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Will Poole

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  1. Kennt jemand den Hundetrainer Marc Welti?

    Ich möchte an dieser Stelle keine neue Diskussion starten, sondern festhalten, dass ich in der Vergangenheit nochmals bei Marc Welti im Training war und meine damaligen Erkenntnisse revidieren muss. Er ist ein hervorragender Hunde - und Menschenkenner mit wachen Instinkten und einer grossen Sensibilität für die Beziehung Mensch-Hund. Er arbeitet mit einer ursprünglichen Leidenschaft und grossen Natürlichkeit. Ich kann ihn nur empfehlen. Es ist auch schön zu sehen, wie er sich in den letzten Jahren weiterentwickelt hat. Seine Erfahrung und sein Fachwissen helfen hoffentlich noch manchem Hundehalter.
  2. Kennt jemand den Hundetrainer Marc Welti?

    Nicht nur. Eben weil ich denke, dass ich damit nicht genau das vermittle, was ich vermitteln will: Sicherheit, Ruhe etc. Futter vermittelt keine Sicherheit. Spiel puscht zumindest meinen Hund auf, er ist dann hektisch und nervös...Verbales Lob lasse ich manchmal gelten bei mir, aber gaaaanz ruhig und dezent.
  3. Kennt jemand den Hundetrainer Marc Welti?

    Du kannst das super beschreiben, Moni. Ich bin einverstanden mit dir. Klar strafe ich auch und belohne auch. Ich meinte mehr, dass ich Futter oder Spiel nicht mehr einsetze, wo es keine Wirkung hat. Wenn er zurückkommt, belohne ich so, wie er es kennt, nämlich durch soziale Interaktion (Berührung) und der Fortsetzung des gemeinsamen Weges, auch wenn er vielleicht zwischendurch ausnahmsweise mal Futter nehmen würde, einfach weil ich mir vorstelle, dass er damit nicht wie gewünscht lernt: Rückkehr bedeutet selbständige Orientierung an mir und Sicherheit. Futter vermittelt in diesem Moment eben nicht das, worum es mir mit diesem Ritual geht. Aber weisst du, wir können noch so lange theoretisieren, letzten Endes bin ich mir nie zu 100% sicher und du dir vielleicht auch nicht, und genau das ist ja das Faszinierende daran, mit einem Hund zu arbeiten, dass man nicht immer sicher ist, ob das und das jetzt richtig war. Nicht einverstanden bin ich beim Anleinen: Das Anleinen hat keineswegs nur Strafcharakter, ich setze das in den meisten Fällen ein, um dem Hund Sicherheit zu geben, sprich: Ich gebe den Weg vor, führe an etwas vorbei, aus etwas heraus. Ob das beim Hund so kommt? Keine Ahnung, aber Hunde spüren glaube ich schon, welche Einstellung dahinter steckt. Ich gehe jedenfalls nie hin und sage mir: So, du hast etwas Falsches gemacht, jetzt musst du an die Leine. Sondern: Komm, lass uns zusammen gehen, ich zeige dir, wo es lang geht und wie schnell. Oder so: Ich nehme dir jetzt mal die Entscheidungen ab, du kannst dich führen lassen, entspann dich mal. Gerade nach einem unerlaubten Ausflug ins Gehölz oder in die weite Wiese, ist das zwar anfangs mühsam für den Hund, kann ihm aber langfristig auch eine Hilfe sein! Ich sehe, ich bin an eine Spezialistin geraten. Ich bin es nicht und kann dir da nicht ganz das Wasser reichen, aber für mich passt das so und mir ist wohl dabei. Ob sich mein Hund wohl fühlt? Kann ich dir nicht sagen, aber er ist zumindest oft dankbar, dass ich ihm Dinge zeige und er ein wenig mitdenken muss dabei. Martin.
  4. Kennt jemand den Hundetrainer Marc Welti?

    @Dumboline: Das ist spannend. Erzähl doch mal, wie konkret bei dir kognitives Lernen ausschaut. @Moni: Doch, das gibt sie sehr wohl, diese Hundetypen, die das Futter als Belohnung verweigern oder nur manchmal nehmen, aber sich damit nichts beibringen lassen. Bei meinem ist das so. Rückruf üben: Belohnen mit Futter oder Spiel, das ist dem Kleinen einfach egal. Erst als ich anfing, ihn einfach in einen (kognitiven,sozialen) Lernprozess einzubinden, hat es angefangen, ihn zu interessieren. Und es wäre dann auch wieder völlig kontraproduktiv gewesen, wenn ich nun ein Guddeli oder ein Spieli oder ein überschwängliches Lob ausgepackt hätte. Ich akzeptiere und respektiere deinen Zugang vollkommen, aber ich für mich möchte das eine mit dem andern tatsächlich nicht mehr vermischen. Übrigens bekommt er durchaus mal etwas von mir, aber dann einfach so, ohne es mit einer Übung zu verknüpfen. Und ich bin jetzt auch kein super Systemfanatiker, es kann auch mal Abweichungen geben. Ich möchte dir lediglich aufzeigen, dass es auch kontraproduktiv sein kann, wenn man das eine mit dem andern durcheinanderbringt.
  5. Kennt jemand den Hundetrainer Marc Welti?

    Nein, kenne die mobile HS nicht.
  6. Kennt jemand den Hundetrainer Marc Welti?

    Das mit dem Futter ist doch nicht rasseabhängig. Ich kenne einige stolze Charaktere unterschiedlicher Rassen, die zwar ev Futter oder Würstli nehmen, aber den Menschen dafür nicht so ganz ernst nehmen. Manche (wie meiner) nehmen keine Wurst in Situationen, in denen er wirklich einfach nur Führung, bzw Informationen verlangt. Er ist mein erster Hund und ich bin mit ihm sowas von am Anschlag teilweise, weil nichts so läuft, wie ich mir das vorgestellt habe. Daher musste ich einfach umdenken und etwas anderes machen...
  7. Kennt jemand den Hundetrainer Marc Welti?

    Ich denke, da unterschätzt man den Hund vielleicht ein wenig. Der weiss in der Regel genau, an wem er sich orientieren muss, wenn er überhaupt mal gelernt sich an einem Menschen zu orientieren. Und im Notfall hat der/die Hütende ja auch eine Leine und ein Hund weiss meist sehr schnell, wer die Leine in der Hand hat.
  8. Kennt jemand den Hundetrainer Marc Welti?

    Die spannende Diskussion mit euch allen entfernt sich langsam vom eigentlichen Thema des Threads
  9. Kennt jemand den Hundetrainer Marc Welti?

    Das ist ja meistens so: Geübt wird zunächst unter weniger Ablenkung und natürlich mit Schleppleine. Gibt es doch mal eine unpassende Situationen, nehme ich die Schleppe kurz und führe den Hund an der Situation vorbei, solange die Orientierung an mir noch nicht sicher klappt.
  10. Kennt jemand den Hundetrainer Marc Welti?

    Danke, Moni, für deine klaren Ausführungen. Letzten Endes ist jedes Lernen eine Form des Konditionierens, übrigens viel mehr als wir meinen, auch bei uns Menschen.
  11. Kennt jemand den Hundetrainer Marc Welti?

    Weg bestätigen heisst: Wir gehen wieder gemeinsam weiter!
  12. Kennt jemand den Hundetrainer Marc Welti?

    Stimmliches Abrufen gibts ab und an auch, aber eben nicht nur. Ich will ihm ja eben nicht allles fix vorgeben, sondern ihn mitdenken lassen. Genau das geschieht, wenn ich mich stumm seitlich hinhocke im Freilauf und einmal abwarte, was Hund macht. Das ist eine Frage der Geduld, der Ruhe. Wenn er dann kommt, gibt es eine kurze Berührung Finger/Nase und der Weg wird sofort bestätigt, und zwar ohne Lob. Wie schon gesagt, gibt es nicht DIE Methode. Auch meine Arbeit hat ihre Ecken und Kanten und braucht viel Zeit, aber ich fühle mich dabei wohl und sicher und wenn das beim Hund so ankommt, ist das schon mal ein wichtiges Puzzlestück in der Erziehung.
  13. Kennt jemand den Hundetrainer Marc Welti?

    Ich versuche bei Gelegenheit mal ein Video zu machen. Belohnung wäre in meinem Fall eben: Weg bestätigen. Strafe dann: Mitnehmen (aber immer nur so lange, bis Hund wieder von selbst mitgeht).
  14. Kennt jemand den Hundetrainer Marc Welti?

    Na ja, es gibt ja unterschiedliche Lernprozesse: Lernen über Konditionierungen oder indem ich meinen Hund ablenke oder eben soziales Lernen, indem ich meinem Hund immer und immer wieder Dinge zeige, die mir wichtig sind. Er muss dabei ständig mitdenken, mitarbeiten, da ich ihm eigentlich auch keine Kommandos gebe. Ich erkläre ihm mit der Leine, was ich mir vorstelle unter ,Laufen an kurzer lockerer Leine', als hätte ich jemanden an der Hand, den ich durch die Gegend führe. Leine wird lange heisst dann: Du darfst schnüffeln. Ich setze mich hin, stehe auf die Leine, ist mein Zeichen für Platz - meist dauert es keine Minute und Hund liegt. Dabei rede ich nicht. Ich habe das natürlich nicht selbst erfunden, das hat mir jemand gezeigt. Mein Problem ist noch, dass ich an der kurze Leine halt da und dort mal noch korrigieren muss, weil Hund irgendwo stehenbleibt und trotzdem schnüffeln möchte. Dann laufe ich weiter und nehme ihn mit, was natürlich auch unter das Kapitel Druck fällt. Aber ich stelle mir dann immer vor, ich sei stumm und habe jemanden, der nicht weiss, was sich wann gehört, an meiner Hand und führe ihn durchs Leben: Ich werden diesen Jemand dann und wann auch mal mitziehen müssen, um ihm zu signalisieren: He, wir sind gemeinsam unterwegs, ich zeig dir wo es lang geht, verlass dich auf mich! - Genug gut erklärt? Die Belohnung ist übrigens immer der gemeinsame Weg, das gemeinsame Unterwegssein. Das ist dann auch beim Freilauf wichtig: Hund orientiert sich an mir, kommt zurück zu mir, wenn ich ihm das anzeige, oder bleibt aufmerksam stehen, wenn ich stehen bleibe, dann bestätige ich sofort unsere Richtung, unsern Weg...
  15. Kennt jemand den Hundetrainer Marc Welti?

    Das kann ich verstehen, dass dich das irritiert. Tatsächlich belohne ich nicht und lobe kaum und rede fast nicht und fahre damit recht gut. Viel Leinenarbeit, stumme Aufmerksamkeitsübungen. Belohnungen haben sich bei mir schnell erledigt, daran ist mein Hund nicht gross interessiert, weder an Spiel noch an Futter. Beim Lob bin ich einfach zu ungenau und mache schnell etwas kaputt, was ich ruhig aufgebaut habe. Manchmal flüstere ich ein Gut gemacht! oder ein Prima!, mehr aber nicht. Aber das sind meine Erfahrungen und eine etwas andere Herangehensweise, jeder muss das für sich wissen. Übrigens würde ich solche Methoden wie die von M.W. nicht gleich verteufeln. Ich finde die Idee dahinter nicht schlecht, ich würde einfach niemals einen solchen Druck auf meinen Hund ausüben, um ihm etwas zu erklären...soziales Lernen geht auch sanft!
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