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Allergikerin

9 Antworten1'262 AufrufeGestartet von margit ·

margitThemenstart
#1
hallo

meine Gioia ist bald 12 Jahre alt und leidet seit sie 2 1/2 Jahre ist unter Allergien. Damals habe ich mit Cortison und Antibiotika meine Süsse behandeln lassen, es führte leider nicht zum Erfolg. Es wurden verschiedene Tests durchgeführt, Haut geschabt um die Allergien einzugrenzen. Getreide, Hausstaubmilben, Futtermilben, Sauerampfer, Roggen waren die Stoffe auf diese mein Mädchen am meisten reagierte.

Bekannte forderten mich auf sie auf homeöpatische Weise zu therapieren. Wir zogen das eine lange Zeit durch und ca 2 Jahre später begann ich dann ab sofort sie auf Barfen umzustellen. Es klappte hervorragend und wir hatten ihre Allergieschübe ziemlich im Griff. Es gab schon immer wieder mal Stellen wo es mal juckte und auch Rötungen und Pusteln entstanden. Diese hatten wir durch scheren der betroffenen Stellen ganz gut im Griff.

Das ging gut bis sie mit 9 Jahren die Gebärmutter entfernen musste, da diese ganz vereitert war und sie zuvor sehr viel Blut verlor und stark abmagerte. Seitdem bin ich immer wieder in Behandlung bei Tierärzten. Das Barfen musste ich bald darauf einstellen, da sie dieses nicht mehr verwerten konnte und auch wieder abmagerte. Von da an wurde sie mit ein hyperallergenen Futter ernährt, welches bis heute ihr Hauptfutter ist.

Seit Sommer diesen Jahres werden ihre Allergieschübe wiede extrem stark, sie kratzt sich permanent und ihre Haut ist total übersät mit Pusteln. Sie war total gerädert und wir haben wieder mit Cortison- und Antibiotikabehandlungen angefangen. Der Juckreiz liess nach aber die Haut wurde immer schlimmer. Ab August haben wir dann angefangen mit desensibilisieren und es wurde noch schlimmer. Die Dosis des Cortisons wurde erhöht, es wurde nicht besser. Vor 12 Tagen bekam sie zusätzlich eine Antibiotikaspritze, danach noch Schmerzmittel.

Sie bricht seit 7 Tagen immer wieder zusammen und kann selber nicht mehr aufstehen, wir müssen sie hochheben, wenn sie steht dann geht das laufen auch, einfach langsam und nur kurze Strecken. Muskelabbau ganz extrem. Auch verweigert sie das Fressen des Trockenfutters. Äpfel liebte sie, jetzt rührt sie diese nicht mehr an. Auch Kartoffeln mag sie nicht mehr.

Am Montag war ich in der Tierklinik und es wurde ein Ultraschall gemacht, Organe sind alle in Ordnung, Urin wird noch im Labor weiteruntersucht. In 1 Woche werden wir mit einer Dermatologin weitere Untersuchungen durchführen.

Sie tut mir so leid und ich möchte ihr so gerne helfen und hoffe auf Tipps.

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Liebe Grüsse Margit

Romaine und Harley
#2
Wie ist denn die Schilddrüse?

fischerhundefan
#3
Hallo Margit

die Leidensgeschichte Deines Hundes erinnert mich stark an die eines Neufundländers den ich mal sehr gut kannte. Er litt an einer Autoimmunkrankheit, er war praktisch allergisch gegen sich selber. So alt wie Deine Gioia wurde er allerdings nicht - man musste ihn viel früher erlösen.

Hier ist die Krankheit ganz gut erklärt:

https://www.enpevet.de/Lexicon/ShowArticle/40950/Autoimmunerkrankungen_der_Haut

Alles Gute

margit
#4
hallo

@ Romaine - die Schilddrüse wurde noch nicht wieder untersucht im Moment.

Was mich am meisten erschreckt, dass sie so schnell an Muskelmasse verloren hat, auch ihre Fressunlust gibt mir Rätsel auf. Wenn wir eine kurze Gassirunde drehen, dann kann sie aber dennoch ".......dreck" fressen, bei sowas langt sie immer noch zu. Konnte ich ihr nie wirklich abgewöhnen, ausser ich ahne es früh genug, dass dort irgendetwas liegen könnte. Auch beim Wasser lösen kommt es vor, dass sie einknickt und nicht mehr sehr hoch kommt.

Es ist keine 14 Tage her, dass sie noch eine 3/4 Stunde locker mit uns laufen gegangen ist und zwar nicht langsam.

@ fischerhundefan - ich werde die Ärztin danach fragen, bis anhin wurde nie von einer Autoimmunkrankheit der Haut gesprochen. Es ging immer um Allergien

Liebe Grüsse Margit

margit
#5
hallo

heute waren wir beim nächsten Untersuch. Haut wurde an mehreren Stellen abgeschabt und auch Abstriche wurden gemacht.

Festgestellt wurden Hefepilze in den Ohren, bakterielle Entzündungen Haut und Pfotenbereich, Sarkoptesmilben konnte nicht nachgewiesen werden, sie bekam ja vor 1 Woche eine Bravectotablette.

Weitere Berichte folgen noch.

Das Cortison wird weiter ausgeschlichen, wir sind jetzt bei 25mg/Tag und die Hautärztin meinte ohne dass die Internistin anwesend war, dass wir eine andere Therapie für meine Süsse anstreben müssen.

Sie bekommt ab morgen neu:

Magenschutz, damit sie wieder besser Fressen mag, vor allem morgens

Apoquel, damit der Juckreiz und die Haut sich erholen können

Malaseb Shampoo ist nicht neu aber wir müssen sie öfter damit einshampoonieren.

Eas Otic für die Ohren

In einer Woche haben wir dann telefonischen Kontakt um etwaige Veränderungen und die noch ausstehenden Ergebnisse zu besprechen.

Sie ist wieder "fitter" wenn man das so sagen kann, seit wir das Cortison wieder am reduzieren sind.

Leider kann sie immer noch nicht selber aufstehen, sie braucht Unterstützung von unserer Seite. Steht sie dann, geht es ganz ordentlich. Nur morgens nach dem langen Liegen, braucht sie länger und bricht beim Gassigehen schon mal ein.  Fressen tut sie, morgens weniger, da kann sie nicht so gut, später dann nimmt sie ordentliche Portionen zu sich. Das ganze ist frisch zubereitet und gebraten oder gekocht.

Ihr Trockenfutter verweigert sie, mit keiner Zutat von all den frischen Sachen konnte ich sie nicht überzeugen, das anzunehmen.

Romaine und Harley
#6
Ich hacke nicht gerne darauf herum. Aber WANN wurde denn die Schilddrüse das letzte Mal untersucht?

Meily
#7
Ohweh die Arme. Das Bild sieht ja fürchterlich aus...

Hoffentlich tritt bald besserung ein. Ich dürck die Daumen!

1× hilfreich
margit
bearbeitet #8
ja es geht aufwärts mit meiner Lady, sie hat heute bereits zweimal eine grössere Gassirunde gut überstanden.

Die Tage zuvor gingen da meist nur 100 - 150 m auf einmal. Heute waren es bereits 1 km und die zweite Runde war sogar 1.5 km. Durch die Reduzierung der Dosis des Cortisons und auch die Besserung des Fressverhaltens ist sie "wacher". Das Aufstehen bereitet ihr aber nach wie vor noch Mühe. Wir haben den Plattenboden mit rutschfesten Teppichläufern belegt und wenn sie "richtig" draufliegt, gelingt ihr das Aufstehen, durch Locken eines Würstchen, mit Anstrengung. Aber sie kann es alleine und wird überschwenglich dafür gelobt, sie hat einfach auch Angst, dass sie wieder zusammenbricht. Das merkt man ihr an, deshalb bin ich auch bei den Gassirunden beim Versäubern in Haltestellung um eventuell den Zusammenbruch zu verhindern. Sie meidet Unebenheiten in der Wiese.

Auch konnte ich sie heute zum Ball spielen animieren, sie wollte doch tatsächlich tschutte, zumindest war der Ansatz da und dann gab sie mir laut zu verstehen, dass ich da mitmachen soll.

Vorhin wurde sie wieder shampooniert und musste dann unter die Dusche, sie stand wie ein Stein da und wollte nicht, also mussten wir zu zweit die Dame in die Dusche hieven.

Die Haut ist nicht mehr so gerötet wie vor einer Woche.

P.S. die Schilddrüse wurde vor 1 1/2 Jahren das letzte Mal kontrolliert.

Berni
#9
Und wenn du sie mit sowas https://www.petphysio-shop.de/Hundeshop-Hundegehhilfen.html unterstützt? Könnte dir und dem Hund vielleicht den Alltag erleichtern.

2× hilfreich
fischerhundefan
#10
Na da habt ihr doch all die Symptome im Griff, ist doch prima wenn es  schon aufwärts geht.

Gute Besserung weiterhin!

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