dem der hund sofort sein tun unterbricht und bis dahin halt aufpassen ev. leinenzwang und MK.

Blacklabrador
#5
Ich würde auch nicht immer mit beiden laufen gehn. geht auch mal nur mit der kleinen alleine und mit der grossen aleine. so habt ihr eure ganze aufmerksamkeit nur für die kleine.

BayrArco
#6
Im gegensatz zu Sighthound, kenne ich fast keinen Welpen die das nie tat! :escape:

Auf jedenfall, wenn du den kleinen nicht davon abbringen kannst, würde ich an die Schleppleine nehmem, so kannst du gleich einwirken. Aber auch Discscheiben oder eine kl. Petflasche mit Kiesgeführt hinwerfen wenn es grad wieder fressen will und gleich der schrecksekunde wenn es sich abwenden will sofort loben und belohnen!
Es gibt noch viele möglichkeiten und Methoden!

Aber wie Blacklablador schrieb, würde soviel wie möglich alleine mit den Hundies gehen. Im ersten Jahr bin ich 90% separat spazieren gegangen.

Pywi
#7
Danke für eure Antworten.

Ja, das mit dem alleine Spazierengehen haben wir heute geübt...

... das heisst, wir wollten, denn Yara ist meinem Schatz ausgebüchst und hat Binja gesucht. Und Binja hat sich wie toll benommen, weil Yara nicht dabei war.

Sicher, wir werden das mit dem einzeln Spazieren durchziehen.

Und wir werden sicher die diversen Tips von hier und dem vorherigen Link ausprobieren.

Wenn man einen Hund hat der das nicht macht, ist es ein einfaches zu sagen, dass man halt konsequent sein müsse. Binja ist eine totale Fressmaschine. Die würde von Morgens bis abends fressen, wenn man sie nur liesse. Nichts ist vor ihr sicher. Das arme Tier hört ja schon den ganzen Tag von mir dauernd ein Nein, weil sie alles frisst, was in die Nähe ihrer Schnauze kommt.

Und ich mache wirklich viel mit den Hunden. Im Moment sind 50% des Tages für die Hunde und in der restlichen Zeit schläft Binja. Also liegt es nicht daran. Sie ist auch gesund, so wie mir der Tierarzt versichert hat.

Da Yara diese Unart nicht hatte, war ich auch nicht darauf vorbereitet. Es ekelt mich einfach sehr und so habe ich grosse Mühe der Kleinen ein Belohnungsleckerli zu geben, wenn sie die Schnauze voller Scheisse hat.

Konsequent bin ich eigentlich immer, denn das würde ich nie dulden, dass sie in Ruhe diesen Kot frisst. Fragt sich nur, ob meine Reaktionen auch immer richtig waren. Denn genutzt haben sie bisher nicht.

jessy
#8
Ich würde sie vorerst immer an der Leine behalten, bis ihr keine bessere Lösung gefunden habt.. Eine Leine ist zudem nicht das Ende der Welt, Luna spaziert im Normalfall im Minimum die Hälfte des Spazierganges an der Flexi und wir haben keinerlei Probleme damit. Dewey dagegen ist bei mir immer an der Flexi, weil der Rückruf nicht so klappt wie ich es will; einzige Probleme die es manchmal gibt, ist ab und an das Entknoten der zwei Flexis oder das Handlen von Flexi, Kacksäckli, Ziggi und manchmal noch Handy. Aber es klappt ganz gut ;)

Zappa frass früher auch Scheisse, aber glücklicherweise nur seine eigene, frische. Von daher nur ein Problem, wenn er einige Meter weiter hinten war und uns dann mit einer Stinkfreude angrinste und seine Scheisse genoss :rolleyes:
Bei uns ist einfach das "Nein" allgemeines Abbruchsignal und so wusste er auch, dass das Pfui ist - solange wir nah genug waren, um eingreifen zu können. Wie oben erwähnt, wusste er dass die Zeit für uns nicht reichte, genoss er es trotz Abbruchsignal. Er war halt leider nicht der Dümmste :D

Ich allerdings würde nun wirklich mit der Flexi arbeiten; sobald sie etwas sieht (Körpersprache lesen), sofort abrufen und loben. Falls sie nicht sofort hört, ein kleines Züpfli (-li!!) geben und dann loben, wenn sie kommt. Eventuell extra solche Situationen üben, in dem du halt ein Gaggi vom Morgen hinlegst und den Abruf daran übst

inhii
#9
Pyri war ein extremer Mistfresser.. Zum Glück selten Hundekot aber dafür die reichlich gesääten Pferdeäpfel..

Weil sie auf Welpe schon jeden Mist (Taschentücher, Kacke, Essensresten, Papiertüten oder Verpackungen, verlorene Kleidungsstücke, einfach alles was so rumliegt) einfach mal ins Maul nahm, konnte sie sehr schnell das ,,Aus,,. Also wenn sie mal einen Mist aufnahm, konnten wir mit ,,aus,, sie dazu bringen ohne andere Einwirkung es rauszuspucken. Klar blieben Resten im Maul drin aber es geht ja ums Prinzip.. ;) Und ja die Belohnung auf eine braune Kackezunge zu legen braucht echt Überwindung :D Ich habe aber Pyri nur mit Leckerli belohnt wenn sie es aufs erste ,,aus,, alles ausspuckte und zu mir rannte. Oder sie es liegen lassen hat und auf mein Wort gar nicht genommen hat.

Wir hatten sie aber an der Flexi um sie am Wegrennen zu hindern oder wenn sie es noch nicht hatte das ,,siii laaa, zu üben.

Heute ist es so, Pyri 1,5 J. : ganz frische saftige Pferdemisthäufchen nimmt sie noch wenn wir nicht aufpassen, wenn wir es sehn und ihr das ,,siii laa, sagen und eher nah an ihr laufen um gewollt Druck aufzubauen, läuft sie brav weiter. Alter Mist lässt sie liegen, aber vom Regen wieder aufgefrischer ist so lala... :D

Also ich denke es ist schon bald gut. Aber eben, es ging 1, 5Jahre immer wieder schauen, Leine laufen, üben üben üben.

Gar nicht gut finde ich die Leute welche den Hund frei haben und ihm dann noch nachrennen um etwas wegnehmen zu wollen... Findet der Hund ja noch cool... Dann ist es halt zu spät und ich sage kein Wort und laufe weiter...

Frau_D.
#10
Mit Banouk, Anti und Ixy lief es folgendermassen ab: Welpe an Leine, Welpe steuert auf Scheisse zu, Moment abpassen, wenn Welpe Maul öffnet und energisch 'Pfui!' sagen. Vom Haufen einen Ticken wegziehen und mit Superlecker anlocken. Welpe wieder Leine lassen - und er geht garantiert wieder zur Scheisse. Das gleiche Spiel von vorn. Nach vier bis fünf Malen dreht der Welpe von allein ab und holt sich sein Leckerchen. Das wird dann täglich geübt, bis es sitzt. Das ist auch der Grund, warum keiner dieser Hunde in den ersten Tagen off-Leine war.

Habt ihr das Abbruchsignal und das Meideverhalten wirklich konsequent trainiert?

Später gibt es sicher noch Zwischenfälle, aber ich sehe immer zu, dass ich, wenn ich Ixy an der Leine habe, das Szenario praktisch provoziere... Grosse, frische Pferde-Tretminen eignen sich da auch super. Im Moment dreht Ixy auf das Pfui! sofort ab (und erhält ein Ja! zur Bestätigung gewollten Verhaltens), kommt zu mir gelaufen und kassiert ihr Lecker und ein Lob (Supersuper!).

Da erhielt sie Streicheleinheiten, Lob und Leckerli.
Ist euch bewusst, dass viele Hunde in so einer Situation Streicheleinheiten, Klopfen, Tätscheln nicht als Belohnung aufnehmen, sondern als dominantes Verhalten eurerseits, das dann auch noch irgendwie geleckert und belobt wird? Das hat bei einem Gros der Hunde nicht den gewünschten Effekt - ein Lecker und ein Fein zur Bestätigung sind wesentlich mehr wert... alles andere ist Vermenschlichung.
Idesiree
#11
Einem Hund der die Schnauze mit Sch***** vollgeschmiert hat würde ich auch nicht unbedingt was nettes von Hand geben, da würde ich die Belohnung einfach auf dem Boden ruggele oder so....
Wenn sie so ne Fressmaschine ist würde ich halt wirklich einen Trainer zur Hilfe holen um das Problem möglichst bald im Griff zu haben.
Der Trainer kann dich anleiten in jedem Schritt, so kommst du am schnellten ans Ziel wenn du selber noch über zu wenig Erfahrung in diesem Thema verfügst.

Crispy
#12
Wurde ja schon gefragt, aber ich habs keine Antwort lesen können. Habt Ihr denn abgeklärt, das es kein gesundheitliches Problem ist? Das wäre für mich auch ein Schritt, wenn soviele Dinge nicht helfen.

Ich persönlich würde mir (wenns kein gesundheitlicher Grund ist) einen Trainer leisten und mir dann professionelle Hilfe holen. Ich bin kein Freund von "erstmal alles ausprobieren was im Forum und im Internet so geraten wird". Einmal ist jeder Hund verschieden, dann auch jeder Hundehalter. Und dann wirst Du zu dem Thema 100000000 Möglichkeiten finden. Bis Du die Alle durch hast, ist der Hund 7 Jahre alt und das Problem nicht besser geworden.

Und solange ist halt Schleppleine angesagt und volle Konzentration beim Spaziergang auf den Hund. Auch wenn das heisst, erstmal eine zeitlang getrennt laufen zu gehen.

Ich denke das bekommt Ihr schnell in den Griff.

Gruss Wendy

Pixel-Paws
#13
meine 1. hündin war auch so ein sch*** fresser. zwar nicht ihre eigene, aber sie lies keine einzige katzen-, fuchs-, wildschwein-, etc. kacke aus. teils mussten wir danach die ganze wohnung lüften, weil sie vom spaziergang heimkam und so dermassen aus der schnauze stank! ich habe da konsequent die wurfkette mitgenommen und sie mit argusaugen beobachtet. ein haps und sofort wurfkette! es hat schon so um die 4 anläufe gebraucht, aber dann war es bei mir draussen und sie hat nur noch ganz selten was besonders wohlriechendes inhaliert. meine eltern haben es zeitlebens nicht weggebracht, sie konnte da genaustens unterscheiden! bei mir nix fressen, bei meinen eltern gabs eine schlemmerparty. :ugly:

Disthen
#14
Wenn ein Hund eine unerwünschte Unart hat, muss man sich eigentlich zuerst immer hinterfragen, wieso tut er das. Antwort: Weil es für den Hund aus seinem Verständnis heraus etwas Normales ist!

Unsere Labi-Hündin hat dies auch von klein auf gemacht, vor allem ihren eigenen Kot. Habe dann auch das eine und andere ausprobiert. War dann eine totale Hektik jeweils, wer ihren Output zuerst hatte oder den des Zweithundes. Schlussendlich wurde es immer schlimmer. Je mehr ich dagegen arbeitete umso schlimmer wurde es. Vor allem warne ich dich davor, bei einem 13 Wochen alten Welpen mit Klapperdose oder Diskscheiben zu arbeiten. Das kann zu riesen Problemen in der Bindung führen. Schlussendlich hat er Angst vor euch. Auch wenn ihr so ein riesen Theater vor einem Kothaufen macht, besteht die Gefahr, dass er es gar nicht richtig einordnen kann. Mit 13 Wochen kennt er euch und eure Sprache viel zu wenig, um diese Verknüpfung richtig zu erstellen. Ich würde es im Moment gar nicht gross beachten, je wichtiger ihr diese Haufen macht, umso schlimmer wird es! Es beginnt ein richtiges Wettrennen darum. Es gibt aber auch Hunde, die dann unter Stress kommen, ihr Geschäft zu erledigen und beginnen rein zu machen, wenn es gerade ruhig und er drinnen unbeobachtet ist.

Im Gegenzug würde ich anfangen, dem Kleinen mit Spielzeug zu lernen, dass ihr Halter Ressourcen beansprucht. Das machst du indem du mit einem Spielzeug spielts und dich dann mit auf allen vieren darüber stellst. Akzeptiert Welpi dieses klare, ihm bekannte Signal nicht, dann schubst du ihn immer wieder leicht weg, wenn er rann will. Das machst du solange bis er es akzeptiert. Und dann kannst du zwischendurch auch wieder spielen damit, teils nimmst du es aber einfach auch weg. Es sollte aber nicht zu einer Frustration führen, sondern dazu, dass Welpi lernt, gewisse Dinge darf ich haben, andere Ressourcen beansprucht aber der Mensch (in der Hierarchie höher für sich). Mit der Zeit kannst du auch das Kommando "Meines" damit verbinden. Kennt der Welpi dieses Spiel, so kannst du anfangen, dich konsequent über Output zu stellen (reicht dann auch einfach darüber stehen). Mit der Zeit lernt so Welpi automatisch, dass gewisse Sachen anderweitig beansprucht werden. Dieser Weg liegt dem hündischen Verständnis näher, als irgendein "sii looh" oder sowas von weitem. Weil das hierarchische Leben tief in seinen Anlagen und Instinkten verankert ist. Wohingegen das einfach sein lassen, wenn es der andere ja nicht will oder beansprucht, für den Hund völlig absurd ist bzw. unsere Art, dass wir es zusammen nehmen, dann wiederum einen Widerspruch ergibt, der verwirrend ist.

Abbruchsignal und "Nein" kannst du in diesem Alter bei sowas vergessen. Da verlierst du und das Kommando verliert damit seine Wirkung.

Übrigens, unsere Labi-Hündin hat mit 6 Monaten dann gänzlich damit aufgehört ihren eigenen Kot zu fressen.

Seite 1 von 1 · 14 Beiträge in diesem Thema