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Körperkontakt bei Übungen

17 Antworten1'716 AufrufeGestartet von lorileu ·

lorileuThemenstart
#1
Hallo zusammen

Es hat zwar (noch) nicht spezifisch mit BH zu tun, da ich aber bald einmal damit beginnen möchte, habe ich mich hier durch die diversen Threads gelesen und unter anderem mit dem Aufbau "front" (vorsitzen) begonnen. Zudem möchte ich das "Fuss" und die Grundposition dafür noch deutlich verbessern (bzw. korrigieren.. :grumpy: ).
Leider habe ich bis anhin kaum Ahnung von Hundesport bzw. vom korrekten Aufbau damit und so ist es gut möglich, dass wir das eine oder andere falsch aufgebaut haben :blush: . Das soll sich nun ändern.

Ich habe nun beim Üben des Vorsitzen gemerkt, dass Diandra die Nähe absolut nicht mag. Wenn ich sie mit dem "luege" (Blickkontakt) "ablenke" bzw. auf mich konzentriere, dann kann ich einigermassen nahe an sie ran, sonst weicht sie mir aber immer nach hinten aus (dass sie von sich aus so nahe rankommt, ist momentan eher auszuschliessen, daher mache ich es umgekehrt, ich hoffe das ist nicht kontraproduktiv?)
Das gleiche Problem habe ich bei der Grundposition vom Fuss, sie sitzt zwar neben mir ab (ohne Körperkontakt), aber sobald ich etwas näher an sie ranrücke oder sie mal nur leicht berühre (egal ob ausversehen mit dem Jäckli oder bewusst mit der Seite des Beines) steht sie auf und geht einen Schritt zur Seite. Beim Fuss-laufen meidet sie den Körperkontakt nicht.
Mir ist bisher noch nie so bewusst aufgefallen, dass sie diese Nähe nicht mag. Warum sie sie nicht mag, weiss ich noch nicht so recht. Sie ist sonst ein sehr verschmuster und liebesbedürftiger Hund, der eigentlich nie zu viel Zuneigung und Körperkontakt haben kann, sie fordert den Kontakt oft ein und kommt unaufgefordert zu uns zum Schmusen. Wir hingegen fordern keinen Körperkontakt o.ä. von ihr ein, es muss freiwillig von ihr aus kommen. Eigentlich ist sie auch sonst ein sehr auf uns fokusierter Hund, wenn ich z.B. mit fremden Leuten und Hunden spazieren gehe, dann orientiert sie sich stark an mir (da sie eher ein unsicherer Hund ist).

Was kann ich machen, damit Diandra diese Nähe nicht mehr unangenehm ist? Ich möchte das Fuss etc. ja nicht einfach nur aufbauen und sie muss die Nähe dabei aushalten, ich möchte dass es für sie nicht mehr unangenehm ist.

Vielen Dank für eure Tipps!

Flittermouse
#2
Sicher können einige das viel besser erklären oder haben bessere Tipps:)
Bei uns in der Gruppe wo ich mich aufs BH vorbereite geht alles über den Trieb. d.h. es wird mit Spielzeug am Körper gespielt und im richtigen Moment bestätigt indem der Hund das Spielzeug packen darf etc. auch Sitz, Platz, Steh wird so aufgebaut. Es wird ganz ohne Futter gearbeitet.
Ich kenne bisher nur das und merke, dass er unwahrscheinlich gerne in die Huschu geht und auch die anderen Hunde wenig interessant sind für ihn, wenn wir gemeinsam Uebungen machen... :D

lorileu
#3
Danke für deine Antwort.
Leider interessiert sich Diandra kaum für Spielzeug. Sie trägt zwar hin und wieder ein Plüschtier durch die Wohnung, aber das wars dann auch schon. (Daher wird sich auch das Apportieren als eher schwierig erweisen, aber das bauen wir jetzt langsam auf, mit den Tipps hier aus dem Forum...solange der Futterbeutel im Spiel ist, ist das Interesse etwas vorhanden.)
Übungen etc. klappen bei ihr hauptsächlich über Futterbelohnung. Locken o.ä. mit Futter ist aber kaum möglich, da sie dann viel zu stürmisch und gierig aufs Futter ist, daher verläuft das dann eher kontraproduktiv. Laut Hundeschultrainerin sollen wir nur mit Futter belohnen, nicht locken (was wir auch nicht (mehr) tun).

Flittermouse
#4
Ich bin gewohnt ohne Futter zu arbeiten und habe so immer versucht den Spieltrieb "am leben zu erhalten".
Die Futterbelohnungen langsam reduzieren und statt dessen richtig "heftig" mit ihr Spielen als Belohnung könnte evlt. klappen, braucht sicher etwas Zeit und Geduld.

Der Versuch mit Futterbelohnung zu arbeiten, was ich anfangs beim der Fussposition versuchte habe ich schnell über wieder begraben. Mir war dabei unwohl und ich merkte dass ich auch im falschen Moment belohne?(. Einzig bei "Gib laut" gibt es Wurst:horny:dafür kommt langsam ein Tönchen oder so ähnlich raus;-)

Katrin Schuster
#5
Hoi Lorileu!
Einen Tipp, wie Du das am sinnvollsten Erarbeiten kannst habe ich nicht, da ich in diesem Bereich überhaupt nicht arbeite. Da können Dir andere sicherlich mehr zu sagen.

Aber zu Deiner Frage WARUM Diandra sich so verhält hätte ich eine mögliche Antwort:

Frontal auf einen Artgenossen und Sozialpartner zu zu laufen und dann auch noch Körperkontakt aufzunehmen, wäre in der hündischen Kommunikation als äusserst frech und respektlos zu werten und könnte auch als echte Provokation angesehen werden.
Du bist für Diandra ein Sozialpartner und sehr wahrscheinlich hält sie große Stücke auf Dich. Daher wäre es aus ihrer Sicht sehr wahrscheinlich unsinnig, Dich auf diese Art und Weise zu provozieren, sie möchte ja nicht in einen Konflikt mit Dir geraten.
Freundlich und respektvoll hält sie daher eher ein wenig Abstand.
Alleine das schnelle und frontale auf Dich zulaufen könnte sie schon Überwindung kosten und das vor allem, wenn Du steif da stehst und mit Deiner Körperhaltung keine konkrete Freude und Ausgelassenheit ausdrückst.
Wenn Du nun Deinerseits auf Sie zu gehst, könnte das evt. kontraproduktiv sein, denn Du bringst sie noch mehr in den Konflikt.


Diese Kommunikative "Hürde" kann durch gutes Klickertraining zum Beispiel abgebaut werden. Ich persönlich bin davon einfach nicht so ein Fan, aber das ist Ansichtssache. Hier sind slicherlich einige dabei, die Dir da gute Ideen für den Aufbau geben können.


Herzliche Grüße,
Katrin

lorileu
#6
Hallo Katrin

Vielen Dank für deine Antwort.
So habe ich das noch gar nie gesehen!

sighthound
#7
ich kann dir nur sagen, dass es bei nastassja gleich war, aus genau dem grund den katrin beschreibt. meine grosse ist menschen gegenüber extrem höflich, niemals würd sie einen bedrängen und korrektes fuss ist ja nahezu eine bewegungseinschränkung vom hund aus gesehen. ich habe daher angefangen, dieses "korrekte" fuss als eigene übung anzuschauen. im spasssport und rallyeobedience, sowie im alltag reicht ja ein "ungefähres" fuss, also neben HH laufen. damit kommt sie gut zurecht. das "korrekte" für BH etc. übt druck aus auf sie, dem sie sich lieber entziehen würde. ich verlange es daher wirklich nur sequenzenweise als übung. aufgebaut hab ich es mit würstli in meinem mund. ich zeige ihr anfangs, dass ich mir würstli (oder was anderes begehrtes) in den mund stecke. sobald sie wirklich korrekt läuft, mich anguckt, spuck ich sie an. sie beginnt mit der zeit von selber auf meinen mund zu schauen und so korrekt zu laufen.

ich hab es anfangs nur sehr kurz gemacht, eben wegen dem druck. bei meiner wird es wohl immer ein problem sein, so eng zu laufen, daher starte ich nicht im BH etc. als übung aber find ich es super und ich hab so das fuss auch mit meinen arbeitshunden aufgebaut, die damit auch weit weniger ein problem hatten.

Jasy
#8
Wie Katrin oben schon beschrieben hat, ist die Nähe für viele Hunde unangenehm, da sie damit eine Distanz unterschreiten, die im Hundealltag nicht immer zulässig ist und dann auch nur, wenn die entsprechenden Signale ausgesendet werden.

Wenn wir aber die Grund- oder die Frontposition üben, dann stehen wir Menschen meist sehr gerade und in einer angespannten Haltung da, weil man es ja von Anfang an richtig machen will und dazu auch noch ganz genau beobachtet, was der Hund macht. D.h. mit seiner ganzen Körperhaltung und der Mimik signalisiert man dem Hund eigentlich Distanz.

Von dem her übe ich diese Positionen sehr gerne über ein Target (Ziel), das der Hund berührt: in der Grundposition durch den Kontakt seiner Schulter mit meinem Bein und bei der Frontposition durch Schnauenzenberührung (am Anfang der Hände, welche ich vor mich halte und später immer weiter nach Aussen nehme). Das macht es dem Hund einfacher, denn erstens hat er ein klares Ziel und er weiss aufgrund der Aufgabe, dass die Nähe erwünscht ist. Das Ganze kann mit oder ohne Klicker erfolgen.

Die Grundposition übe ich z.B. wie folgt:

1. Der Hund sitzt
2. Ich stelle mich links neben ihn in einer Distanz, in der er noch nicht zu weichen versucht
3. Ich nehme mehrere Leckerchen in die linke Hand und..
4. ...halte ihm diese so hin, dass er seinen Kopf leicht nach links drehen muss und mache gleichzeitig einen kleinen Schritt auf ihn zu (ruhig und nur so nahe, wie es dem Hund noch angenehm ist)
--> Im gleichen Moment, in dem ich den Schritt mache, gibt es ein Lob oder einen Klick und der Hund bekommt das Leckerchen.
5. Ich bleibe nun in dieser Distanz und gebe ihm 2- 4 Leckerchen (eins nach dem anderen) in dieser Position
6. Ich mache den Schritt wieder zurück und es gibt auch kein Leckerchen mehr

7. Die Schritte 3-6 wiederhole ich, bis ich merke für den Hund ist diese Nähe OK
8. Danach beginne ich wieder mit dem Schritt 1 und 2, diesmal bin ich aber schon näher beim Hund
9. Nun wiederhole ich die Schritte 3-6 in dieser Nähe

In der Regel stehe ich dann meist schon relativ schnell neben meinem Hund und nun achte ich darauf, dass ich ihm die Leckerchen so gebe, dass seine Schulter mein Bein berührt, wenn er das Lob und das Leckerchen bekommt. Nun kann ich ausch schon bald das von mir gewünschte Kommando einführen: anstatt des Lobs, sage ich nun das von mir bestimmte Kommando, sobald seine Schulter mein Bein berührt und er das Leckerchen bekommt.

Um zu überprüfen, ob er das Prinzip verstanden hat, gehe ich nun auch keinen Schritt mehr weg, sondern verlagere lediglich mein Gewicht ein klein wenig nach rechts, so dass der Hund den Kontakt zum Bein verliert. Bemüht er sich nun darum, dass er diesen wieder bekommt, indem er ebenfalls leicht nach rechts kippt, hat er es verstanden. Ansonsten verlagere ich mein Gewicht selbst wieder auf den linken Fuss, so dass wir uns wieder berühren und es gibt wieder Leckerchen. Dies wiederhole ich solange, bis der Hund auf mein Weichen, nachkommt.

Die Dauer für diesen Aufbau dafür ist abhängig davon, wie schnell der Hund die Nähe annimmt. Wichtig ist einfach, die einzelnen Übungssequenzen so kurz als möglich zu halten, damit der Hund die Freude daran nicht verliert. D.h. lieber mehrmals über den Tag verteilt, 2-3 Minuten lang, als einmal eine Viertelstunde. Aber in der Regel geht dies bei den meisten Hunden schnell. Und sobald sie diese Grundposition einmal verstanden haben, kann man mit dem Aufbau des Eindrehens ins Fuss beginnen und muss nicht gleichzeitig an Nähe und Position arbeiten.

Leider habe ich im Augenblick keine Möglichkeit ein Video hochzuladen, aber ich hoffe, es ist trotzdem einigermassen verständlich.

Moni

lorileu
#9
im alltag reicht ja ein "ungefähres" fuss, also neben HH laufen. damit kommt sie gut zurecht.
Das klappt zum Glück auch einigermassen gut. :)
aufgebaut hab ich es mit würstli in meinem mund. ich zeige ihr anfangs, dass ich mir würstli (oder was anderes begehrtes) in den mund stecke. sobald sie wirklich korrekt läuft, mich anguckt, spuck ich sie an. sie beginnt mit der zeit von selber auf meinen mund zu schauen und so korrekt zu laufen.
Danke für den Tipp, werd ich mal versuchen. Das "luege" hab ich auch mit Würstli im Mund aufgebaut und das klappt recht gut.
@Jasy: Danke für den Tipp, klingt interessant und einleuchtend und ich könnte mir vorstellen, dass das bei Diandra funktionieren könnte. Wir werden es gerne versuchen :)

Tagtraum
#10
Wurde ja schon sehr gut erklärt :thumbsup:
Als Tipp noch für das Front. Am Anfang kannst du in die Hocke gehen und/oder dich ein wenig nach hinten lehnen, so fällt es dem Hund leichter, so nah zu kommen. Gib ihr die Guddis immer ganz nah bei dir oder sogar aus dem Mund direkt, das ermutigt sie, so nahe zu kommen.

andi+rudel
#11
ich würde ihr signalisieren, dass deine direkte nähe überaus angenehm für sie ist.

zu anfang ohne kommando etc..

rufst du sie zu dir, belohne sie aus der geschlossenen hand direkt vor deinem bauch. dabei wäre ich zu anfang mit lekkerli nicht sparsam. abbauen kann man immer noch.

dabei sie nicht -anstarren- oder zu offensiv beobachten.

ob sie hier steht, oder freiwillig schon sitzt ist egal. zu anfang heisst es nur die nähe zu dir so angenehm als möglich gestalten.

an die feinheiten des weiteren aufbaus kannst du anschl. weiter gehen.

ich habe ja auch hunde, welche nicht spielen und futterbelohnung gibt es nie mit gestreckter hand, sondern immer direkt aus der hand an meinem körper.

gerade bei einem stürmischen hund, welcher derart auf lekkerli "abfährt" hast du da alle möglichkeiten offen.. und ehrlich gesagt, sei froh dass sie so freude an futterbelohnung hat und du dies intensiv nutzen kannst, da sie damit durchaus auch "triebig" ist.

umgekehrt wäre es bei unserem mali gelaufen. für sein balli tat er alles. lekkerli spuckte er mir entgegen. dann gabs eben balli...

Frau_D.
#12
Ich mache es so wie Andi es schreibt... Ixy interessiert sich noch nicht für Beute, also nutze ich weiterhin den Futtertrieb aus. Sowohl für's Fuss als auch für's Front gibt es das Lecker am Körper. Beim Front habe ich begonnen, indem ich Ixy sitzen liess, mich dann recht breitbeinig vor sie gestellt habe und ihr das Lecker - damals noch - fast zwischen meinen Beinen gegeben habe. Danach bin ich direkt wieder einen Schritt zurück gegangen. Schritt ran, Lecker am Körper, Schritt weg. Insgesamt habe ich mit ihr auch einige Mal durch-um-und-über-Noras-Beine-kraxxeln gespielt, damit sie da keine Hemmungen entwickelt. Im Laufe der Zeit bin ich dann immer näher an Ixy gerutscht, im Front habe ich die Beine immer mehr geschlossen und sie hat derweil Futter aus meiner Hand gepopelt.

Heute klappt es teilweise schon recht gut und sie sucht beim Front oder Fuss direkt den Kontakt zu meinen Beinen. :)

Nra
#13
Du hast ja jetzt schon viele tolle Tipps bekommen und ich wollte einfach mal anmerken, dass auch das richtige spielen als Belohnung erst aufgebaut werden muss. Es reicht halt bei einem nicht do beutegierigen Hund einfach ein Plüschtier fallen zu lassen ;)
Ich an Deiner Stelle würde herausfinden, auf was Dein Hund richtig abfährt: Bei uns waren es z.B. Zerrspiele. Seitdem ich das Fusslaufen damit belohne, läuft der Hund plötzlich lange, eng und mit Blickkontakt Fuss wie nix :thumbsup: Mit Futter oder Ball werfen oder ähnlichem komme ich bei ihm nicht weit.
Wenn Du beim Futter bleiben willst, würde ich persönlich das folgendermassen aufbauen:

1. Futter in der Hand, du kniest vor Deinem Hund, wenn Dein Hund Dich anschaut und das Futter in Ruhe lässt, Click/Markerwort/ Belohnungwort etc. und Futter
2. Wenn Deinem Hund klar ist, Futter gibt es nur wenn er Dich anschaut, kannst Du Deine Position verändern: Jetzt machst Du das ganze aus der Grundposition aus. Hund sitzt rechts neben dir, Futter in der linken Hand links neben dem Hundekopf. Bei Blickkontakt gibts Futter, so ziehst Du den Blick immer länger raus.
3. Wenn das funktioniert, dann beginnst Du ein Schritt zu machen. Wenn Dein Hund verstanden hat, Futter gibt es nur, wenn ich Dich lange anstarre, funktioniert das auch in der Bewegung.
4. Die Schrittanzahl wird vergrössert.

Venja
#14
Hallo

Dein Hund ist ein Labi, vermutlich aus einer Arbeitslinie? Alle Arbeitslabis die ich kenne haben extrem ein Problem mit der Nähe zum Besitzer, die sind viel zu 'höflich' um dich anzurempeln, aber das können sie lernen.

Selbst meine Holländerin (immerhin ein Schäfi) hatte am Anfang extrem Mühe mich zu berühren bei der Arbeit. Ich hab sie auf der Distanz gelassen die ihr wohl war und mit der Zeit kam sie immer Näher. Ok sie war nie extrem weit weg, aber berührt hat sie mich NIE.

Was du auch machen kannst, gerde fürs Front, setzt dich auf den Boden, Beine gespreitzt und lock den Hund dazwischen und füttere ihn am besten auf deinem Bauch. Ist am Anfang für den Hund schwer, aber mit der Zeit wird es akzeptiert und damit kannst du weiter arbeiten. Du kannst dich sogar nach hinten legen und dem Hund zeigen das es schön ist auf deinem Bauch zu liegen.

Beim Fusslaufen habe ich meine Venja jetzt so umgestellt das ich geziehlt das berühren (sie berührt mich seitwärts mit dem Kopf) geclickert habe. Zuerst nur eine Andeutung und mittlerweile stupft sie schon recht fest. Das könnte vielleicht auch helfen. Ausserdem muss der Hund dich für eine gute BH Prüfung gar nicht berühren, er sollte nur auch nicht nen halben Meter neben dir laufen, dann passt das schon. Wenn die Distanz zu dir immer gleich ist, wird das von den wenigsten Richter als Fehlerhaft bewertet.

labinchen
#15
... Das gleiche Problem habe ich bei der Grundposition vom Fuss, sie sitzt zwar neben mir ab (ohne Körperkontakt), aber sobald ich etwas näher an sie ranrücke oder sie mal nur leicht berühre (egal ob ausversehen mit dem Jäckli oder bewusst mit der Seite des Beines) steht sie auf und geht einen Schritt zur Seite. ...
Wenn DU näher rückst, dann lernt sie nichts, denn DU hast dich bewegt. Du musst sie dazubringen, sich zu dir hin zu bewegen.
Heute Morgen in der HuSchu hat die Leiterin den Aufbau des Kontaktes der Hundeschulter zum linken Knie der Hundehalterin (Hh) erklärt. Ich versuche es aufzuschreiben.

- Wichtig: Die Hh soll ihre Füsse an den Boden nageln. Keine Bewegung, keine Nachrutschen, nix.

- In der linken Hand hält die Hh ein Gudi und vollführt dabei erst einen Halbkreis von vorne nach ganz hinten und zieht danach die Schnauze des Hundes mittels dieser Gudihand, den Oberschenkel berührend, nach vorne.

- Sobald die Hundeschulter den Oberschenkel berührt, ist die erwünschte Endposition erreicht und "Simsalabim": Die Hand öffnet sich und belohnt.

- Es ist dabei evt. nötig, die Hand dem Oberschenkel entlang sogar etwas vor den Körper zu ziehen, um damit die Hundeschulter am Knie zu haben.

Als Zusatzhilfe hat sie den Schultertouch erwähnt:

- Dabei baut man auf, dass der Hund seine Schulter auf einen Post-it-Zettel drückt.

- Diesen kann man dann irgendwohin kleben, um den Hund zum Touchen zu bringen. Er kriegt dabei ein Gefühl für die Berührung der Schulter mit einem Objekt und wird belohnt.

- Später kannst du den Zettel an deinen Oberschenkel heften. Et voilà!

Oft ist das Problem, dass der Hund zwar die die Schulter an den Oberschenkel drückt aber nicht parallel zur Hh steht. Sie löst das wie folgt:

- Die Gudihand bleibt geschlossen und nach Möglichkeit in der Endposition, obwohl der Hund mit der Nase dran ist und stupst und stupst.

- Die Hh beobachtet die Hinterbeine des Hundes und - sobald sich diese ein wenig bewegen - wird belohnt.

- Hat der Hund begriffen, dass er die Beine bewegen muss, dann öffnet sich im nächsten Schritt erst, wenn die Beine sich zur korrekten Endposition hin bewegt haben.

Meine persönliche Zusatzhilfe:

- Ich stehe anfangs so nahe an einer Wand, dass der Hund mich berühren muss, wenn er an meine linke Seite kommt.

... Was kann ich machen, damit Diandra diese Nähe nicht mehr unangenehm ist? Ich möchte das Fuss etc. ja nicht einfach nur aufbauen und sie muss die Nähe dabei aushalten, ich möchte dass es für sie nicht mehr unangenehm ist. ...
Ich kenne euch beide nicht, daher kann ich dir nur schreiben, wie ich den Körperkontakt zu meinem Hund 'erspiele'.
- Ich schaue wenig fern, aber wenn, dann nur am Boden sitzend und dann kommt mein Hund automatisch zu mir.

- Meinen viertelstündigen Powernap mache ich immer am Boden liegend in der Nähe des Hundes oder 'am' Hund. Mag er keinen Körperkontakt, dann ist auch gut.

- Liegt er am Boden, schreite ich gelegentlich über ihn oder krieche auf allen Vieren über ihn.

- Ich lege mich am Boden auf den Rücken und verlange, dass der Hund über mich springt. Dann muss er liegen und ich schreite oder krieche über ihn.

- Spielzeuge schmeisse ich zwar auch, meist bewege ich sie aber um meine Beine herum, auch mal in einer Acht um beide Beine.

- Ich lasse den Hund gelegentlich menschliche Beintunnels laufen.

- Ich gehe sicher täglich mit meinem Kopf an den liegenden Hund ran und stupse, necke ihn ein wenig, achte aber darauf, dass er nicht hochdreht. Beginnt er mich zu lecken oder knabbern, kriegt er einen Nuggi - nein, ein Spielzeug - in den Fang.

Unolino
#16
Uno geht auch ca im 1m-abstand im fuss...aber bei ihm liegts an der körpergrösse. Er kann mich von dieser distanz besser anschauen. Trotzdem habe ich es am anfang belohnt, dann immer etwas näher geführt und dann belohnt. Mittlerweile klappts ganz gut :) am 2. März fängts bei uns endlich wieder an *freu*

Etwas was lange gedauert hat: hund im platz, warten, halter mehrere meter weg. Dann zurück zum hund, hund muss im platz bleiben. Ich konnte am anfang nur ca einen halben meter neben uno und er ist sofort vom platz ins sitz. Ich habe mich dann mit ganz kleinen schritten angenähert ubd hetzt klappts :D

labinchen
#17
@Lorileu: :mail:

lorileu
#18
Hallo zusammen

Viiiielen lieben Dank für all eure Antworten und Tipps und auch für die PNs, die ich bekommen habe :thumbsup: Ihr seid super! Ich werde die Tipps mal ausprobieren, schauen was Diandra und mir am meisten entspricht und euch dann sicher updaten, wie es so läuft :D

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