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Fehler zum Schmunzeln

10 Antworten1'156 AufrufeGestartet von Yasodhara ·

YasodharaThemenstart
#1
Da ich solche Sachen möglichst vermeiden will (und mich auch ein wenig amüsieren will ;) ), würde es mich freuen, ähnliche Geschichten von euch zu hören.
Also, welche Fehler habt ihr in der Erziehung gemacht, die zu einem unerwünschten Verhalten geführt haben, das ihr anschliessend wieder wegtrainieren musstet?
Meine Geschicte passierte meiner Mutter und die geht so:

Meine Eltern sind letztes Jahr in ein neues Haus umgezogen, dass von meinem Vater komplett renoviert wurde. Da Ihre Wohnung als erste fertiggestellt war, zogen sie schon mal ein.
Der Norwich Terrierrüde meiner Mutter war zu dem Zeitpunkt fast ein Jahr alt.
Unten im Garten stand eine Mulde mit viel Bauschutt, welcher natürlich aus drum herum auf dem Boden lag. Der Kleine Rüde brachte also eines Tages irgendwelche kleineren Betontsteinchen zum Spielen rein. Meine Mutter nahm im das Ding ab und bot ihm zum Austausch ein Guti an. Das Hundchen fand natürlich irgendwann was Ähnliches interessant und nahms mit rein zum ausgiebigen Bekauen.
Meine Mutter hin, Guti angeboten und Teil entsorgt.
Das Spiel wiederholte sich noch 1-2x und schliesslich kam der Kleine alle immer wieder, mit immer grösseren Bauschuttteilen an, völlig stolz und in Erwartung einer Belohnung. Meiner Mutter ist das gar nicht aufgefallen und ich musste so lachen, als ich das Ganze beobachtete. Der Terrier schleppte nach ein paar Tagen Holzreste die fast grösser waren als er in den ersten Stock, wahrscheinlich in der Erwartung, dass die Belohnung dann auch grösser ausfällt.
Ich habe sie darauf aufmerksam gemacht, dass ihre Vorgehensweise vielleicht leicht kontraproduktiv sein könnte und sie musste auch lachen. Ich muss hier noch anfügen, dass meine Mutter letztes Jahr sehr krank war und sonst nicht so schusselig/unaufmerksam.

dsire
#2
:D
Solche Fehler oder Geschichten habe ich keine dazu...
Lisa war ein Problemhund, da durfte von Anfang an nix schief laufen in der Erziehung ;)
Yasodhara
#3
Warum war Lisa denn ein Problemhund? Kannst auch gerne den Link reinmachen zum entsprechenden Beitrag, wenns denn einen gibt.

dsire
#4
Puh irgendwo verfasste ich mal ne kurzversion... keine Ahung mer wo! Müsste mal suchen... sonst wirds OT hier ;)

Santana
#5
Das was da deiner Mutter passiert ist würde ich jetzt nicht als Fehler bezeichnen. Ist ja nicht wirklich schlimm, sie hat einfach unbewusst ein Verhalten gefördert. Aber diese unbewusste Verhaltensfürderung kann natürlich unter gewissen Umständen zu Problemen führen, indem man z.B. einem unerwünschten Verhalten zu viel Aufmerksamkeit zukommen lässt.

So wirklich ein Beispiel von mir habe ich auch nicht, obwohl mir ähnliche Dinge sicher auch schon passiert sind. Aber solche Dinge finde ich dann eher lustig als tragisch ;) und man kriegts ja dann meist auch wieder weg.

Ich würde an mich nie den Anspruch stellen in der Erziehung meines Hundes keine Fehler machen zu wollen. Wenn man sich nämlich zu sehr darauf versteift alles richtig zu machen und den perfekten Hund hinzubekommen bleibt manchmal leider ein wenig der Spass auf der Strecke und man vergisst auch, auf die natürliche Intuition zu hören die einem schon von alleine viele Fehler vermeiden lässt. Und was man auch nie vergessen darf: der Hund muss schliesslich zu einem selber passen und nicht zu Mensch xy. Sprich man sollte für sich selber entscheiden was der Hund darf und was nicht und das dann auch durchziehen, und nicht darauf hören was veilleicht jemand anderes als wichtig erachtet.
Meine Hündin macht auch Dinge, bei denen andere Leute die Augen verdrehen weil das für die vielleicht ein Zeichen von Unerzogenheit ist. Aber das muss mir egal sein, denn ich kann mit dem Verhalten so leben und habe mich vielleicht bewusst dazu entscheiden es zu akzeptieren, dafür bin ich dann in einem anderen Punkt strenger :)
So, ich hoffe ich bin nicht zusehr vom Thema abgekommen :P

ylaika
#6
Hab dem Jo die Befehle für die Zugarbeit auf Deutsch, genau genommen im Dialekt beigebracht.

Blöde Idee. Wirklich.

Es war dann so, dass ich mit Jo und einer total unerfahrenen Sacha mit den Langlaufskiern unterwegs war auf, wie immer auf einer Skating-Loipe, auf der es erlaubt war, dass ich mit den Hunden fuhr.
Dann ergab sich folgende, unheilvolle Konstellation: Ein Langläufer vor mir, der langsamer war als ich. Mit zwei Hunden ist man idR, wenn die Qualität der Hunde nicht ganz zu wünschen übrigen lässt, natürlich schneller als der gemeine Langläufer. Weiters war vor mir ein entgegenkommender Langläufer.
Dies wäre grundsätzlich kein Problem gewesen wenn ich nicht Jo dem Befehl "Jo, rechts ume!" derart scharf und energisch zurief dass sich der vor mir befindliche Langläufer, den wir eigentlich links überholen wollten meinte, ich würde ihn anschreien und er komplett genervt "Ja ja, i gang jo scho ume!" auch nach rechts auswich.
Meine gehorsamen Hundis rannten natürlich weiter und dadurch, dass die sowohl mit Neckline als mit Zugleine aneinander verbunden waren, brachten sie den armen Langläufer vor uns, wenig sanft zu Fall.

Habe Sacha nun die fremdsprachigen Befehle beigebracht, damit so etwas nicht mehr passiert.


Weiterer skurriler Fehler in der Erziehung von Jo:
Habe ihm beigebracht an der Leine um mich herum an die linke Seite zu gehen. Hört sich nicht schlimm an aber Jo hat das etwas zu extrem betrieben was zu erheblichen Schwierigkeiten führte beim

Spazieren gehen mit Regenschirm
Spazieren gehen mit zwei Hunden
Langlaufen ganz besonders
Inlineskaten
Radfahren


Bei Sacha habe ich die meisten Fehler gar nicht mehr aufkommen lassen.

Yasodhara
#7
@Santana: Oh nein, ich wollte im Eröffnungsthread nicht sagen, dass ich jegliche Fehler vermeiden zu können glaube. Und ich bin so überhaupt nicht der Typ, der einen absoluten Gehorsam vom Hund erwartet oder auch nur wünscht. Sicher sollten einige Sachen möglichst einwandfrei klappen, aber ich werde sicher nie die sein, die 3x/Woche aufm Hupla steht und steht und stundenlang drillt.
Fehler werde ich wie alle, ganz viele machen und dieser Fred dient wie gesagt eher dazu lustige Patzer in der Hunderziehung zu erzählen.

@yleika: Das mit dem Langläufer ist echt witzig. Ich kann mir das richtig vorstellen.
Das 2te Beispiel mit der Leine, da blick ich jetzt noch nicht so richtig durch. Also sobald du den Jo an der Leine hast, läuft der konsequent zu deiner linken Seite? Wo ist den das Problem beim Regenschirm?

Santana
#8
Ja klar, ich weiss schon was Du meinst :D .

[QUOTE='Yasodhara]@Santana: Und ich bin so überhaupt nicht der Typ, der einen absoluten Gehorsam vom Hund erwartet oder auch nur wünscht. Sicher sollten einige Sachen möglichst einwandfrei klappen, aber ich werde sicher nie die sein, die 3x/Woche aufm Hupla steht und steht und stundenlang drillt.
[/QUOTE]--> im Übrigen ist das alleine noch kein Garant dafür dass ein Hund gut gehorcht. HuPla und Alltag sind oft zwei paar Schuhe, ich kenne ein paar Hunde die auf dem HuPla absolut ihre Leistung bringen, aber die dennoch meines Erachtens nicht alltagstauglich sind (für meine Ansprüche...die Besitzer sind aber u.U. mit dem Verhalten im Alltag zufrieden). Im Übrigen stehe ich mit meinem Hund auch 1-2 x / Woche auf dem HuPla und trainiere, also meine Aussage soll niemanden angreifen der regelmässig trainiert :D das ist nur so eine Beobachtung die ich mache.

Shila
#9
Habe meinem, als ich anfing mit ihm zu biken, beigebracht, in jedem Fall auf der rechten Seite zu laufen und tolerierte keine Schlenker zur linken Seite hin.
Da ich hin und wieder kurz der Strasse nachfahren muss, fand ich das ungeheuer wichtig, dass das zuverlässig klappt.
Es funktionierte auch nach kurzer Zeit zu 100%, Hund klebte am rechten Rand, komme was wolle. War sehr stolz auf meinen durchschlagenden Erziehungserfolg, wenn nur alle meine Drillmassnahmen so erfolgreich wären! ;)
Nur blöd, dass einem hin und wieder Spaziergänger oder Sonstiges entgegen kommt und sich leider nicht alle immer brav auf die linke Seite stellen, um meinen Rechtsläufer passieren zu lassen. Auch wenn man an einer, zur rechten Seite hin, steil abfallenden Stelle vorbeifährt ist es nicht unbedingt angenehm, haarscharf an der Kante vorbei zu flitzen und beinahe über dem Abhang zu hängen. Definitiv zu viel Adrenalin für mich! :ugly:
War eine Heidenarbeit, ihm anschliessend verständlich zu machen, dass das Kommando "links laufe" durchaus auch seine Daseinsberechtigung hat und es hin und wieder von Vorteil ist, kurz an den linken Rand zu wechseln, um Frontalkollisionen und Abstürze zu vermeiden. :D

ylaika
#10
@yasodhara
er geht konsequent an meiner linken Seite, wenn er zb. eine Katze sieht und ich ermahne ihn, dreht er sich um, geht um mich herum und kommt links wieder in die grundstellung. Das geht aber nur gut, wenn man beide Hände zur Verfügung hat, sonst gibts einen Knoten.

Nadja und Patenhunde
#11
Ich hatte bei meinem ersten Patenhund (auch mein erster Hund überhaupt) mindestens zwei Denkfehler drin :lalala: .

Das erste Missgeschick ... das Futter soll 20 Minuten eingeweicht werden vor der Fütterung ... ich also brav immer den Backofentimer auf 20 Minuten gestellt, am Ende der 20 Minuten piepte es, ich lief in die Küche und gab Hundi das Futter ... es ging dann nicht sehr lange, bis Hundi jedesmal wenn der Backofen Pieper ging in die Küche rannte ... und der Pieper geht oft bei uns (Wäsche, Kochen, sonstige Erinnerungen).

Der Pieper wurde dann nicht mehr gestellt für's Futter .... und heute geht das eh alles Handgelenk mal Pi :)

Die andere Fehlüberlegung ereignete sich beim "sed" (Sitz). Xivan konnte das Hörzeichen eigentlich zuverlässig. Irgendwann meldete sich dann aber sein Sturkopf "was ich soll da jetzt "sed" machen, bevor ich von der Leine darf ?( ... nö, vergiss es". Meine hundeunerfahrene bzw. nicht ganz durchdachte Überlegung, na gut, dann machst du halt nicht "sed" dafür kannst Du auch nicht von der Leine .... nur Hundi verknüpfte das natürlich anders, nämlich: cool, wenn ich mich weiger muss ich nicht :grumpy:

Auch diesen Lapsus konnten wir ausbügeln

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