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Der Deutsche Boxer

6 Antworten1'941 AufrufeGestartet von Schlumpf87 ·

Schlumpf87Themenstart
#1
So ich machs jetzt noch hier rein ;) sonst siehts ja Keiner.

Hallo =)

Würde mich gerne etwas über diese Rasse erkunden und hab da ein paar Fragen :)

Was kann man alles mit ihnen machen?

Was ist zu beachten im Umgang mit dem Boxer?

Wer hat Erfahrung mit Boxern und kann mir ihr Wesen etwas beschreiben? Ich weiss was in den Rassestandarts steht, aber ich hätte gern noch persönliche Meinungen :)

Rassenspazifische Krankheiten auf die man achten muss? Gibt es Probleme mit der Atmung wegen der Form der Nase?

Einerseits steht oft, dass der Boxer seiner Familie gegenüber sehr freundlich und treu ist, Fremden gegenüber aber eher misstrauisch. Jetzt stell ich mir die Frage, ich müsste meinen Hund mit zur Arbeit nehmen, dh im Zug und Büro trifft der Hund immer wieder auf fremde Personen. Könnte dieser Umstand, auf Grund seiner Schärfe, zu einem Problem werden?

Mir ist klar, dass vorallem diese Rasse eine konsequente und liebevolle Erziehung voraussetzt :)

Vielen Dank =)
Chrigula
#2
Halli hallo

Die Eltern meines Freundes hatten seit jeher Boxer, ihr jetziger Boxerrüde ist 10 Jahre alt und schon etwas grau ums Schnäuzchen rum ;)

Ich glaube nicht, dass man pauschal sagen kann, was man mit dem Boxer alles machen kann. Ich habe sogar schon einen Boxer Agility machen sehen und Boxer sind ja nun nicht die typischen Agilityhunde. Ich denke grundsätzlich kannst du mit einem Boxer alle Sportarten, die ein anderer Hund macht, auch machen. Kommt halt immer ein bisschen auf dein "Exemplar" an, welches du dann besitzt.

Nun, ich führe ja selber keinen Boxer kann dir aber erzählen, wie ich den Boxerrüden meiner Schwiegereltern in Spe erlebe. All ihre Boxer die sie hatten, sind mit Kindern aufgewachsen (mein Freund hat drei kleine Schwestern, es war also immer etwas los!) und nie gab es irgendwelche Probleme. Im Gegenteil, der Boxer schien als der perfekte Familienhund schlechthin!
Auch mir gegenüber war er nie wirklich "misstrauisch". Am Anfang vielleicht etwas reserviert und ja, man könnte das vielleicht schon Misstrauen nennen? Er kam halt nicht sofort freudig auf mich zu sondern liess mich am Anfang eher links liegen. Er kam wohl, um sich seine Streicheleinheiten abzuholen, begrüsste mich jedoch nie so intensiv wie "seine" Familie. Also eigentlich ganz normal und ohne irgendwie agressiv/misstrauisch zu sein. Mittlerweile freut er sich aber immer sehr, wenn er mich sieht und kommt freudig auf mich zugelaufen. Wir haben jeweils ein richtiges Begrüssungsritual :)
Ich denke ein Boxer kann sehr gut irgendwohin mitgenommen werden, sei das im Zug oder sonstwo, es spielt, wie bei allen andern Hunden auch, eine Rolle, wie man ihn als Junghund an solche Situationen gewöhnt.

Das einzige Problem bei ihm sind andere Rüden. Aber auch da nicht alle und mit meinen Mädels gab überhaupt noch nie irgendwelche Probleme. Aber auch die Sache mit andern Rüden ist, denke ich, nicht wirklich Boxertypisch sondern eher "Männergehabe" oder eine Frage der Erziehung oder wie man es auch immer sehen will... ;)

Probleme mit der Atmung hatte der Boxer nie, was ihm jetzt zu schaffen macht ist eine Arthrose und eine alte Kreuzbandgeschichte. Aber ich meine gehört zu haben, dass Boxer schon nicht unbedingt die gesundesten Hunde sind... allerdings kann ich dir dazu nichts Genaues sagen.

Ich jedenfalls hab die Knutschbacke so richtig lieb gewonnen :love: ich erlebe ihn als tollen, sehr umgänglichen Familienhund und gerade meine Schwiegereltern in Spe sagen: "Einmal Boxer - immer Boxer!" ich habe ihn noch nie irgendwie bösartig oder scharf erlebt. Aber eben, auch das ist halt wieder eine Frage der Erziehung, wie so oft :)

Hoffe, ich konnte dir meine Eindrücke von einer tollen Knutsch- und Sabberbacke etwas näher bringen ;)

andi+rudel
#3
oha..

ab dem alter habe ich auch sehr viel erfahrung mit boxern sammeln dürfen.

rein positiver natur.

mein grossi arbeitete im schutzhundebereich mit allen seinen boxern.

es sind und bleiben für ihre leute schlabberbacken...

dieser hund war allerdings "nicht ohne".. wenn ich so nahe bei ihm war, sollte sich besser niemand fremder nähern. da verstand er keinerlei spass.



dsire
#4
Boxer gibts bald wie Sand am Meer ;)
Ich kenne so viele sicherlich etwa 15...
Bei den Hündinnen gibst die eine oder andere Hündin die etwas zurückhaltend ist fremden gegenüber. Die unkastrierten Rüden sind meist nicht gut Verträglich mit anderen Rüden, ziemlich dominant, Die Kastrierten Rüden die ich kenne alle top verträglich und sehr sozial und gut erzogen. Alles sehr gute Wächter aber keine Kläffer...
Aber leider kenn ich nur etwa 4 davon die kein Gesundheitliches Leiden haben... Bei den Boxern ist heute glaube ich vieles Bekannt vorallem Arthrose, HD und ED.

Kojote
#5
Wir haben gleich zwei solcher Monster ;) Ich bin mit Boxern aufgewachsen. Unseren ersten hatten wir, als ich gerade eingeschult wurde. Er war mir Freund, Tröster, Bruder... alles in einem eben. Den zweiten hatte meine Mutter, als ich 21 war (esch au scho chli här...) und seit 5 Jahren bin ich nun stolze Besitzerin eines wunderschönen Boxerrüden.

Ich mache seit Anfang an Hundesport mit ihm und bin auch in unserem Verein sehr aktiv. Zurzeit bin ich im Aufbau für BH2 und hoffe, mit ihm im Herbst dann für die Prüfung bereit zu sein.

Er ist ein grossartiger Hund: Wo ich bin ist er auch. Im Hundesport ist er eine "harte Nuss", was ich grösstenteils mir selber zuzuschreiben habe, da ich nicht seit Beginn "richtig" mit ihm trainiert habe. Ich mache mir nun seine Sturheit zunutze und seit einigen Monaten fühle ich, dass wir zu einem richtigen Team zusammengewachsen sind.

Manchmal drohe ich ihm, ihn zu kastrieren, denn wenn ein läufiges Weibchen auch nur irgendwo in der Nähe ist, kann ich den Appell vergessen (ich nenne ihn dann zuweilen triebgesteuertes A.... :evil: ).

Er ist absolut sozial und ich könnte ihn jederzeit überall mit hinnehmen. Das einzige, was ihm nicht gefällt und ihm auch noch nie gefallen hat, ist, wenn Fremde ihn über den Kopf streicheln. Da zieht er den Kopf ein. Ist aber eigentlich überhaupt nicht boxertypisch.

Er ist starker Allergiker: Futtermilben, Hausstaubmilben, Weizen... Wir haben lange gebraucht, bis wir das heraus gefunden haben. Ich füttere getreidefreies Trockenfutter und einmal im Monat gebe ich ihm eine Spritze zur Desensibilisierung. So haben wir die Allergie gut im Griff. Ansonsten hat er keinerlei Krankheiten (Holz alänge :) ).

Dann kam vor rund drei Jahren noch eine entzückende, weisse Boxerhündin hinzu. Sie ist absolut liebenswert und ist ebenfalls am liebsten immer und überall um einen herum. Vor etwa einem Monat hat der Tierarzt festgestellt, dass sie hinten rechts bereits Arthrose im Knie hat und das Kreuzband etwas lädiert ist. Wir versuchen, es auf natürliche Weise in den Griff zu bekommen, da die Operation ziemlich aufwendig und natürlich auch teuer wäre. Manchmal, wenn die beiden draussen "herum gesaut" haben, hinkt sie abends. Aber die Lebensfreude ist ungetrübt und die zwei sind ein richtige Dreamteam.

Das Atmen ist bei beiden kein Problem, da sie unter den Boxern eher "langschnäuzig" sind. Sie schnarchen nicht einmal :D

Allergien, HD, Arthrose, Spondylose. Das sind so "gängige" Krankheiten bei Boxern. Unsere Weisse hat ab und zu entzündete Augen. Dagegen gibt es homöopathische Tropfen.

Der Boxer ist kein Anfängerhund. Was man anfangs oft noch süss und "härzig" findet, wird schnell einmal zum Problem. Ich mit zweien solcher "Kampfhunde" ecke auch öfters mal an. Eine Tierärztin sagte auch schon zu mir (bei der weissen Hündin): "Das ist jetzt aber mal ein schöner Dogo Argentino" :wall:

"Scharf" ist das falsche Wort. Triebstark trifft es eher. Und dieser Trieb in den richtigen Bahnen ist absolut genial. Agility würde ich jetzt nie mit einem Boxer machen, da mir das zu fest auf die Gelenke geht. Wenn die Bemusklung stimmt, kann man aber fast alles mit ihnen machen.

Wichtig ist absolute Konsequenz von Anfang an. Wir erleben es öfters im Verein, dass neue Mitglieder sich in einem reinen "Boxerclub" viel wohler fühlen als in einem gemischten Hundeverein.

Ui, ist das lang geworden. Ich hoffe, ich konnte helfen. Sonst kannst du mir gerne per PN noch weitere Fragen stellen.

Kojote
#6
Ah ja, noch was: Wenn du den Welpen von Anfang an mit zur Arbeit nehmen würdest, sehe ich da überhaupt kein Problem. Hauptsache, er oder sie darf bei dir sein.

Und noch als letztes: Wenn du dich für diese Rasse entscheidest, such dir eine richtig gute Zuchtstätte. Es gibt einige Züchter, die ich wärmstens empfehlen könnte und andere, von denen ich dringend abraten würde. Da werden einem Boxer als absolut pflegeleicht, super einfach zu erziehen und nie krank "angedreht". Und das stimmt halt so einfach nicht. Also Augen auf bei der Züchterwahl :)

Schlumpf87
#7
Oh wow :) vielen Dank für Eure Erfahrungsberichte! da ist ja Einiges zusammengekommen! :thumbsup:

Das mit den Krankheiten schein ja wirklich sehr verbreitet zu sein :( schade. Aber ich denke das wär für mich ein eher sekundärer Grund mich nicht für diese Rasse zu entscheiden.

Ich werde mich dann mal in nächster Zeit mit einem guten Züchter in Verbindung setzen, um diese Rasse etwas näher kennen zu lernen :)

@Kojote: Danke schön! ich mach dir Heute noch ne PN

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