Zäumung und Trense

nati

Erfahrener Benutzer
25. Sep. 2005
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Hallo Leute!

wollte mal wissen mit welcher Zäumung und welchen Mundstücken, oder eben nicht :wink: , ihr reitet.

es gibt ja immer ganz verschiedene Gründe und Wege, wie man zu dem Idealsten gelangt. auch Sinn, Zweck und das Ziel sind wichtige Faktoren bei der Auswahl. auch gibt es rassentypische Ausrüstungen

hier wie ich es mache:
-für Bodenarbeit (Gehorsam) und spazieren ein einfaches Knotenhalfter wie es auch Pat Parelli verwendet

-für Handarbeit (Gymnasizierung) einen weichen Kappzaum

-zum Reiten stehen mir eine doppeltgebrochene Trense, und eine spezielle, relativ dünne Trense, welche keine "Nussknackerwirkung" hat, zur Verfügung

bin gespannt wie ihr das so macht

en Gruess
Nati

 
Hallo Nati

aus meiner Sicht, kann man dies nicht Allgemein sagen. Die jeweilige Zäumung muss individuell auf das reiterliche Können und die Empfindlicheit des Pferdemauls abgestimmt sein.

Egal ob auf Hackmore, dünne, dicke oder weiss ich was für welche Trense oder Kandarre ein Pferd aufzäumt ist, ein guter Reiter kann sich darauf einstellen.

Richte Dich an Deinem Pflegepferd an den Hilfsmitteln, wie es ursprünglich ausgebildet wurde. Aber theraphier dises Pferd nicht falsch.

Ich rede damit leider aus Erfahrung, als ich ein gesundes Pferd an eine junge Reiterin verkaufte, machte diese aus ihm ein Krankes vor lauter Therapien nach X Y Verfahren und hilfreichen Ratschlägen. Sorry, entweder sind heute die Reiter nicht mehr ganz "gaga" oder die Pferde werden völlig falsch ausgebildet. Ansonsten kann ich mir die vielen Pferdeflüsterer und Ähnliche auf dem Markt nicht erklären.

Wir reiten unsere Vollblutpferde mit üblicher Wassertrense, ohne Martingal. Einen Kappzaum haben unsere nur kennen gelernt vor dem Einreiten. Halfter zum Anbinden und ansonsten nichts.

Ich weiss demnach auch nicht was ein Knotenhalfter ist oder höchstens, als ich ein Seil in der Prärie zu einem Halfter verknoten musste um einen Mustang anzubinden.

Du siehst, ich kenne mich in Deiner Pferdehandlingswelt nicht aus.

Mfg Shamiro

 
Hallo Shamiro!

habe hier ein Bild von einem Knotenhalfter, aber ist nicht wichtig ob man nun genau weiss was es ist oder nicht.

mir geht es darum mit möglichst wenig die qualitativ beste Bewegung des Pferdes zu erreichen.
und da ist es teilweise sinnvoll, das Pferd in eine optimale Biegung an einem weichen Kappzaum zu bringen, weil ich damit nicht unnötig an einer Trense im Maul herumzerre und meine Einwirkung sehr klar ans Pferd heran kommt.

bezüglich Hilfsmittel schliesse ich mich dem Spruch an : "einen guten Reiter erkennt man daran was er nicht braucht, und nicht an dem was er braucht"

und das mit den "Flüsterern" findet sich heutzutage ja überall! leider! :(
sei es bei den Pferden, Hunden oder auch in der Kindererziehung

Grüsse
Nati

 
Hallo Nati,
meine junge Freibergerstute ist sehr fein im Maul. Ich habe nun schon verschiedene Trensen ausprobiert. KK-Ultra, Wassertrense aus Kunststoff mit Apfelgeschmack und nun eine doppelgebrochene Kupfertrense. Mit der letzten läuft Nina momentan am besten. Zum Longieren habe ich die KK-Ultra drin (auch eine doppelgebrochene Trense ).
Der Reitzaum ist ein Mexikanischer Zaum und der Longierzaum ein Enlischer Zaum. Beim Longieren verwende ich einen Longiergurt und Halsverlängerer. Möchte aber bald mal auf Doppellonge umsteigen.

Beim fahren verwende ich ein Kopfstück ohne Scheuklappen und eine dicke Liverpoolkandarre mit Zungenfreiheit und Kinnkette.
Liebe Grüsse

 
Hola Nati

Schade, das ich zu weit weg wohne ich würde dieses Pferd gerne mal „life“ sehen.

Du schreibst, „er macht spanischer Schritt, Passage und alles was ihm einfällt!!!“ Demzufolge hat er eine Grundausbildung, fördere die weiter und akzeptiere ihn als Andalusier und dessen spanische Reitkunst. Nichts schlimmeres wäre für mich die Vorstellung dieses Pferd in die englische steife Reitweise zu zwingen.

mir geht es darum mit möglichst wenig die qualitativ beste Bewegung des Pferdes zu erreichen.

und da ist es teilweise sinnvoll, das Pferd in eine optimale Biegung an einem weichen Kappzaum zu bringen
Ich kann damit nicht nachvollziehen was Du aus ihm machen willst. Ein klassisches Dressurpferd kann aus einem P.R.E. damit nicht gezaubert werden. Sicher kann ein Pferd an der Longe gefördert werden, sofern dies auch sachverständig geschieht. Aber Reiter und Pferd müssen eine Einheit werden. Wenn das Pferd schon mehr kann als der Reiter, verlottert es oder der Reiter kann mit Hilfe eines Lehrers schneller weiter kommen.

für Bodenarbeit (Gehorsam)
Zugegeben ich musste mich erst mal schlau machen was damit heute gemeint ist. „Bodenarbeit“ lernte ich als Gymnastizieren kennen, Training durch gezielte Übungen und Bewegungen. Gehorsam, dieses Wort gibt es für unsere Pferde nicht. Für uns gilt, Vertrauen. Spazieren gehen nur, wenn es krankheitsbedingt geschont werden müsste.

Aber was macht den der Besitzer dieses Pferdes? Denn irgendwie finde ich es seltsam, dass Du Dich so um die Weiterbildung eines Pflegepferdes kümmerst. Unsere dürfen nur mit ihnen Ausreiten und ansonsten nichts. Sollte einer mit dem Pferd nicht klar kommen, war dies der falsche Reiter.

Saludos Shamiro

 
Hallo Shairo!

ehrt mich fast ein wenig, dass ich Dich neugierig machen konnte! 8)

leider komme ich aus der "steifen" englichen Reitweise und bin vielleicht darum so bemüht etwas zu finden was diesem Pferd gerecht wird. ich möchte es ja weiter fördern, aber noch mehr mich selber auf seinen Stand bringen, da er sicher viel weiter ist als ich!

ich denke aber ich habe eine gute Reitlehrerin gefunden, sie hat selber einen Andalusier und war auch schon einige Zeit bei Bent Branderup im Praktikum.

Gehorsam, muss ich Dir recht geben, ist vielleicht das falsche Wort. Kommunikation und Vertrauen trifft es da wohl eher!

ich denke auch, dass man stark unterscheiden muss, ob man selber Pferde hat oder seit bald jahrzehnten, 1-3x wöchentlich reitet. das sind Welten! zum eigenen Pferd hat man sicher einen engeren, vertrauensvolleren Kontakt und die Kommunikation läuft einfach. ich bin dem Pflegepferd zwar bekannt, aber schwierig ein zu ordnen in seinem Herdensinn.
ich fand aber eine klare Struktur im Konzept von Pat Parelli wie ich das Pferd vertrauensvoll führen kann (und ich es vorallem immer gleich mache!)

und andererseits die Reitweise welche Bent Branderup praktiziert.
Bent Branderup war selber 2 Jahre Schüler der Escuela Andaluza del Arte Ecuestre und wurde von Maestro Don Javier Garcia Romero unterrichtet. in seinen Pilgerjahren von "Meistern" gelehrt wie Salvador Sanchez, Nuno Oliveira und Egon von Neindorff. mir sagen selber die meisten Namen nichts, aber vielleicht hilft es die Reitweise besser einordnen zu können.

en Gruess
Nati

 
Hallo zusammen,

ich reite meine Kaltblutstute mit einer Wassertrense. Ich hatte gar nie die Möglichkeit gross zu probieren, da ich hier in der Schweiz einzigst Wassertrensen und Fahrkandarren in der Grösse 16.5 oder 17.5cm erhalte.

Beim Vorbesitzer kannte sie nur die Kandarre und bei mir lernte sie die Wassertrense kennen, welche sie auch fröhlich kauend angenommen hat.

Kürzlich habe ich, kaum zu glauben, einen Kappzaum aus Nylon gefunden, welcher meinem Reitelefanten um den Kopf passt. Gekauft habe ich ihn, da ich sie nach der Kolik OP sinnvoll aufbauen möchte, unter anderem mit longieren. Auf die Dauer wäre es mir nicht sympathisch, sie immer mit der Trense zu longieren.

Morgen werde ich mal in eine Schnupper-Doppellongenstunde gehen, und schauen, ob das noch eine Möglichkeit für uns wäre.

LG Christa

 
Hey

Also ich reite meinen Baladin mit einer doppelt gebrochenen Wassertrense. Am Anfang habe ich ihn immer mit Martingal, Nasenband und Sperriemen geritten, da ich von den Vorbesitzern dies so erklärt bekam, "ohne Nasenband wirst du dieses Pferd nie reiten können". Tja unterdessen habe ich alles "unnötige" entfernt, das heisst, er hat nur noch das lose Kopfstück mit der Trense. Zum Longieren verwende ich meistens ebenfalls den Zaum, zwischendurch verwende ich das "Geitner-Halfter" oder so ähnlich. Für die Bodenarbeit habe ich noch ein Knotenhalfter. Mein nächstes Ziel ist ein Hackamor, da werde ich mich mit Hilfe meiner Stallbesitzerin herantasten, nicht dass ich noch Fehler mache damit.

So ich denke das ist alles was mir dazu im Moment einfällt.

Es grüsst euch

d'Ursi

 
Hallo Zusammen

Ich habe meinen Wallach lange mit einem "Bitless" geritten. Das ist nur ein Nasenband, ohne Trense. Momentan geht es nicht mehr, weil er ziemlich oft austickt und durchbrennt. Da ich western reite, habe ich ihm momentan eine Kandare (gerade Stange mit Anzügen) drin. Damit traut er sich nicht mehr wegzulaufen und man kann ihn wieder ohne grosse Zügeleinwirkung mit Gewicht und Hilfen reiten. Habe ab und zu auch mal wieder eine Doppeltgebrochene Trense drin. Aber das verleitet ihn sofort wieder, um durch zu brennen, wenn er sich erschrickt. Lustigerweise erschrickt er sich mit der Kandare nicht mehr oft. Deshalb denke ich, es ist nur eine momentane "Ausprobierphase".

Claudia

 
Hallo Zusammen!

herzlichen Dank für die rege Teilnahme zu diesem Thema!

@Sabrina
hey, ganz kunstvoll, hübsch! gefällt mir gut!

liebe Grüsse
Nati

 
Hallo zusammen!

nehme hier wieder mal einen alten Thread hervor.

hab mir zu Weihnachten die 3 DVDs von Bent Branderup geleistet.

http://www.haustierforum.ch/phpBB3/gallery/image.php?image_id=1004 http://www.haustierforum.ch/phpBB3/gallery/image.php?image_id=1005 http://www.haustierforum.ch/phpBB3/gallery/image.php?image_id=1006

So kam ich wieder auf das Thema der Zäumung.

Ich möchte sehr gerne mal das Reiten mit Kappzaum (für Biegung und Stellung) und eingeschnallter Trense (für abwärts) reiten. So könnte ich auch das einhändige, 4züglige Reiten üben, was ja dann auch beim reiten mit der Kandare wieder ein Thema wäre :wink:

Hier noch das Objekt der Begierde

http://www.haustierforum.ch/phpBB3/gallery/image.php?image_id=1007

gesehen bei www.elcaballo.de

Liebe Grüsse

Nati

 
Hallo Nati.

Bei Pferden kenne ich mich absolut nicht aus.
Was ist den anders wenn du so reiten tust und hast es nun schon einmal ausprobiert?

Gruss, Dani

 
Hoi Dani!

Das Ziel der "klassischen" Reiterei ist es, mit dem Sitz das Pferd längs zu biegen. Damit das bis in die Kopfgelenke passiert, kann man das Pferd mit Hilfe des Zügels in die gewünsche Position bringen. Aber dann zieht man dem Pferd im Mund herum und dieser sollte ja möglichst sensibel bleiben.
Darum die Einwirkung über den Kappzaum, also am Nasenband.

Bisher habe ich es noch nicht ausprobiert, muss erst noch bestellen (da es eine Sammelbestellung gibt, kann es etwas dauern bis alle ihre Wünsche abgegeben haben)

Grüsse
Nati

 
Hallo zäme

Immer wieder ein interessantes Thema :)

Ich reite eine enlische Vollblutstute. Im Gelände und teilweise auf dem Platz reite ich sie mit Parelli Halfter. Longlieren auch mit Halfter oder dann frei. Teilweise reite ich sie auch nur mit Halsreif oder ganz ohne etwas auf dem Platz.

Bin sehr stolz auf "mein" Weibli :D