Seminarrückblick "Gelassene Kommunikation"
2 Antworten1'022 AufrufeGestartet von Katrin Schuster ·
Katrin SchusterThemenstart
Hallo Zusammen!
Schon seit langer Zeit beschäftige ich mich mit dem Thema Stress auf verschiedenesten Ebenen. Neuropyhsiologisch, spirituell, biologisch, beim Hund wie auch beim Mensch, bzw. mit mir selber. Für mich ist es ein wichtiges Thema im Bereich der Verhaltenstherapie und für meine persönliche Weiterentwicklung. Mein Mammut hat mir in bisher 5 Jahren Zusammensein meine Stressthemen dermassen krass aufgezeigt, dass ich seit dem besonders viel Energie darauf verwende diese in den Griff zu bekommen. Inzwischen habe ich schon einige Wege kennengelernt und auch mein Wissen dazu massiv aufgestockt.
Und dann kam da ein Seminar, das genau hierauf ausgerichtet ist. Schon vor ein oder zwei Jahren wurde so eines angekündigt, das kam aber leider nicht zustande. Diesmal klappte es und ich bin mit einem kleinen Bericht zurückgekehrt. Ich denke, dass es hier auch einige gibt, die das Thema anspricht.
Zurück vom Seminar "Gelassene Kommunikation für Hundehalter" mit Bettina Almberger, im Heidiland Maienfeld .
Rückblick:
1. Erfreut durfte ich feststellen, dass das Thema bei sehr vielen Hundehaltern präsent ist und das viele bereits einige Schritte in diese Richtung gegangen sind. Trotz der grossen Gruppe war die Qualität sehr hoch und es war stimmig.
2. Die Inhalte waren mir grösstenteils bekannt und so war es für mich auch eine schöne Möglichkeit zu prüfen, wo ich stehe und ob der Weg den ich eingeschlagen habe für mich zielführend ist.
3. Viele Werkzeuge zu kennen ist eine Sache, sie anzuwenden ist eine andere. Hierbei hat mir das Seminar nun wertvolle Ideen mitgegeben. Gelassen Kommunizieren zu können, bedeutet, Stress-Situationen und meine Reaktionen darauf bewusst wahr zu nehmen und kleinschrittig Veränderungen zu erarbeiten. Verschiedene Werkzeuge helfen dabei, sich an diese Veränderungen heran zu arbeiten. Genau wie auch bei der Arbeit mit dem Hund .
Einige Elemente emfpand ich als besonders hilfreich und ich möchte Euch gerne davon berichten:
Diese Verknüpfung von Worten mit Gefühlen, Handlungen, Orten und Symbolen entspricht im Grunde einer klassischen Konditionierung. Mit der Erinnerung an meine Affirmation kann ich die damit verbundenen extrem positiven Gefühle wieder hervorholen und dadurch zuerst leichten, später vielleicht auch stärkeren Stress-Situationen begegnen. Spannend finde ich, dass es DREI Verknüpfungen sind, die hintereinander folgen und dass die Verknüpfungen auf mehreren Ebenen gefestigt werden (Gefühl, Handlung, Bild im Kopf, Symbol). Das dürfte eine deutlich stärkere Wirkung auslösen, als wenn immer nur ein konditioniertes Signal alleinstehend genutzt wird um eine emotionale Änderung hervorzurufen. Das erste Gefühl kündigt das zweite an, das zweite kündigt das dritte an und das dritte kündigt an, dass das Ziel erreicht ist und man weitergehen kann.
Es ist wie eine positive Gefühlskaskade, die dadurch angeworfen wird und die dadurch mehr Potential hat aus dem Stress heraus zu helfen.
Ich finde das sehr spannend, werde diese Konditionierung nun an mir selbst mal weiter festigen und prüfen, wo dies beim Hund ähnlich umgesetzt werden kann.
Anker-Signale, wie sie von Ute Blaschke Berthold für die Hundeerziehung entworfen wurden, dürften bereits auf diesem Prinzip basieren.
Sehr spannend, sehr lehrreich und sehr intensiv dieses Seminar.
Ich danke NF-Footsteps für die Organisation!
Herzliche Grüsse,
Katrin
Schon seit langer Zeit beschäftige ich mich mit dem Thema Stress auf verschiedenesten Ebenen. Neuropyhsiologisch, spirituell, biologisch, beim Hund wie auch beim Mensch, bzw. mit mir selber. Für mich ist es ein wichtiges Thema im Bereich der Verhaltenstherapie und für meine persönliche Weiterentwicklung. Mein Mammut hat mir in bisher 5 Jahren Zusammensein meine Stressthemen dermassen krass aufgezeigt, dass ich seit dem besonders viel Energie darauf verwende diese in den Griff zu bekommen. Inzwischen habe ich schon einige Wege kennengelernt und auch mein Wissen dazu massiv aufgestockt.
Und dann kam da ein Seminar, das genau hierauf ausgerichtet ist. Schon vor ein oder zwei Jahren wurde so eines angekündigt, das kam aber leider nicht zustande. Diesmal klappte es und ich bin mit einem kleinen Bericht zurückgekehrt. Ich denke, dass es hier auch einige gibt, die das Thema anspricht.
Zurück vom Seminar "Gelassene Kommunikation für Hundehalter" mit Bettina Almberger, im Heidiland Maienfeld .
Rückblick:
1. Erfreut durfte ich feststellen, dass das Thema bei sehr vielen Hundehaltern präsent ist und das viele bereits einige Schritte in diese Richtung gegangen sind. Trotz der grossen Gruppe war die Qualität sehr hoch und es war stimmig.
2. Die Inhalte waren mir grösstenteils bekannt und so war es für mich auch eine schöne Möglichkeit zu prüfen, wo ich stehe und ob der Weg den ich eingeschlagen habe für mich zielführend ist.
3. Viele Werkzeuge zu kennen ist eine Sache, sie anzuwenden ist eine andere. Hierbei hat mir das Seminar nun wertvolle Ideen mitgegeben. Gelassen Kommunizieren zu können, bedeutet, Stress-Situationen und meine Reaktionen darauf bewusst wahr zu nehmen und kleinschrittig Veränderungen zu erarbeiten. Verschiedene Werkzeuge helfen dabei, sich an diese Veränderungen heran zu arbeiten. Genau wie auch bei der Arbeit mit dem Hund .
Einige Elemente emfpand ich als besonders hilfreich und ich möchte Euch gerne davon berichten:
- "Hallo Gefühl!" Bewusst werden, wann ein Gefühl von Stress sich etabliert, die körperlichen Reaktionen wahrnehmen, sie aussprechen und willkommen heissen .
- In beginnenden Stress-Situationen die Konzentration auf die Füsse richten. Den Boden unter den Füssen spüren, symoblisch Wurzeln schlagen und sich dadurch weniger vom Stress mitreissen lassen.
- Den Emotionen einen Ausdruck verleihen. Mehr als ich es erwartet hatte, liess ich mich bei der Aufgabe, ein Bild meiner Emotionen zu zeichen heftig mitreissen. Es sprudelte alles nur so aus mir raus und es tat gut dies einmal so auf Papier zu bringen. Das Bild wird mich sicher in den nächsten Wochen noch in Meditationen begleiten .
- Affirmation erarbeiten. Man kennt das ja mit Affirmationen, die Bücherregale sind voll davon. Und doch konnte ich mich damit bisher zur wenig identifizieren. In dem Seminar erarbeiteten wir unsere eigene Affirmation mit drei Bedürfnissen, die für uns besonders wichtig sind. Jeder durfte sich ein Foto aus einer grossen Sammlung aussuchen und positive Eigenschaften aufschreiben, die wir mit dem Bild verbinden. Daraus wurden mittels Ausschlussverfahren, die für jeden einzelnen wichtigsten drei Worte herausgenommen, aus denen wir dann die Affirmationen erstellten.
- Zeit-Linie erstellen mit dieser Affirmation. Vom Hier und Jetzt gingen wir Schritt für Schritt die drei Eigenschaften durch. Wir prüften, wo wir diese bereits einmal wahrgenommen hatten, erinnerten uns intensiv an das körperliche Gefühl, die damit verbundenen Handlungen, den Ort und koppelten daran einen Gegenstand als Symbol, der uns mit dem Hund verbindet. Anschliessend gingen wir diese Folge nochmeinmal nacheinander durch, bis wir das Ziel - die Affirmation - erreichten um von dort aus die nächsten Schritte zu gehen.
Diese Verknüpfung von Worten mit Gefühlen, Handlungen, Orten und Symbolen entspricht im Grunde einer klassischen Konditionierung. Mit der Erinnerung an meine Affirmation kann ich die damit verbundenen extrem positiven Gefühle wieder hervorholen und dadurch zuerst leichten, später vielleicht auch stärkeren Stress-Situationen begegnen. Spannend finde ich, dass es DREI Verknüpfungen sind, die hintereinander folgen und dass die Verknüpfungen auf mehreren Ebenen gefestigt werden (Gefühl, Handlung, Bild im Kopf, Symbol). Das dürfte eine deutlich stärkere Wirkung auslösen, als wenn immer nur ein konditioniertes Signal alleinstehend genutzt wird um eine emotionale Änderung hervorzurufen. Das erste Gefühl kündigt das zweite an, das zweite kündigt das dritte an und das dritte kündigt an, dass das Ziel erreicht ist und man weitergehen kann.
Es ist wie eine positive Gefühlskaskade, die dadurch angeworfen wird und die dadurch mehr Potential hat aus dem Stress heraus zu helfen.
Ich finde das sehr spannend, werde diese Konditionierung nun an mir selbst mal weiter festigen und prüfen, wo dies beim Hund ähnlich umgesetzt werden kann.
Anker-Signale, wie sie von Ute Blaschke Berthold für die Hundeerziehung entworfen wurden, dürften bereits auf diesem Prinzip basieren.
Sehr spannend, sehr lehrreich und sehr intensiv dieses Seminar.
Ich danke NF-Footsteps für die Organisation!
Herzliche Grüsse,
Katrin
4× hilfreich
Hiascha
bearbeitet #2
Erst jetzt zum Lesen gekommen... Das Seminar tönt sehr spannend und wäre total etwas für mich, da das Thema Stress/Launigkeit und der darauf reagierende Hund ja leider immer noch ein Thema ist bei uns. Obwohl - ich habe da schon Fortschritte gemacht, auf welche ich auch stolz bin. Trotzdem gibt es noch viiiiiiiiiiiel Luft nach oben. Ich werde gelegentlich schauen, ob wieder so ein Kurs angeboten wird.
Kannst du mal noch genauer erklären, wie diese Zeitlinie funktioniert?
Danke für den Bericht!
Kannst du mal noch genauer erklären, wie diese Zeitlinie funktioniert?
Danke für den Bericht!
1× hilfreich
Katrin Schuster
Hallo Hiascha!
Mit der Zeitlinie "Time-Line" ist gemeint, dass ich immer vom "Hier und Jetzt" aus, die drei mir wichtigen Bedürfnisse der Affimation abgehe, bis ich das Ziel erreiche und von dort aus weiter gehe.
Ich stelle mir das so vor (bin aber nicht ganz sicher ob das die allgemeine Auffassung davon ist):
Im Hier und Jetzt bin ich gestresst.
Ich gehe einen Schritt vorwärts und komme an den ersten Teil der Affirmation, in meinem Beispiel war das die Verankerung im Hier und Jetzt.
Habe ich die Verankerung erreicht und wahrgenommen, gehe ich einen Schritt weiter zum nächsten Teil, in meinem Bespiel die Befreiung. Auch da spüre ich mich wieder rein, der Stress ist dann also schon zwei Schritte in der Vergangenheit.
Wieder geht es einen Schritt weiter in den dritten Teil der Affirmation in dem ich aufgehe. In meinem Beispiel die Endlichkeit allen seins. Ein letzter Schritt und ich habe das Ziel, die vollständige Affirmation erreicht, von dem aus geht es dann weiter ins "nächste Abenteuer".
Wenn ich diese Verknüpfungen stabil hinbekomme schaffe ich es nach und nach erst in leichten dann in stärkeren Stress-Situationen "vorwärts" zu kommen. Ich nehme den Stress wahr, gehe weiter und nehme wahr das ich verankert bin, gehe weiter und nehme wahr dass ich befreit bin, gehe weiter und nehme wahr, dass alles Endlich ist und fühle die Erleicherung, gehe weiter und bemerkte, dass ich die Situation überstanden habe...
Selbst wenn ich es mal im Stress selber nicht schaffe, komme ich mit dieser Technik evt. schneller wieder runter, bleibe nicht im Stress hängen.
War das verständlich?
Liebe Grüsse,
Katrin
Mit der Zeitlinie "Time-Line" ist gemeint, dass ich immer vom "Hier und Jetzt" aus, die drei mir wichtigen Bedürfnisse der Affimation abgehe, bis ich das Ziel erreiche und von dort aus weiter gehe.
Ich stelle mir das so vor (bin aber nicht ganz sicher ob das die allgemeine Auffassung davon ist):
Im Hier und Jetzt bin ich gestresst.
Ich gehe einen Schritt vorwärts und komme an den ersten Teil der Affirmation, in meinem Beispiel war das die Verankerung im Hier und Jetzt.
Habe ich die Verankerung erreicht und wahrgenommen, gehe ich einen Schritt weiter zum nächsten Teil, in meinem Bespiel die Befreiung. Auch da spüre ich mich wieder rein, der Stress ist dann also schon zwei Schritte in der Vergangenheit.
Wieder geht es einen Schritt weiter in den dritten Teil der Affirmation in dem ich aufgehe. In meinem Beispiel die Endlichkeit allen seins. Ein letzter Schritt und ich habe das Ziel, die vollständige Affirmation erreicht, von dem aus geht es dann weiter ins "nächste Abenteuer".
Wenn ich diese Verknüpfungen stabil hinbekomme schaffe ich es nach und nach erst in leichten dann in stärkeren Stress-Situationen "vorwärts" zu kommen. Ich nehme den Stress wahr, gehe weiter und nehme wahr das ich verankert bin, gehe weiter und nehme wahr dass ich befreit bin, gehe weiter und nehme wahr, dass alles Endlich ist und fühle die Erleicherung, gehe weiter und bemerkte, dass ich die Situation überstanden habe...
Selbst wenn ich es mal im Stress selber nicht schaffe, komme ich mit dieser Technik evt. schneller wieder runter, bleibe nicht im Stress hängen.
War das verständlich?
Liebe Grüsse,
Katrin
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